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Bibel-Entdecker-Brief AT – 13 – 5. Mose (Deuteronomium) 1-16

Bibel-Entdecker-Brief AT – 13 – 5. Mose (Deuteronomium) 1-16

Online-Bibelkreis

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04.10.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

„Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.
Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben
von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
“

5. Mose 6,4–5

Unsere Herausforderung

>> 5. Mose (Deuteronomium) 1-16 <<

Erinnerung, Ermutigung und Abschied


Liebe Bibel-Entdecker,


das Buch 5. Mose wiederholt und bekräftigt den Bund, den Gott mit seinem Volk Israel am Sinai geschlossen hat. In drei Reden, die Mose kurz vor seinem Tod vor dem versammelten Volk hält, erinnert er es daran, was es bedeutet, Gottes Volk zu sein. Mose ruft das Bundesvolk dazu auf, Gottes Gebote zu halten und sich neu in den Dienst Gottes zu stellen. Er beschreibt den Segen eines Lebens in Gemeinschaft mit Gott und warnt vor den schrecklichen Folgen des Bundesbruchs.


Dieses Buch vermittelt uns wesentliche Merkmale einer guten Beziehung zu Gott:

  • Sie muss persönlich sein.
    > Es genügt nicht, einer christlichen Familie anzugehören.

  • Sie muss lebendig sein.
    > Es genügt nicht, Gesetze blind zu befolgen.

  • Sie muss unser ganzes Leben umfassen.
    > Es reicht nicht, sonntags in die Kirche zu gehen.


Das griechische Wort „Deuteronomium“ bedeutet „zweites Gesetz“. Damit wird der eigentliche Inhalt des Buches beschrieben. Es geht nicht um ein zweites, neues Gesetz, sondern um die Auslegung des ersten Gesetzes.


Wie das 3. Buch Mose (Levitikus) umfasst auch das 5. Buch Mose (Deuteronomium) nur einen kurzen historischen Zeitraum von etwa einem Monat. Israel hatte zum letzten Mal sein Lager aufgeschlagen, bevor es in das verheißene Land zog.


Was man vielleicht nicht erwartet hätte:

Das 5. Buch Mose ist das am häufigsten zitierte Buch des Alten Testaments. Jesus zitiert oft aus dem Alten Testament, am häufigsten jedoch aus dem 5. Buch Mose. So zum Beispiel bei der dreifachen Versuchung durch Satan in der Wüste.


Mt 4,4: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“

Mt 4,7: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!“

Mt 4,10: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!“


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

5

34

ca. 1400 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–4

Erste Rede: Die Reise zum Land

5–28

Zweite Rede: Die Reinheit im Land

29–30

Dritte Rede: Der Bund für das Land

31–34

Moses' Abschied

 

  

Die ursprünglichen Empfänger des 5. Buches Mose waren die zweite Generation des Volkes Israel, die während der 40-jährigen Wüstenwanderung geboren wurde. Diese Generation befand sich nun in der Ebene von Moab gegenüber von Jericho. Sie war bereit, in das von Gott verheißene Land Kanaan einzuziehen. Von der ersten Generation waren nur noch Mose, Josua und Kaleb am Leben. In drei Reden bereitete Mose das Volk auf den Einzug vor.




Erste Rede: Die Reise zum Land (1–4)


Die ersten vier Kapitel sind ein Rückblick. Mose erinnert das Volk an den bisherigen Weg. Am Passahfest vor 40 Jahren hat Gott das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Danach lagerte das Volk ein Jahr lang am Berg Horeb, wo Mose von Gott das Gesetz erhalten hatte. Von dort aus sollte die Reise in das verheißene Land beginnen.


Doch als die Kundschafter von Riesen und befestigten Städten berichteten, rebellierte das Volk und wollte nach Ägypten zurückkehren (1,27). Daraufhin wurde Gott zornig über das Volk und brachte Gericht über die ganze damalige Generation.


5Mo 1,35: „Keiner von den Männern dieser bösen Generation soll das gute Land sehen, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe!“


So zog das Volk 38 Jahre durch die Wüste und kam schließlich an die Grenzen Moabs (2,14). Durch Gottes Gnade besiegte das Volk die Könige Sihon und Og, ohne eigene Verluste zu erleiden. Damit hatte Israel große Gebiete östlich des Jordans erobert, die später an die Stämme Ruben, Gad und Manasse fielen (3,16). Hier, am Ostufer des Jordans, standen sie nun bereit, das verheißene Land Kanaan (das zwischen Mittelmeer und Jordan lag) zu erobern.




Zweite Rede: Die Reinheit im Land (5–28)


In Kapitel 5 beginnt Mose eine zweite Rede an das Volk Israel. Zunächst wiederholt er die Zehn Gebote, die Gott dem Volk Israel in 2. Mose 20 gegeben hat. Bevor er auf weitere Gesetze eingeht, will er zunächst etwas Grundsätzliches ansprechen:


5Mo 6,4–5: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein! 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“


Gott will keine sture Befolgung von Geboten, sondern Gemeinschaft mit seinem Volk. Er liebt sein Volk und will auch von ihm geliebt werden. Gott will keine Heuchelei, sondern echte Hingabe.


Dann kommt Mose auf das Thema „Reinheit“ zu sprechen. Die Israeliten sollen über den Jordan ziehen und sieben Völker vernichten (7,2). Mose warnt das Volk eindringlich davor, sich mit diesen Heidenvölkern zu vermischen. Um diese Völker (Hetiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter) für ihre unaussprechlichen Sünden zu bestrafen und Israel vor Verunreinigung zu schützen, bestimmt Gott, dass sie vollständig vernichtet werden müssen.


Kapitel 8 bis 11: Lehren aus der Vergangenheit


Kapitel 8: Ermahnung zur Dankbarkeit
Während der Wüstenwanderung konnte sich das Volk Israel nicht selbst helfen. Gott versorgte es und führte es durch die Wüste. Die Erinnerung an diese Erfahrung sollte das Volk davor bewahren, auf seine eigenen Erfolge stolz zu sein (8,1–20).

Kapitel 9: Erinnerung an Israels Versagen
Die Israeliten sollten den Erfolg, den sie bei den bevorstehenden Eroberungen haben würden, nicht als Zeichen der göttlichen Anerkennung ihrer Gerechtigkeit betrachten. Schließlich hatte sich Israel bei vielen Gelegenheiten als widerspenstig und ungehorsam erwiesen.

Kapitel 10: Der wahre Gottesdienst und das Wesen Gottes

5Mo 10,12–13: „Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, 13 indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst?“


5Mo 10,17–18: „Denn der HERR, euer Gott, Er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtgebietende Gott, der die Person nicht ansieht und kein Bestechungsgeschenk annimmt, 18 der der Waise und der Witwe Recht schafft und den Fremdling lieb hat, sodass er ihm Speise und Kleidung gibt.“


Kapitel 11: Segen und Fluch
Nachdem Mose das Wesen Gottes und den wahren Gottesdienst erklärt hat, stellt er das Volk vor die Wahl: Segen für Gehorsam oder Fluch für Ungehorsam.


5Mo 11,26–28: „Siehe, ich lege euch heute den Segen und den Fluch vor: 27 den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, gehorsam seid, die ich euch heute gebiete; 28 den Fluch aber, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorsam sein werdet und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, sodass ihr anderen Göttern nachfolgt, die ihr nicht kennt.“



Kapitel 12 bis 16: Der Blick auf das Land Kanaan


Ab Kapitel 12 richtet sich der Blick auf das Land Kanaan. Es geht um die Zerstörung der Götzenbilder (12,3) sowie um einen bestimmten Ort, an dem die Opfer für Gott dargebracht werden sollen (12,5–10). Gott weiß im Voraus, dass falsche Propheten auftreten werden, die das Volk zur Sünde verführen wollen. Deshalb warnt er eindringlich vor solchen Propheten und der Verführung zum Götzendienst (Kapitel 13).


In den Kapiteln 14 und 15 weist Mose auf verschiedene Bestimmungen hin: Speisevorschriften (14,3–21), das Geben des Zehnten (14,22–29), das Erlassjahr (15,1–11) sowie den Umgang mit Schuldnern und Sklaven (15,12–18).


In Kapitel 16 werden drei große Feste Israels erwähnt: das Passahfest, das Wochenfest (Pfingsten) und das Laubhüttenfest. Zu diesen Festen mussten alle Männer Israels zum zentralen Heiligtum reisen. Der Zweck war folgender:

  1. Um das Volk Gottes von den anderen Völkern zu unterscheiden.
  2. Um die Erinnerung an die Gnade Gottes wachzuhalten.
  3. Um das Volk Gottes im heiligen Gottesdienst zu vereinen.


Das Passahfest (16,1–8) sollte das Volk Gottes an das Erlösungswerk Gottes erinnern. Das Wochenfest (Pfingsten) begann mit den Erstlingen der Weizenernte und symbolisiert die Gabe des Heiligen Geistes. Das Laubhüttenfest fand am Ende der Erntesaison statt und blickte auf die Zeit voraus, in der Israel unter der Herrschaft Christi wieder im Land versammelt sein wird.


Passah, Pfingsten und Laubhüttenfest sind im Neuen Testament Bilder der Erlösung:

  • durch das Leiden am Kreuz (Passah)
  • durch das Kommen des Heiligen Geistes (Pfingsten)
  • durch den endgültigen Sieg des kommenden Königs (Laubhüttenfest)


Mit den Kapiteln ab 5. Mose 17 werden wir uns im nächsten Rundbrief beschäftigen.

– Bildersprache im 5. Buch Mose –

‍Das Alte Testament ist wie ein Bilderbuch. Das Neue Testament enthält die Lehre für uns Christen. Diese Lehre wird im Alten Testament durch Bilder dargestellt, aus denen wir lernen können. 

  • Im 2. Buch Mose haben wir gesehen, dass Ägypten ein Bild für die Welt ist. Der Mensch muss aus der Macht des Pharaos – ein Bild für die Macht der Sünde – erlöst werden.

  • Der erlöste Mensch zieht in die Wüste. Dort hat er nichts zu essen und nichts zu trinken. Für den Gläubigen soll die Welt, aus der er erlöst wurde, zur Wüste werden. 

  • Die Wüste ist jedoch nicht das Endziel des Glaubens! Gott will uns Kanaan geben. Doch Kanaan können wir nicht kampflos einnehmen. Es braucht Kraft und Kampf, um Kanaan einzunehmen. Kanaan ist also kein Bild für den Himmel, in den wir nach unserem irdischen Leben kommen, sondern für das Reich Gottes hier auf Erden, das wir im Glauben einnehmen sollen (Eph 6,10 ff.). Hier gibt es viele Könige (Mächte der Finsternis), die wir im Glauben überwinden sollen.

  • Das Buch Josua lehrt uns, wie wir diesen Kampf unter der Führung Josuas (also des Geistes Christi) aufnehmen können.

  • Das Buch der Richter lehrt uns, wie wir durch Nachlässigkeit unser Erbe wieder verlieren können. 

Das 5. Buch Mose will uns nun auf den Kampf vorbereiten, um das Land in Besitz zu nehmen und darin zu leben. Wie für Israel gilt auch für uns: Lasst uns aus Liebe zu Gott tun, was er uns sagt, damit es uns (geistlich!) gut geht. Wir müssen die alttestamentlichen Gesetze nicht wörtlich befolgen. Aber die Prinzipien sind dieselben. Wenn wir Gottes Wort immer wieder lesen und anwenden, wenn wir tun, was Gott sagt, werden wir Erfolg haben und erkennen, worauf es ankommt.

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

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Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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