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Bibel-Entdecker-Brief AT – 14 – 5. Mose (Deuteronomium) 17-36

Bibel-Entdecker-Brief AT – 14 – 5. Mose (Deuteronomium) 17-36

Online-Bibelkreis

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04.10.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

„Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir; er wird dich nicht aufgeben, noch dich verlassen!“

5. Mose 31,6

Unsere Herausforderung

>> 5. Mose (Deuteronomium) 17-36 <<

In den Fußstapfen des Meisters


Liebe Bibel-Entdecker,


wie schön ist es, Kindern beim Spielen zuzusehen! Frei und unbeschwert können sie ihr Leben leben – vorausgesetzt, die Hausaufgaben sind gemacht. Bei Problemen und Schwierigkeiten wenden sie sich ganz selbstverständlich an ihre Eltern, die ihnen gerne helfen. Aber jede Kindheit geht einmal zu Ende. Und mit dem Alter wächst die Verantwortung. Irgendwann kann man sich nicht mehr hinter den Eltern verstecken, sondern muss eigene Entscheidungen treffen.


 

So erging es auch den zwölf Aposteln, als sie die Nachfolge des Herrn Jesus antreten sollten. Doch Gott hatte sie mit seinem Heiligen Geist ausgestattet, durch den sie ständig mit Jesus verbunden waren.


Jesus kümmerte sich intensiv um seine Jünger, weil er wusste, welch schwere und wichtige Aufgabe vor ihnen lag. Sie waren sterbliche und unvollkommene Christen. Dennoch haben sie Weichen gestellt, die für uns alle heute von entscheidender Bedeutung sind. Drei Jahre lang konnten die Apostel Jesus begleiten und viel lernen. Bis kurz vor der Kreuzigung konnten sie sich jedoch noch hinter ihm verstecken. Sie handelten, aber wenn etwas schiefging, war Jesus da. Als Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel auffuhr, war es für die Apostel an der Zeit, von der zweiten in die erste Reihe vorzurücken.


Ähnlich wie ein Juniorchef langsam eingearbeitet wird und der Chef ihm schließlich sagt: „So, jetzt übernimmst du die Firma, jetzt übernimmst du die letzte Verantwortung.“ Jetzt ist keiner mehr da, der vor ihm steht, keiner mehr, der ihm gegebenenfalls einen Tipp geben kann. Er steht jetzt ganz alleine da und trägt die ganze Verantwortung. So erging es den Jüngern.



Ähnliches kam auf Josua zu, als er die Nachfolge von Mose antreten sollte. Wie sollte ihm das gelingen? Mose war der große Anführer Israels gewesen. Er hatte das Volk Israel gegen viele Widerstände sicher durch die Wüste bis an die Grenze des verheißenen Landes geführt. Nun sollte Josua das Volk über den Jordan in das Land führen und die dort lebenden Völker vernichten. Deshalb ermutigte Mose seinen Nachfolger immer wieder mit den Worten:


5Mo 31,7–8: „Sei stark und mutig! Denn du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR ihren Vätern zu geben geschworen hat, und du wirst es ihnen als Erbe austeilen. 8 Der HERR aber ist es, der selbst vor dir hergeht, er wird mit dir sein und wird dich nicht aufgeben, noch dich verlassen; fürchte dich nicht und erschrick nicht!“


Später lesen wir, dass Gott selbst zu Josua spricht und ihn ebenso ermutigt:


Jos 1,9: „Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“



Diese Zusage darf auch für uns gelten, wenn wir Gott treu nachfolgen und seinen Willen für unser Leben ernst nehmen.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

5

34

ca. 1400 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–4

Erste Rede: Die Reise zum Land

5–28

Zweite Rede: Die Reinheit im Land

29–30

Dritte Rede: Der Bund für das Land

31–34

Moses' Abschied

 

  



Zweite Rede: Die Reinheit im Land (5–28)


Im ersten Rundbrief zum 5. Buch Mose haben wir bereits die Kapitel 5–16 der zweiten Rede Moses an das Volk Israel betrachtet. Heute möchte ich diese Betrachtung mit Kapitel 17 fortsetzen.


Wieder warnt Mose das Volk davor, den Götzendienst der heidnischen Völker zu übernehmen. Er weist aber auch darauf hin, dass kein vorschnelles Urteil gefällt werden darf, sondern dass mindestens zwei oder drei Zeugen die Sache bestätigen müssen (17,6).


Bereits hier spricht Mose prophetisch von der Zeit, in der das Volk Israel im Land Kanaan wohnen und einen König über sich fordern wird. Gott selbst will ihr König sein, aber er weiß, dass das Volk ihn ablehnen und einen menschlichen König wie die Völker um sie herum haben will. Deshalb gibt Gott schon jetzt Weisungen, die der künftige König befolgen soll (17,14–20). Ebenso spricht Mose prophetisch von einem künftigen Propheten.


5Mo 18,15: „Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören!“


Im Rückblick wissen wir heute, dass sich diese Prophezeiung in Jesus Christus erfüllt hat. In den weiteren Kapiteln warnt Mose vor falschen Zeugen (19,14–21), gibt dem Volk Anweisungen zur Kriegsführung (Kap. 20) und erklärt, was zu tun ist, wenn ein Erschlagener auf dem Feld gefunden wird (21,1–9). Im letzten Vers von Kapitel 21 finden wir eine weitere prophetische Aussage:


5Mo 21,23: „Ein Leichnam soll nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt an jenem Tag begraben. Denn von Gott verflucht ist derjenige, der [ans Holz] gehängt wurde.“


Dieser Vers weist eindeutig auf Jesus Christus hin. Er wurde unschuldig ans Holz gehängt. Er trug den Fluch, den wir verdient haben. Sein Leib durfte nicht über Nacht am Kreuz hängen bleiben (vgl. Joh 19,31).

In den Kapiteln 22 bis 26 gibt Mose dem Volk weitere Sittengesetze, die zur Reinheit des Volkes und zur gegenseitigen Rücksichtnahme beitragen sollen.



Mit Kapitel 27 beginnt ein neuer Abschnitt. Mose beendet seine zweite Rede, indem er dem Volk den Segen und den Fluch vorlegt. Auf dem Berg Ebal sollen zunächst zwei Gedenksteine errichtet werden. Diese sollen mit Kalk überzogen und mit den Worten des Gesetzes beschrieben werden. Anschließend wiederholt Mose den Segen (28,1–14) und den Fluch (28,15–69), die er der vorherigen Generation des Volkes bereits im 3. Buch Mose verkündet hatte (3Mo 26,3–39).




Dritte Rede: Der Bund für das Land (29–30)


Nach der Verkündigung von Fluch und Segen folgt der Bundesschluss zwischen Gott und dem Volk Israel. Wenn Israel auf Gottes Wort hört und ihm gehorcht, darf es im Land Kanaan bleiben und es besitzen. Wenn sie aber ungehorsam wären, würde Gott sie bestrafen und das Volk unter die Nationen zerstreuen.


5Mo 29,8: „So bewahrt nun die Worte dieses Bundes und tut sie, damit ihr Gelingen habt in allem, was ihr tut!“


Mose schildert eindringlich die Folgen einer Abwendung von Gott (29,15–28). Dann gibt er dem Volk eine weitere prophetische Botschaft:

 

5Mo 30,1–6: „Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, 2 und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott (…) 3 so wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der HERR, dein Gott, zerstreut hat. (…) 5 Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen (…) 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.“


Sowohl der angekündigte Segen als auch der Fluch werden über das Volk Israel kommen. Aber es gibt Hoffnung, denn das Volk wird umkehren und sich wieder Gott zuwenden. Und Gott wird gnädig sein und sein Volk wieder erretten und annehmen. Zum Schluss fordert Mose das Volk auf, sich zwischen Segen und Fluch zu entscheiden.


5Mo 30,19–20: „Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same, 20 (…) in dem Land, das der HERR deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, zu geben geschworen hat.“

 

 

 

Moses' Abschied (31–34)


Die drei Abschiedsreden von Mose sind nun beendet und der Staffelstab wird an die nächste Generation weitergegeben. In Kapitel 31 wird die Einsetzung Josuas als Nachfolger von Mose geschildert (31,1–8). Mose schreibt das Gesetz in ein Buch und befiehlt dem Volk, es alle sieben Jahre vor dem ganzen Volk vorzulesen (31,9–11). 


Ab Vers 14 wird beschrieben, wie Mose und Josua ein letztes Mal gemeinsam die Stiftshütte betreten. Dort wird Josua direkt von Gott mit seinem Dienst als Führer Israels beauftragt.

Das 32. Kapitel enthält das Lied Moses, das er im Auftrag Gottes verfasst hat. Es soll ein Zeuge gegen die Kinder Israels sein (31,19). Das Lied beginnt mit dem Namen Gottes:


5Mo 32,3–4: „Denn ich will den Namen des HERRN verkünden: Gebt unserem Gott die Ehre! 4 Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er.“


Dann richtet sich der Blick auf das Volk, das sich von Gott abgewandt hat. Gott fordert sein Volk auf, weise zu sein und an sein Ende zu denken (32,29). Nachdem Mose dem Volk das Lied vorgetragen hat, ruft er es erneut zum Gehorsam gegenüber dem Gesetz auf.


5Mo 32,47: „Denn [das Gesetz] ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen!“


Trotz aller Probleme, mit denen wir in diesem Buch konfrontiert wurden, finden wir am Ende den Segen, „mit dem Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israels vor seinem Tod gesegnet hat“. Auffallend an diesem Segen ist, dass von jedem Stamm der Kinder Israels nur positive Eigenschaften erwähnt werden. Gott wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es seinem Volk gut geht. Er will inmitten seines Volkes leben und von ihm geliebt werden. Er will Segen und Trost spenden und sein Volk vor allem Bösen bewahren. Wie traurig, dass sich das Volk immer wieder von ihm abwendet!


Wie sieht es mit uns aus? Als Christen gehören wir zum Volk Gottes im Neuen Bund. Lieben wir Gott und folgen ihm täglich nach? Oder wenden auch wir uns immer wieder von ihm ab und gehen unsere eigenen Wege?


Das letzte Kapitel des 5. Buches Mose wurde wahrscheinlich von Josua geschrieben, denn es handelt von Moses Tod. Mose darf auf den Berg Nebo steigen und von dort aus das verheißene Land sehen. Das zeigt, dass er bis zum Ende seiner Tage bei Kräften war. Dann lesen wir die Worte, die ein großes Kapitel der Menschheitsgeschichte abschließen:


5Mo 34,5–6: „Und Mose, der Knecht des HERRN, starb im Land Moab, nach dem Wort des HERRN; 6 und er begrub ihn im Tal, im Land Moab, Beth-Peor gegenüber; aber niemand kennt sein Grab bis zum heutigen Tag.“


Mose war ein bedeutender Mann. Kein anderer hat so vertrauensvoll von Angesicht zu Angesicht mit Gott gesprochen. Und kein anderer hat sich so hingebungsvoll für Gott eingesetzt. Und doch durfte er (wie seine Geschwister Aaron und Mirjam) das verheißene Land nicht betreten. So gab er seine Kraft und seinen Geist an seinen Nachfolger Josua weiter.


5Mo 34,9: „Josua aber, der Sohn Nuns, war mit dem Geist der Weisheit erfüllt, denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt; und die Kinder Israels gehorchten ihm und handelten so, wie der HERR es Mose geboten hatte.“

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr

 

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