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Bibelleser-Brief AT – 08 – 2. Mose (Exodus) 19-40

Bibelleser-Brief AT – 08 – 2. Mose (Exodus) 19-40
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Zoom-Meeting: 24.02.2025 / 20:00 – 21:30 Uhr (Link)

 

 

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne!

2. Mose 25,8

01 | Unsere Herausforderung

>> 2. Mose (Exodus) 19-40 <<

Das Zelt Gottes bei den Menschen


Liebe Bibel-Entdecker,

 

das Zelt Gottes stand nicht auf einem Campingplatz, aber dennoch zwischen vielen Zelten. Es waren Tausende von Zelten. Nicht Zelte in frischen, bunten Farben – nein, sondern graue und schwarze Zelte eines Nomadenvolkes in der Wüste. Und es war nicht ein kleines Völkchen oder ein Stamm, sondern ein großes Volk mit zwölf Stämmen, mehrere Millionen Menschen.

 

Jedes Mal, wenn sie weiterzogen, bildeten sie einen riesigen Zug: Männer, Frauen, Kinder und alles Vieh. Dort, wo sie ihre Zelte aufschlugen, entstand ein riesiges Feldlager, das immer genau im Viereck angelegt war: drei Stämme an der Ostseite, drei Stämme an der Südseite, drei Stämme an der Westseite und drei Stämme an der Nordseite.

 

Und in der Mitte des Lagers stand dieses Haus aus Gold und Teppichen. Das war das Haus Gottes. Eigentlich passten sie gar nicht zusammen: die schwarzen Zelte und das schöne Haus; auch nicht diese Menschen und der heilige Gott. Denn was wohnte da alles in den Zelten!

 

Jede Familie hatte ihre Sorgen und Nöte und wahrscheinlich auch ihren Zank und Streit. Wenn wir nur einmal in die Zelte hineinschauen und zuhören könnten! Wenn wir nur einmal in jedes Herz schauen könnten! Was würden wir sehen? Genau dasselbe wie in unserem eigenen Herzen: Eigennutz, Ehrsucht, unreine Gedanken, Lieblosigkeit, manchmal Hass.

 

Mit diesen Gedanken aus dem Buch „Das Heiligtum – und der Weg zu Gott“ (CSV-Verlag) wollen wir den zweiten Teil des Buches Exodus beginnen. Begleiten wir das Volk Israel auf seinem Weg durch die Wüste Sinai und vor allem bei seiner Begegnung mit dem lebendigen Gott am Berg Horeb.

 

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

02 | Überblick

1 - 11

Berufung von Mose (Israel in Ägypten)

12 - 18

Befreiung aus Ägypten

19 - 40

Bundesschluss am Berg Sinai



Das Thema ab Kapitel 19 ist der Bund Gottes mit Israel. Gott will inmitten seines Volkes wohnen. Dazu braucht es einen Bund mit Gesetzen und Regeln. Leider hat das Volk Israel diesen Bund gleich wieder gebrochen. Durch die Umkehr des Volkes erneuert Gott seinen Bund. Ab Kapitel 25 werden die Stiftshütte (das Zelt Gottes bei den Menschen) und der Priesterdienst ausführlich beschrieben. Diese Beschreibung weist uns auf den Dienst des Herrn Jesus für uns und auf unseren Dienst für Gott hin. Dies alles wird im 3. Buch Mose (Levitikus) weiter erläutert.



Das Gesetz als Spiegel
Wenn wir schmutzig sind und uns im Spiegel betrachten, werden wir wahrscheinlich feststellen, dass wir schmutzig sind. Der Spiegel hilft uns nicht, den Schmutz loszuwerden. Der Spiegel an sich ist gut, er zeigt genau, was schlecht ist. Mehr kann er nicht tun. Das Gesetz ist auch gut und heilig. Aber es kann uns nicht helfen, auch nur ein bisschen besser oder sauberer zu werden.


Der Kern des Buches
Das wichtigste Thema in 2. Mose ist das Blut des Lammes. Das Lamm, das geschlachtet wurde, war die Grundlage für die Befreiung Israels (Kap. 12) und die Grundlage dafür, dass Gott inmitten seines Volkes wohnen kann (Kap. 29,38-46).


2Mo 12,7+13:Und sie sollen von dem Blut nehmen und damit beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser bestreichen, in denen sie essen. 13 (…) und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich verschonend an euch vorübergehen; und es wird euch keine Plage zu eurem Verderben treffen, wenn ich das Land Ägypten schlagen werde.

 

2Mo 29,38+43-45:Das ist es aber, was du auf dem Altar opfern sollst: Zwei einjährige Lämmer sollst du beständig [darauf opfern], Tag für Tag; 43 und ich werde dort zusammenkommen mit den Kindern Israels, und [die Stiftshütte] soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit. 44 Und ich will die Stiftshütte heiligen samt dem Altar; und ich will mir Aaron und seine Söhne heiligen, damit sie mir als Priester dienen. 45 Und ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen, und ich will ihr Gott sein.


 

 

Gottes Bund mit Israel (19-24)


Etwa drei Monate ist das Volk Israel durch die Wüste gewandert, als es am Berg Horeb ankommt. Während das Volk unten im Tal lagert, steigt Mose „hinauf zu Gott“ (19,3). Zunächst richtet Gott einleitende Worte an Mose. Gott will mit dem Volk Israel einen Bund schließen.

 

Die Bedingung dafür ist, dass sie die Gebote und Rechtsbestimmungen Gottes halten. Wenn sie diese Bedingungen einhalten, verspricht Gott ihnen zweierlei:

 

2Mo 19,5b:Ihr sollt vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein.

2Mo 19,6:Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!


Die gleiche Aussage findet sich übrigens auch im Neuen Testament, dort an die Gemeinde Jesu Christi gerichtet:

 

1Pet 2,9:Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums (…)


Nach diesen einleitenden Worten gibt Gott Mose in Kapitel 20 die Zehn Gebote:

 

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
  2. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen!
  3. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen!
  4. Du sollst den Sabbat halten!
  5. Du sollst Vater und Mutter ehren!
  6. Du sollst nicht töten!
  7. Du sollst nicht ehebrechen!
  8. Du sollst nicht stehlen!
  9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden!
  10. Du sollst nicht begehren!


Wenn sich die Menschen heute wenigstens an diese 10 Gebote halten würden, bliebe uns viel Leid auf dieser Erde erspart! In den Kapiteln 21 bis 24 finden sich dann noch eine ganze Reihe weiterer Rechtsbestimmungen, an die sich die Israeliten halten sollten. Vom Umgang mit Sklaven über Totschlag und Schadenersatz bis hin zu Diebstahl und Zauberei.

 

 


Beschreibung der Stiftshütte (25-31)


Ab Kapitel 25 geht es um die Wohnung Gottes. Damals gab es noch keinen Tempel, sondern Gott zog als Wolken-/Feuersäule vor dem Volk her. Nun aber sollte das Volk ein Zelt bauen, damit die Menschen einen Ort hätten, um Gott anzubeten. Zuerst wird das wichtigste Gerät dieses Zeltes beschrieben: die Bundeslade (25,10). Dies ist gewissermaßen der Thron Gottes. Dieser soll später im hinteren Bereich des Zeltes (dem Allerheiligsten) stehen und durch einen Vorhang vor den Blicken der Priester geschützt sein. Die weiteren Geräte im Zelt sind der Schaubrottisch (25,23), der goldene Leuchter (25,31) und der Räucheraltar (30,1).

 

Wie die fertige Stiftshütte später ausgesehen hat, habe ich oben im Titelbild dargestellt. Alle Geräte im Inneren des Zeltes waren mit Gold überzogen, genau wie die Bretter, die die Seitenwände des Zeltes bildeten. Und alle Geräte hatten Tragestangen, denn das Heiligtum war mobil, es wurde viele Male ab- und wieder aufgebaut.

 

In Kapitel 26 ist bis ins kleinste Detail beschrieben, welche Abmessungen die einzelnen Teile am Zelt Gottes haben sollten. In Kapitel 27 findet sich die Anleitung für den Brandopferaltar und für die Umzäunung, die den Vorhof der Stifthütte vom restlichen Land trennte. Schließlich wird in Kapitel 30 das eherne Becken beschrieben, das zur Reinigung der Priester diente und zwischen Brandopferaltar und Eingang des Zeltes stand. Ganz am Ende dieser Kapitel lesen wir:

 

2Mo 31,18:Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.

 



Sünde / Fürbitte / Gnade / Erneuerung des Bundes (32-34)


Mose verbringt 40 Tage auf dem Berg Horeb und spricht mit Gott. Gott zeigt ihm den Tempel Gottes im Himmel, der als Vorbild für das Zelt Gottes auf Erden dienen soll. Wie reagiert das Volk, als Gott ihm durch Mose seinen Bund anbietet? Das Volk, das in Kapitel 24 noch bekräftigt „Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und darauf hören!“ hat nach dieser kurzen Zeit bereits seine Meinung völlig geändert und spricht am 39. Tag zu Aaron:

 

2Mo 32,1b:Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen sollen! Denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.


Gott gab seinem Volk das Gesetz. Aber noch bevor die Gesetzestafeln unten am Berg waren, hatte das Volk das Gesetz übertreten, den Bund gebrochen. Und was noch erstaunlicher ist: Aaron geht auf die Bitte des Volkes ein. Er nimmt vom Volk allerlei goldenen Schmuck und gießt daraus ein goldenes Kalb (32,4). Außerdem baut er einen Altar und ruft für den nächsten Tag ein „Fest für den Herrn“ aus. Das Fest ist in vollem Gange, als Mose mit den beiden Gesetzestafeln vom Berg herabsteigt. Als er das Treiben sieht, entbrennt sein Zorn. Er zerbricht die Gesetzestafeln und verbrennt das goldene Kalb mit Feuer. Im übertragenen Sinn wird hier Gottes Langmut und Gnade deutlich. Denn indem Gott die Gesetzestafeln zerbricht, nimmt er das Gesetz gewissermaßen vorübergehend wieder zurück. So kann er das Volk weitgehend ungestraft lassen.

 

Dennoch werden als Gericht 3000 Menschen aus dem Volk getötet. Aufgrund der Demütigung des Volkes (33,4) und der Fürbitte des Mose ist Gott gnädig und verschont den Rest des Volkes. In Kapitel 34 lesen wir von der Erneuerung des Bundes. Gott gibt Mose zwei neue Steintafeln mit den Zehn Geboten.

 

2Mo 34,28:Und [Mose] war dort bei dem HERRN 40 Tage und 40 Nächte lang und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und Er schrieb die Worte des Bundes auf die Tafeln, die zehn Worte.

 

 


Bau und Einweihung der Stiftshütte (35-40)


Nachdem der Bund zwischen Gott und dem Volk Israel geschlossen ist, beginnt Mose mit dem Bau der Stiftshütte. In den Kapiteln 36-39 wird die Herstellung der einzelnen Gegenstände und der Priestergewänder beschrieben, wobei einzelne Passagen wörtlich aus den Kapiteln 25 und 26 übernommen wurden.


Was genau soll die Stifthütte darstellen? Die ganze Stiftshütte in all ihren Einzelheiten ist ein Abbild dessen, was im Himmel ist. Deshalb kann alles in ihr auf Gott und auf Jesus Christus hin gedeutet werden.

 


Typologie der Stiftshütte:

  • Die Bundeslade
    • (a)  der Thron Gottes
    • (b)  ein Vorbild auf den Herrn Jesus: Gesetz, Manna und Stab.
    • (c)  Christus ist unser Herr.
  • Der Schaubrottisch:
    • Christus ist unser Halt, unsere Gemeinschaft und unsere Speise.
  • Der Leuchter:
    • Christus ist unser Licht.
  • Der Räucheraltar:
    • Christus ist unser Fürsprecher (Weihrauch ein Bild der Anbetung).
  • Das Waschbecken:
    • Reinigung durch Gottes Wort (Eph. 5,27).
  • Der Brandopferaltar:
    • Das Kreuz, an dem der Herr Jesus sich selbst zum Opfer gab.
  • Das Salböl:
    • Der Heilige Geist, der uns zum Dienst befähigt.
  • noch vieles mehr …

03 | Häufige Fragen

Sind die „Zehn Gebote“ Gottes Forderungen von gestern oder sind sie Gottes ewiger Maßstab?

 

Die Menschen unterliegen einem schweren Irrtum, wenn sie vom „Brechen der Zehn Gebote“ sprechen. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass es die Menschen waren, die an den Zehn Geboten „zerbrachen“. Bei allem Streit um die Auslegung und Anwendung der Zehn Gebote stellen sie den absoluten und unveränderlichen Maßstab Gottes dar.


Der Titel „Zehn Gebote“ stammt von Mose (2Mo 34,28). Es wird betont, dass Gott selbst die Zehn Gebote gesprochen und aufgeschrieben hat. Damit werden auch alle Theorien zurückgewiesen, Israel habe Rechtsgrundsätze und Vorschriften von Nachbarvölkern übernommen.

 

Die Zehn Gebote lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: die Vertikale (das Verhältnis des Menschen zu Gott; Gebote 1-4) und die Horizontale (das Verhältnis der Menschen untereinander; Gebote 5-10). Die Zehn Gebote garantieren eine echte und reine Theologie und einen aufrichtigen Gottesdienst. Darüber hinaus bieten sie einen idealen Schutz für den Namen Gottes, den Sabbat, die Ehre der Familie, das Leben selbst, die Ehe, das Eigentum, die Wahrheit und jede Form von Tugend.


 

(Aus: John F. MacArthur, Basisinformationen zur Bibel, CLV-Verlag)

04 | Kurzvideo

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