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Bibel-Entdecker-Brief AT – 09 – 3. Mose (Leviticus) 1-15

Bibel-Entdecker-Brief AT – 09 – 3. Mose (Leviticus) 1-15

Online-Bibelkreis

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06.09.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

Denn ich, der HERR, bin es, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig!

3. Mose 11,45

Unsere Herausforderung

>> 3. Mose (Leviticus) 1-15 <<

Anleitung zur Heiligung


Liebe Bibel-Entdecker,


es gibt kein anderes Buch der Bibel, das mehr direkte Worte Gottes enthält als das 3. Buch Mose. Auf fast jeder Seite spricht Gott direkt, und seine Worte sind genau so aufgezeichnet, wie er sie gesprochen hat. Das sollte uns veranlassen, dieses Buch mit besonderem Interesse und großer Aufmerksamkeit zu lesen.


Das 3. Buch Mose ist die Fortsetzung des 2. Buches Mose und beschreibt die Zeit zwischen dem Bau der Stiftshütte (2Mo 40,17) und dem Aufbruch vom Sinai (4Mo 10,11). Seine Kernaussage lautet: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“ (11,45).


Auch wenn Jesus Christus das Gesetz erfüllt hat (Mt 5,17), können Christen aus dem 3. Buch Mose viel lernen. Zwar müssen wir keine Rinder, Lämmer und Tauben mehr opfern, doch das Thema „Heiligung“ bleibt aktuell und ist entscheidend, wenn wir die Gemeinschaft mit Gott suchen. Gott will, dass seine Nachfolger so leben, wie es ihm gefällt.


1Joh 2,6: Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.


Ich möchte dir noch einmal die Kurzvideos des Bibelprojekts ans Herz legen. Du findest sie jeweils am Ende des Rundbriefs. Das Bibelprojekt hat zu jedem Buch der Bibel eine schön gestaltete und gut verständliche Übersicht erstellt.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

3

27

ca. 1450 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–7

Anweisungen für den Opferdienst

8–10

Die Einsetzung des Priestertums

11–15

Vorschriften zur Heiligung des Volkes

16

Der große Versöhnungstag

17–22

Gesetze für den persönlichen Lebenswandel

23–25

Ordnung des nationalen Lebens

26–27

Segen und Fluch

 

  


Die Kapitel 1–16 beschäftigen sich mit der Frage: „Wie werde ich heilig?“ Wenn ein Mensch Gemeinschaft mit Gott haben will, ist das nur möglich, wenn seine Sünden bedeckt bzw. vergeben sind. Deshalb war es vor dem endgültigen Opfer Jesu Christi notwendig, dass die Menschen Tieropfer darbrachten. Denn „ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ (Hebr 9,22).


Die Kapitel 17–27 geben eine Antwort auf die Frage: „Wie kann ich heilig leben?“ In diesem Teil des Buches finden sich praktische Anweisungen für ein gottgefälliges Leben. So heißt es beispielsweise: „Finger weg von Ehebruch und Okkultismus!“


Die ausdrücklichen Anweisungen Gottes im 3. Buch Mose bezüglich der Opfer weisen auf das endgültige und stellvertretende Opfer Christi hin. Da die Opfer des Volkes die Sünde nur vorübergehend wegnehmen konnten, mussten sie ständig wiederholt werden. Jesus hingegen führte ein vollkommenes Leben auf Erden und brachte sich selbst als das endgültige Opfer für die gesamte Menschheit dar.




Anweisungen für den Opferdienst (1–7)


Immer wieder lesen wir in diesem Buch: „Und der Herr rief Mose …“. In den ersten fünf Kapiteln gibt Gott Mose die Anweisungen für den Opferdienst.

  • Kapitel 1: Brandopfer
  • Kapitel 2: Speisopfer
  • Kapitel 3: Friedensopfer
  • Kapitel 4: Sündopfer
  • Kapitel 5: Schuldopfer


Ziel der Opfer war es nicht, Gott zu bezahlen oder ihm Nahrung zu geben. Es ging auch nicht darum, ihm einen „lieblichen Geruch“ (1,9) zu bringen, weil Gott so gerne Rauch riecht. Vielmehr standen folgende Punkte im Vordergrund:

  • Sünd- und Schuldopfer:
    • Sünde muss bestraft werden. Die Strafe wird auf das Tier gelegt.
    • Der Sünder wird versöhnt und erhält Vergebung (3Mo 4,26).
    • Es ist ein Ansporn zu einem heiligen Leben.

  • Friedensopfer:
    • Gemeinschaft mit Gott.
    • Gemeinschaft mit den „Geschwistern“.

  • Brandopfer:
    • „Sühnung“ im Sinne der Übertragung des Wohlgefallens des Tieres auf den Opfernden (vgl. Eph 1,6–7).

  • Tägliches Brandopfer:
    • Gott will durch dieses Opfer inmitten der Kinder Israel wohnen.


Jede Sünde verdient eine Strafe. Das Gesetz sagt uns, wie wir leben sollen. Wer es bricht, wird bestraft. Welche Strafe einem Menschen auferlegt wird und ob er ein stellvertretendes Opfer darbringen darf, hängt von seiner Gesinnung ab. Deshalb wird zwischen „aus Versehen sündigen“ (4,2) und „vorsätzlich sündigen“ unterschieden.


(a) Versehentlich sündigen:
Dies ist vergleichbar mit „sündigen“ im allgemeinen Sinne, da jeder Mensch sündigt.


1Joh 1,8:Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.

 

In diesem Fall wurde, nachdem die Sünde oder Schuld erkannt und Gott bzw. den Menschen bekannt wurde, ein Sünd- oder Schuldopfer dargebracht. In den Kapiteln 4 (Sündopfer) und 5 (Schuldopfer) lesen wir deshalb insgesamt siebenmal die Aussage „und es wird ihm vergeben werden“.


(b) Vorsätzlich sündigen:
Dies ist vergleichbar mit „in Sünde leben“, also die Gebote Gottes absichtlich und andauernd zu übertreten. In diesem Fall gibt es kein Opfer für die Sünde.


Hebr 10,26:Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig.


4Mo 15,30:Wenn aber eine Seele vorsätzlich handelt (…), so lästert sie den HERRN. Eine solche Seele soll ausgerottet werden mitten aus ihrem Volk.




Die Einsetzung des Priestertums (8–10)


Die Kapitel 8–10 (zusammen mit den Versen 24,10–13) bilden eine Ausnahme im Buch Levitikus, denn nur hier finden sich geschichtliche Ereignisse. Zusammen mit den prophetischen Worten des Kapitels 26 sollten diese Abschnitte eine Mahnung an Israel sein, den Aussagen dieses Buches zu folgen.


Nachdem wir uns in den ersten sieben Kapiteln mit den Opfern befasst haben, wenden wir uns nun dem Priestertum zu. Wenn der Sünder ein Opfer benötigt, bedarf es eines Priesters, durch dessen Vermittlung der Gläubige das tun kann, was ihm aufgetragen wurde. In Christus haben wir heute beides. Er hat sich selbst als vollkommenes Opfer dargebracht, um uns mit Gott in Verbindung zu bringen. Und nun übt er den Dienst des Hohenpriesters aus, durch den diese Beziehung aufrechterhalten wird.


In 2Mo 29 haben wir die Anweisungen gelesen, die Gott Mose gab, um Aaron und seine Söhne zum Priesterdienst zu weihen. Nun ist der Augenblick gekommen, in dem diese feierliche Handlung stattfinden soll. Die ganze Gemeinde versammelt sich um das Zelt der Zusammenkunft und sieht Aaron in seinem schönen und herrlichen Gewand (8,3 ff.).


In den Kapiteln 8–10 ist oft von „Webopfern“ die Rede. Wenn ein Gegenstand hin und her bewegt wird, kann er von allen Seiten gut betrachtet werden. So dürfen auch wir den Herrn Jesus Christus mit all seinen wunderbaren Facetten vor Gott bringen.


In Kapitel 9 bringen Aaron und seine Söhne das erste Opfer dar. Am Ende des Kapitels sehen wir die Konsequenzen, wenn die Frage der Sünde geklärt ist: Der Segen Gottes kann über das Volk kommen und seine Herrlichkeit kann offenbar werden.


3Mo 9,23–24:Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte hinein. Und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk, 24 und es ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar. Als das ganze Volk dies sah, jubelten sie und fielen auf ihr Angesicht.


Im Gegensatz dazu sehen wir in Kapitel 10 die Folgen der Sünde. Denn jedes Mal, wenn Gott den Menschen in eine neue Beziehung stellt, beweist der Mensch seine Unfähigkeit, diese aufrechtzuerhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir immer wieder gelesen, dass alles so gemacht wurde, „wie der Herr es Mose geboten hatte“. Nun aber taten Nadab und Abihu etwas, „das [Gott] ihnen nicht geboten hatte“ (10,1).


3Mo 10,1:Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.


Kaum zu Priestern geweiht, brachten sie fremdes Feuer, das nicht vom Altar genommen worden war, vor den Herrn. Das harte Gericht, das sie sofort traf, zeigt uns, wie schwerwiegend es ist, wenn wir nicht nach den Anweisungen des Wortes Gottes, sondern nach unserem eigenen Willen handeln.


3Mo 10,2:Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, sodass sie starben vor dem HERRN.


Am Ende des Kapitels sehen wir jedoch, dass Gott den Unwissenden nachsichtig und gnädig ist (10,16–20). Das gilt auch für diejenigen, die sich unter seine Zucht beugen.




Vorschriften zur Heiligung des Volkes (11–15)


In den Kapiteln 11–15 spricht Gott erneut zu Mose und gibt ihm eine Reihe von Hygienevorschriften. Zunächst geht es um die Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Tieren. Für uns Christen ist nicht mehr entscheidend, was in den Mund hineingeht, sondern was herauskommt (Mk 7,15). Daher hat die Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Tieren für Christen nur noch eine geistliche Bedeutung. In Kapitel 11 werden vier Gruppen von Tieren unterschieden:

  1. Vierfüßige Tiere
    • Merkmale: Wiederkäuen und gespaltene Klauen
    • Anwendung: Die Reinheit des Gläubigen hängt davon ab, wovon er sich ernährt und wie er wandelt.
  2. Fische
    • Merkmale: Flossen und Schuppen
    • Anwendung: Ohne Flossen kann man sich nicht auf ein Ziel zubewegen und ohne Schuppen kann man sich nicht gegen Angriffe verteidigen.
  3. Vögel
    • Merkmale: Weder Fleischfresser noch Allesfresser
    • Anwendung: Wenn wir unserem Geist Nahrung geben, die aus dem Fleisch kommt, oder wenn wir wahllos alles essen, werden wir unweigerlich verunreinigt.
  4. Kriechende Tiere
    • Sie sind ein Bild für die Macht des Bösen und dürfen alle nicht gegessen werden.


Die Kapitel 13 und 14 befassen sich ausführlich mit dem Thema „Aussatz“. Man könnte sich fragen, warum dieses Thema so ausgiebig behandelt wird. Wenn wir aber bedenken, dass Gott den Dingen, die ihm wichtig sind, besonders viel Raum in seinem Wort gibt, dann sollten wir uns mit diesen Kapiteln etwas genauer beschäftigen.


Aussatz war eine schlimme, um sich fressende, ansteckende und schrecklich anzusehende Krankheit, die nicht geheilt werden konnte. Aussatz ist in der Bibel ein Bild für Sünde und Unreinheit. In den Augen Gottes hat die Sünde genau diese Eigenschaften.

 

Auch Kleidungsstücke (unser äußeres Erscheinungsbild) und Häuser (unser Lebensumfeld) konnten von Aussatz befallen sein. Wenn eine gründliche Reinigung nicht ausreichte, musste das ganze Kleidungsstück verbrannt bzw. das ganze Haus abgerissen werden.

– Häufige Fragen –

Warum hat Gott den Israeliten so viele Regeln gegeben?

 

Gott wollte ein abgesondertes und heiliges Volk schaffen (11,44–45). Das Volk Israel sollte das Wesen Gottes widerspiegeln und sich durch sein Verhalten deutlich von den Nachbarvölkern unterscheiden. Es sollte Gottes Weisungen befolgen, auch wenn es deren Sinn nicht immer verstehen und nachvollziehen konnte.


Im Rückblick erkennen wir, dass Gott mit diesen Regeln ganz bestimmte Absichten verfolgte. Eine interessante Entdeckung im Zusammenhang mit den levitischen Reinheitsgeboten ist beispielsweise, dass sie den heutigen Hygienestandards entsprechen. Im medizinischen Bereich werden genau dieselben Maßnahmen angewandt, um die Ausbreitung von Infektionen und Seuchen zu verhindern. Gottes Erwartungen an sein Volk waren in keiner Weise zu dessen Schaden oder Nachteil.


(Aus: John F. MacArthur, Basisinformationen zur Bibel, CLV-Verlag)

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

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