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Bibelleser-Brief AT – 10 – 3. Mose (Leviticus) 16-27

Bibelleser-Brief AT – 10 – 3. Mose (Leviticus) 16-27
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Tag08.09.10.11.12.13.14.
3. Mose19-2021-2223-242526-271-34-5

 

Zoom-Meeting: 10.03.2025 / 20:00 – 21:30 Uhr (Link)

 

 

Das sind die Feste des HERRN, zu denen ihr heilige Versammlungen einberufen sollt, um dem HERRN Feueropfer, Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, (...)

3. Mose 23,37

01 | Unsere Herausforderung

>> 3. Mose (Leviticus) 16-27 <<

*** IN EIGENER SACHE ***

 

Um die Anzahl der E-Mails nicht noch weiter in die Höhe zu treiben, möchte ich in Zukunft auf die Erinnerungsmails für das Zoom-Meeting verzichten. Der Link zum Zoom-Meeting befindet sich ab sofort am Ende jeder Rundmail. Der Link wird sich bis Ende des Jahres nicht mehr ändern. Vielleicht hast du die Möglichkeit, ihn als Lesezeichen oder auf deinem Desktop zu speichern.

 

*** ENDE IN EIGENER SACHE ***

 

 

Ein Fest für den Herrn

 

Liebe Bibel-Entdecker,

 

sicherlich hat jedes Volk auf dieser Erde seine eigenen Feste. Aber die sieben Feste Gottes sind nur Israel gegeben, dem Volk Gottes im Alten Bund. Die Zahl Sieben unterstreicht die Heiligkeit. Das alttestamentliche Bild zeigt die enge Beziehung der Feste zu den Erntezeiten und Wetterperioden. Es gab drei Pilgerfeste (ungesäuerte Brote, Wochenfest und Laubhüttenfest), die in Jerusalem gefeiert werden mussten (5Mo 16,16).

 

Schon hier zeigt sich ein göttliches Wunder: Die Reihenfolge der Feste wurde zu einem Zeitpunkt festgelegt, als das Volk Israel das verheißene Land noch nicht einmal erblicken konnte! Dennoch bestand ein enger Zusammenhang zwischen den Festzeiten und ihren Zyklen und den landwirtschaftlichen Phasen des Jahres im damals noch zukünftigen verheißenen Land Israel. Darüber hinaus besteht auch ein Zusammenhang zu den heilsgeschichtlichen Ereignissen, die nicht nur Israel, sondern auch die Völker der Welt und damit auch die Gemeinde des neuen und ewigen Bundes betreffen.


Der allmächtige Gott kennt alle Dinge im Voraus. Deshalb haben die Feste Israels nicht nur prophetische Bedeutung für das Volk Israel damals, sondern auch für die Gemeinde heute. Die Reihenfolge der Feste ist ein prophetischer Kalender. Die heilsgeschichtlichen Ereignisse ereignen sich genau in der Reihenfolge, in der die Feste des alten Israel im Jahresverlauf auftraten.

 

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

02 | Überblick

1 - 7

Anweisungen für den Opferdienst

8 - 10

Die Einsetzung des Priestertums

11 - 15

Vorschriften zur Heiligung des Volkes

16

Der große Versöhnungstag

17 - 22

Gesetze für das persönliche Leben

23 - 25

Ordnung des nationalen Lebens

26 - 27

Segen und Fluch



Dieses Buch gab den Israeliten damals (und uns heute) viele Informationen darüber, wie man in Gemeinschaft mit einem heiligen Gott leben kann.

 

  1. Worauf beruht diese Gemeinschaft?
    ⇒ Auf dem täglichen Brandopfer und dem Versöhnungstag.

  2. Was verhindert diese Gemeinschaft?
    ⇒ Unreinheit oder Sünde

  3. Wie kann diese Gemeinschaft gefördert oder wiederhergestellt werden?
    ⇒ Durch die Opfer

 

Diese Fragen werden vor allem im ersten Teil des Buches behandelt. Am Ende des Buches finden wir den Segen und den Fluch. Diese werden über das Volk kommen, wenn es den Gesetzen gehorchen oder nicht gehorchen wird. Im Licht des Neuen Testaments wird zudem deutlich, dass es sich bei Segen und Fluch um Prophetie handelt. Denn tatsächlich sind die dort beschriebenen Dinge in den folgenden Jahrhunderten mit großer Genauigkeit über das Volk Israel gekommen.




Der große Versöhnungstag (16)

 

Der höchste Feiertag im jüdischen Kalender war der Versöhnungstag (hebräisch „Jom Kippur“) am zehnten Tag des siebten Monats (Tischri). Ihm ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Für die Priester war es ein wichtiger Tag. An diesem Tag ging der Hohepriester mit Opferblut in das Allerheiligste, um für sich und das Volk Sühnung zu erwirken (16,6+16). Obwohl der Versöhnungstag normalerweise zu den „Festen des Herrn“ gezählt wird, war er in Wirklichkeit eine Zeit des Fastens und der Trauer (23,27-32).

 

3Mo 16,30:An diesem Tag wird für euch Sühnung erwirkt, um euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr gereinigt werden vor dem HERRN.


Der Versöhnungstag wurde neun Tage nach dem Posaunenfest und fünf Tage vor dem Laubhüttenfest begangen. An diesem Tag wurde ein besonderes Opfer dargebracht, ein Opfer für die Sünden des ganzen Volkes. Der erste Bock starb für die Sünden des Volkes, ein zweiter trug symbolisch die Sünden des Volkes aus dem Lager.


In den Versen 1-2 schränkt Gott den Zugang zum Allerheiligsten ein. Nur der Hohepriester durfte einmal im Jahr in die unmittelbare Gegenwart Gottes treten, und das auch nur mit dem Blut eines Opfertieres.



Messianische Bedeutung
Nach Hebr 9,10-16 ist die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen dadurch geschehen, dass der Messias Jesus Christus sein eigenes Blut geopfert und es selbst in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums gebracht hat. Als vollkommener Hohepriester brauchte er kein Opfer für seine eigenen Sünden, denn er war sündlos. Sein eigenes sündloses Blut genügt, um die Sünden aller Gläubigen ein für allemal zu tilgen. Die individuelle Versöhnung steht also jedem Menschen offen, ob Jude oder Nichtjude.


Hebr 9,11-12:Als aber der Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen [Heils-] Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.


Der Versöhnungstag ist ein Vorbild für das grundlegende Werk, das der Herr Jesus am Kreuz auf Golgatha für uns vollbracht hat. Der Hebräerbrief zeigt, wie das Werk des Herrn Jesus vollkommener war als das, was am Versöhnungstag geschah:

  • Der Herr brauchte kein Opfer für seine eigenen Sünden darzubringen.
  • Der Herr war Hoherpriester und Opfer zugleich.
  • Das Werk des Herrn Jesus geschah nur einmal.
  • Der Herr Jesus ging in ein himmlisches Heiligtum ein.




Gesetze für das persönliche Leben (17-22)


Nachdem Gott die Bestimmungen des Versöhnungstages erläutert hat, kehrt er zum Thema der heiligen Lebensführung zurück. In den Kapiteln 18 und 20 geht es um die Ehe. Gott stellt klar, wen man heiraten darf (Kapitel 18) und welche Strafen bei Ungehorsam drohen (Kapitel 20). Zwischen diesen beiden Kapiteln steht das Kapitel 19, das die beiden Kapitel miteinander verbindet. In Kapitel 19 geht es um Heiligung und Nächstenliebe.

 

3Mo 19,2:Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott!

 

3Mo 19,18:Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!


Beide Aussagen finden sich auch im Neuen Testament. Der erste Vers findet seine Wiederholung in 1Pet 1,15-16, der zweite Vers wird von Jesus Christus selbst als eines der beiden wichtigsten Gebote überhaupt bezeichnet.

 

Mat 22,36-40:Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 37 Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. 38 Das ist das erste und größte Gebot. 39 Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. 40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

 

 


Ordnung des nationalen Lebens (23-25)

 

Nach den Gesetzen für die persönliche Lebensführung gibt Gott weitere Gebote, die die Ordnung des ganzen Volkes betreffen. Dazu gehören die sieben „Feste des Herrn“, das Sabbatjahr und das Halljahr.

 


Kapitel 23: Die Feste des Herrn

Mit den Festen des Herrn sind bestimmte Zeiten der Gottesnähe gemeint. In Kapitel 23 werden folgende Feste genannt:


Sabbat (Vers 3)
(1) Passah (Vers 4)
(2) Das Fest der ungesäuerten Brote (Verse 6-8)
(3) Darbringung der Erstlingsfrüchte (Verse 9-14)

(4) Wochenfest (Pfingsten) (Verse 15-22)

 

(5) Fest des Posaunenhalls (Verse 23-25)

(6) Versöhnungstag (Verse 27-32)
(7) Laubhüttenfest (Verse 34-44)

 

Dreimal im Jahr musste das Volk nach Jerusalem kommen, um diese Feste zu feiern: im ersten, im dritten und im siebten Monat. Es gibt zwei Festzyklen. Die ersten vier Feste bilden eine Einheit und die letzten drei Feste bilden eine Einheit. Obwohl wir uns zeitlich noch etwa 1500 Jahre vor der Geburt Jesu Christi befinden, hat Gott in diese Abfolge der Feste einen tiefen prophetischen Sinn gelegt. 

  • Der Frühjahrszyklus umfasst die ersten vier Feste und wird durch die Ereignisse beim ersten Kommen des Messias erfüllt. 
  • Danach folgt ein Intervall von vier Monaten, das die Zeit der Gemeinde darstellt. 
  • Der Herbstzyklus umfasst die letzten drei Feste und wird durch das zweite Kommen des Messias erfüllt.


Passah
Tod des Messias Jesus Christus für unsere Sünden.


Fest der ungesäuerten Brote
Das Opfer seines sündlosen Leibes und Blutes, sein Leib verweste nicht im Grab (Psalm 16,10). Heiligung der Gläubigen.


Die Erstlingsfrüchte
Die Auferstehung Christi. Die Gabe des ewigen Lebens (Erstlinge des Geistes) an die Gläubigen.


Wochenfest / Pfingsten
Kommen des Heiligen Geistes, Gründung der Gemeinde in Jerusalem.


Viermonatsintervall
Die Zeit der Gemeinde, das Reich Gottes in unserer Zeit.


Posaunenhall
Die Wiederkunft des Herrn zum Gericht (letzte Posaune).


Versöhnungstag
Schaffung der neuen Erde und Wiederherstellung aller Dinge, Versöhnung der neuen Welt mit Gott.


Laubhüttenfest
Die Ewigkeit des neuen Himmels und der neuen Erde in der Gemeinschaft der Erlösten aus allen Völkern (die Gemeinde, das ewige Israel Gottes) mit dem Herrn Jesus Christus.    



In Kapitel 25 werden Ordnungen für das Sabbatjahr und das Halljahr gegeben. 

 

Das Sabbatjahr:

 

3Mo 25,3-4:Sechs Jahre lang sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre lang deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag [des Landes] einsammeln. 4 Aber im siebten Jahr soll das Land seinen Sabbat der Ruhe haben, einen Sabbat für den HERRN, an dem du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst.

 

Das Halljahr:

 

3Mo 25,11:Ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt im Land eine Freilassung ausrufen für alle, die darin wohnen. Es ist das Halljahr, in dem jeder bei euch wieder zu seinem Eigentum kommen und zu seiner Familie zurückkehren soll.

 

 


Segen und Fluch (26-27)


3Mo 26,3:Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, …

 

Mit diesen ermutigenden Worten beginnt Gott das Kapitel 26. Gott verheißt dem Volk eine Reihe von Segnungen, wenn es seine Gebote hält:

  • Regen, Ertrag (26,4)
  • Produktivität, Sicherheit (26,5)
  • Frieden und Schutz (26,6)
  • Sieg über die Feinde (26,7-8)
  • Überfluss und Gegenwart des Herrn (26,9-13)

 

3Mo 26,14:Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und alle diese Gebote nicht tut, …

 

Auf die 13 Verse des Segens folgen doppelt so viele Verse, die vor dem Fluch Gottes warnen. Not ist die verheißene Frucht des Ungehorsams. Sie ist ein Werkzeug, dessen sich Gott bedient, um sein Volk zur Umkehr zu führen (26,40-42). Die Züchtigung des Volkes wird immer härter, bis es seine Missetaten bekennt. Man beachte die Steigerung in den Versen 14, 18, 21, 23 und 27.

3Mo 26,18:Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, …

 

3Mo 26,21:Wenn ihr euch mir aber noch weiter widersetzt und mir nicht gehorchen wollt, …

 

3Mo 26,23:Wenn ihr euch aber dadurch noch nicht von mir züchtigen lasst, …


Ungehorsam sollte Schrecken, Krankheit, Plünderung durch Feinde, Dürre, Unfruchtbarkeit, Gefahr durch wilde Tiere, Pest, Invasion und Gefangenschaft zur Folge haben.

Der Schlussteil von Kapitel 26 (Verse 40-46) bietet dem ungehorsamen Volk die Möglichkeit der Wiederherstellung durch Bekenntnis und Buße. Gott will sein Volk nicht ganz verlassen, sondern erinnert an die Bundesverheißungen, die er den Vorfahren seines Volkes gegeben hat.

 

So will er auch dich nicht verlassen. Aber es kann sein, dass er dich und mich von Zeit zu Zeit züchtigen muss, um uns wieder auf den rechten Weg zu bringen. Gott ist Liebe, das zeigt sich auch in diesem wunderbaren Buch. Er will uns vor Leid bewahren und mit jedem von uns Gemeinschaft haben. Nehmen wir sein Angebot an oder wenden wir uns von ihm ab?

03 | Häufige Fragen

Inwiefern sind die Regeln, die Gott Israel gegeben hat, für uns heute noch gültig?


Das alttestamentliche Verständnis der Gläubigen muss durch Jesus und das Neue Testament geformt werden. Jesus sprach davon, als er sagte: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“ (Mt 5,17).


Im Blick auf das alttestamentliche Zeremonialgesetz, das levitische Priestertum und das Heiligtum macht das Neue Testament an verschiedenen Stellen deutlich, wie sich die Erfüllung in Jesus auf das Verständnis und die Handhabung dieser Dinge im Einzelnen auswirkt. (Mt 27,51; Apg 10,1-16; Kol 2,16-17; 1Pt 2,9; Offb 1,6; 5,10; 20,6). Die Einführung des Neuen Bundes durch Jesus (Mt 26,28; 2Kor 3,6-18; Hebr 7-10) lässt ohnehin das gesamte Alte Testament in einem neuen Licht erscheinen.

 

Ein fruchtbares Studium des 3. Buches Mose wird sich ergeben, wenn wir uns auf die Wahrheiten konzentrieren, die sich uns im Erkennen und Verstehen des Prinzips der Sünde, der Schuld, des stellvertretenden Todes und des Sühneopfers offenbaren. Nirgendwo sonst im Alten Testament werden diese Wahrheiten so klar und eindeutig dargestellt wie hier. Spätere Schreiber der Heiligen Schrift, vor allem die neutestamentlichen Autoren, greifen immer wieder auf die Grundwahrheiten aus 3. Mose zurück. Die Opferhandlungen in 3. Mose weisen letztlich auf den endgültigen, einmaligen und stellvertretenden Opfertod Christi hin (Hebr 9,11-22).



(Aus: John F. MacArthur, Basisinformationen zur Bibel, CLV-Verlag)

04 | Zoom-Meeting

10.03.2025  |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: 3. Mose

 

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du ggf. zum Download der Zoom-App aufgefordert.

 


 

 

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