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Bibel-Entdecker-Brief AT – 07 – 2. Mose (Exodus) 1-18

Bibel-Entdecker-Brief AT – 07 – 2. Mose (Exodus) 1-18

Online-Bibelkreis

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23.08.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit! 14 Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!

2. Mose 14,13–14

Unsere Herausforderung

>> 2. Mose (Exodus) 1-18 <<

Der rettende Blick nach oben


Liebe Bibel-Entdecker,


in was für eine schlimme Situation hat Mose das Volk Israel geführt? Es hatte sich bei den Ägyptern verhasst gemacht und war mit Sack und Pack aus Ägypten in die Wüste gezogen. Sie vertrauten darauf, dass Mose sie in eine wunderbare Zukunft führen würde.


Doch dann durchquerten sie einen schmalen Pfad zwischen zwei Berghängen und standen am Ufer des Roten Meeres – eine Sackgasse. Wie sollte es weitergehen? Hatten sie sich verirrt und mussten umkehren? Hilfesuchend blickten die Menschen sich um, als sie plötzlich erschraken.


Auf dem schmalen Weg zwischen den Berghängen kam die gesamte Armee des Pharaos mit Streitwagen und Reitern. Und die sahen alles andere als freundlich aus. Jetzt saß das Volk in der Falle. Ihre Blicke wanderten hin und her, von der ägyptischen Armee zum Meer, zu den Bergen und schließlich zu Mose. In welch ausweglose Lage hatte er das Volk nur gebracht? „Gibt es denn keine Gräber in Ägypten, dass du uns in die Wüste geführt hast?


Doch Mose ließ sich von dieser Situation nicht einschüchtern. Er sprach zum Volk:


2Mo 14,13–14:Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit! 14 Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!


Dann lesen wir von der wunderbaren Rettung des Volkes Israel durch die mächtige Hand des Herrn. Wir dürfen in gleicher Weise auf Gott vertrauen. Er verlässt seine Kinder nicht. Wenn du also um dich schaust und keinen Ausweg aus deinen Problemen siehst, dann wage es, nach oben zu schauen und Gott in deine persönliche Situation einzubeziehen.


Morgen beginnen wir mit dem 2. Buch Mose (Exodus). Der griechische Titel „Exodus“ bedeutet „Auszug“. In diesem Buch geht es hauptsächlich um den Auszug Israels aus Ägypten. Das 2. Buch Mose ist die direkte Fortsetzung des 1. Buches Mose (Genesis).


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

2

40

ca. 1450 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–2

Der Sklavendienst Israels

3–4

Der brennende Dornbusch

5–11

Die zehn Plagen

12

Rettung durch das Passahlamm

13–14

Der Auszug Israels

15–18

Israel in der Wüste

19–40

Bundesschluss am Berg Sinai

 

  

Das Buch beginnt mit der Schilderung, wie Israel (d. h. Jakob) nach Ägypten kommt. 280 Jahre nach Josephs Tod wird Mose geboren, der von Gott den Auftrag erhält, das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu befreien. Doch der Pharao will sie nicht ziehen lassen. Die zehn Plagen bringen ihn schließlich zum Umdenken. Durch ein Wunder verhilft Gott dem Volk Israel zu einer dramatischen Flucht durch das Schilfmeer. 430 Jahre lang lebte Israel in Ägypten (2Mo 12,40). In dieser Zeit wuchs die kleine Flüchtlingsfamilie von anfangs 70 Personen zu einem großen Volk von 600.000 Männern (ohne Frauen und Kinder) heran.



Geistliche Deutung


Die Befreiung aus Ägypten ist ein großes Vorbild für das, was mit dem Gläubigen geschieht. Denn auch der Gläubige wird durch das Blut des Lammes aus der Knechtschaft der Sünde befreit. In 2Mo 7,16 wird das Ziel dieser Erlösung bzw. Befreiung genannt: Gott anzubeten. Es wird auch von den Argumenten berichtet, die der Pharao bzw. Satan benutzt, um uns von diesem Ziel abzuhalten. Schließlich beschreibt das Buch unseren Auszug aus dem Machtbereich des Pharaos bzw. Satans. Durch das Wasser des Schilfmeeres (die Taufe) erreichen wir die Wüste (vgl. 1Kor 10,1–4). Die Welt um uns herum soll für den Gläubigen eine Wüste sein, in der er nichts Anziehendes findet. Frage: Ist das so? In vielen Bildern lesen wir, wie die Gläubigen vom Heiligen Geist durch diese Wüste (dieses Leben) geführt werden (2Mo 13,21). In der Wüste finden wir geistliche Speise und geistlichen Trank (Manna in 2Mo 16,31; Wasser in 2Mo 17,6).




Der Sklavendienst Israels (1–2)


Im ersten Kapitel wird berichtet, dass sich die Familie Israels stark vermehrt hat und zu einem großen Volk geworden ist. Viele Jahre nach Josephs Tod kam ein Pharao an die Macht, der nichts mehr von Josephs rettendem Wirken während der Hungersnot wusste. Er sieht im Volk Israel eine Gefahr – und eine Chance.


2Mo 1,9–10:Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. 10 Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden. (…)


Um die Vermehrung der Israeliten einzudämmen, zwang er das Volk in die Sklaverei. Diese Maßnahme erwies sich jedoch als wirkungslos. Deshalb befahl der Pharao zusätzlich, alle neugeborenen Jungen zu töten.


In dieser Zeit erblickt Mose das Licht der Welt. Aus der Not heraus und um ihn vor den ägyptischen Soldaten zu schützen, legte seine Mutter ihn in ein Kästchen und stellte dieses ins Schilf am Ufer des Nils. Durch Gottes Gnade kam die Tochter des Pharaos zum Baden hinab und entdeckte das Kind. Sie nahm es mit zu sich und zog es am Hof des Pharaos auf. Dort blieb Mose bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr und erhielt eine hervorragende Ausbildung.


Doch Mose stand immer noch auf der Seite der Israeliten. Als er sich in einen Streit zwischen einem Ägypter und einem Israeliten einmischte, erschlug er den Ägypter (2Mo 2,12). Mose musste fliehen und kam nach Midian, wo er beim Priester Jethro unterkam und später dessen Tochter Zippora heiratete. Die beiden letzten Verse von Kapitel 2 bilden den Auftakt zum Hauptteil des Buches.


2Mo 2,24–25:Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 25 Und Gott sah auf die Kinder Israels, und Gott nahm sich ihrer an.




Der brennende Dornbusch (3–4)


Im Alter von 80 Jahren hatte Mose eine Erscheinung:


2Mo 3,2:Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt.


Der Begriff „Engel des Herrn“ wird im Alten Testament für die Person Jesu Christi verwendet. Zunächst stellte sich Gott Mose als der Gott Abrahams vor, dann weihte er ihn in seinen Plan ein und schließlich gab er ihm einen Auftrag.


2Mo 3,6:Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!


2Mo 3,8a:Ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließt.


 2Mo 3,10:So geh nun hin! Denn ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst!


Das vierte Kapitel handelt von Moses' Widerstand gegen diesen Auftrag, da er „nicht reden kann“ (4,10). Doch Gott lässt diese Ausrede nicht gelten. Er gibt Mose drei Wunder an die Hand, mit denen er seine Autorität vor dem Pharao bekräftigen kann: Schlange, Aussatz und Blut. Außerdem stellt er ihm seinen Bruder Aaron zur Seite, der ein guter Redner ist (4,14). Gemeinsam schickt Gott die beiden zum Pharao. Als sie den Israeliten von Gottes Vorhaben berichten, sind diese zunächst hocherfreut und beten Gott an (4,31).




Die zehn Plagen (5–11)


Mose und Aaron kommen zum Pharao und sagen:


2Mo 5,1:So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste ein Fest hält!


Doch der Pharao verweigert Mose diesen Wunsch. Einerseits fürchtet er die Israeliten wegen ihrer großen Zahl, andererseits will er nicht auf die billigen Arbeitskräfte verzichten. Noch am selben Tag befiehlt der Pharao, die Arbeit des Volkes Israel weiter zu erhöhen. Im sechsten Kapitel lesen wir jedoch, dass Gott Mose ermutigt, seinen Plan weiterzuverfolgen.


2Mo 6,1:Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun will! Denn durch eine starke Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand gezwungen wird er sie aus seinem Land treiben.


Gott verheißt Mose, sich durch Zeichen und Wunder an den Ägyptern zu verherrlichen (7,3). Von nun an widerspricht Mose dem Herrn nicht mehr. Mose und sein Bruder „handelten genau so, wie ihnen der Herr geboten hatte“ (7,6).


So gehen die Brüder wieder zum Pharao und zeigen ihm eines der drei Wunder, die Gott Mose gegeben hat: Der Stab des Mose verwandelt sich in eine Schlange. Da aber die ägyptischen Zauberer mit ihren Zauberkünsten dasselbe tun, verhärtet der Pharao sein Herz. In den folgenden Kapiteln treten Mose und Aaron insgesamt zehnmal vor den Pharao und fordern ihn auf, das Volk Israel ziehen zu lassen. Diesen Forderungen folgt jeweils eine Plage Gottes über das Land Ägypten. Während der Pharao bei den ersten fünf Plagen sein Herz jeweils selbst verhärtet, geschieht dies bei den letzten fünf Plagen durch Gott. An diesem Punkt hat der Pharao den „Point of no Return“ überschritten, es gibt für ihn kein Zurück mehr. So kann es auch uns ergehen, wenn wir das Evangelium Gottes immer wieder ablehnen.


Insgesamt schlägt Gott die Ägypter mit den folgenden zehn Plagen:

  1. Wasser wird zu Blut (7,14)
  2. Frösche (7,26)
  3. Stechmücken (8,12)
  4. Hundsfliegen (8,16)
  5. Viehseuche (9,1)
  6. Geschwüre (9,8)
  7. Hagel (9,13)
  8. Heuschrecken (10,1)
  9. Finsternis (10,21)
  10. Tod der Erstgeburt (12,29)


Bereits nach der dritten Plage warnen die Zauberer den Pharao: „Das ist der Finger Gottes“ (8,15). Dennoch verhärtet der Pharao immer wieder „sein Herz und ließ das Volk nicht ziehen“ (8,28). Es fällt auf, dass Gott einen Unterschied zwischen den Israeliten und den Ägyptern macht.


2Mo 10,22–23:Und es kam eine dichte Finsternis im ganzen Land Ägypten, drei Tage lang, 23 sodass während drei Tagen niemand den anderen sehen konnte, noch jemand von seinem Platz aufstehen konnte. Aber alle Kinder Israels hatten Licht in ihren Wohnungen.


 

 

Rettung durch das Passahlamm (12)


In diesem Kapitel wird die zehnte und letzte Plage beschrieben, durch die dem Volk Israel der Weg zur Rettung geöffnet wird.


2Mo 11,4–5+7:So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten gehen, 5 und alle Erstgeburt im Land Ägypten soll sterben – von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Handmühle sitzt; auch alle Erstgeburt unter dem Vieh.
7 Aber bei allen Kindern Israels soll kein Hund die Zunge regen, weder gegen Menschen noch gegen das Vieh, damit ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.


Die Israeliten sollen ein Lamm schlachten und das Blut des Lammes an die Türpfosten ihres Hauses streichen (12,7). Das Lamm stirbt stellvertretend, damit niemand im Haus sterben muss. Dies ist ein wunderbares Bild für Jesus Christus, der stellvertretend in den Tod gegangen ist, damit alle, die an ihn glauben, nicht mehr sterben müssen.


Und so bereitet sich das Volk Israel auf den Aufbruch vor. Am Abend schlachten sie das Passahlamm und bestreichen die Türpfosten mit dessen Blut. Um Mitternacht zieht der Gerichtsengel durch ganz Ägypten. Überall, wo er das Blut sieht, geht er vorüber („Passah“ = „vorübergehen“). In ganz Ägypten aber stirbt jeder erstgeborene Sohn.


2Mo 12,29:Und es geschah um Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten, von dem erstgeborenen Sohn des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum erstgeborenen Sohn des Gefangenen, der im Gefängnis war, auch alle Erstgeburt des Viehs.


Nun hatten die Ägypter Angst um ihr Leben. Sie drängten die Israeliten, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Damit erfüllte sich die Aussage Gottes in 2Mo 6,1 (s. o.).


 

 

Der Auszug Israels (13–14)


430 Jahre nachdem Jakob mit seiner Familie aus Kanaan nach Ägypten gezogen war, verließ das Volk Israel das Land wieder. Inzwischen war aus Jakobs Familie ein Volk von etwa zwei Millionen Menschen geworden. Sie ziehen nun wieder in Richtung des Landes, das Gott seinem Volk verheißen hat. Doch wie bereits in der Einleitung angedeutet, ändert der Pharao erneut seine Meinung und schickt sein ganzes Heer hinter den Israeliten her (14,9). So kommt zu den zehn Plagen eine elfte hinzu: die Vernichtung des gesamten ägyptischen Heeres. Israel hingegen kann durch ein Wunder Gottes trockenen Fußes durch das Rote Meer ziehen.


2Mo 14,21:Als nun Mose seine Hand über das Meer ausstreckte, da trieb der HERR das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind hinweg; und er machte das Meer zu trockenem Land, und die Wasser teilten sich.


Nach diesen Ereignissen lesen wir die wunderbaren Worte des Volkes Israel:


2Mo 14,31:Da sah Israel die mächtige Hand, mit welcher der HERR an den Ägyptern gehandelt hatte; und das Volk fürchtete den HERRN, und sie glaubten an den HERRN und an seinen Knecht Mose.




Israel in der Wüste (15–18)


Doch die Freude währt nicht lange. In den Kapiteln 16 und 17 lesen wir nämlich gleich zweimal, dass das Volk Gottes murrte. Schlimmer noch: Sie sehnten sich zurück nach den „Fleischtöpfen Ägyptens“ (16,3). Wie schnell ließen sie sich von der Nachfolge Gottes abbringen! Gott nimmt sich seines Volkes an und versorgt es mit Manna, einem „Himmelsbrot“, das die Menschen bis dahin nicht kannten.


In Kapitel 17 lesen wir vom zweiten Murren, weil dem Volk das Wasser ausgeht. Auch hier tut Gott ein Wunder:


2Mo 17,6:Siehe, ich will dort vor dir auf dem Felsen am Horeb stehen; und du sollst den Felsen schlagen, und es wird Wasser herauslaufen, damit das Volk zu trinken hat.


Als Christen sind wir wie das Volk Israel in der Wüste unterwegs auf dem Weg ins verheißene Land. Ich wünsche dir, dass du bei Anfechtungen nicht gleich zu deinem alten Leben zurückläufst, sondern in der Nachfolge standhaft bleibst und Gott rechtzeitig sagst, wenn dir etwas fehlt.

 – Kurzvideo –

 
 
 

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

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Meeting-ID: 862 0129 5507

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