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Bibel-Entdecker-Brief AT – 01 –1. Mose (Genesis) 1-11

Bibel-Entdecker-Brief AT – 01 –1. Mose (Genesis) 1-11

Online-Bibelkreis

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12.07.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas-Evangelium

 

 

Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde.

1Mo 1,27–28a

Unsere Herausforderung

>> 1. Mose (Genesis) 1-11 <<

Das Buch der Anfänge


Liebe Bibel-Entdecker,


morgen beginnt unsere gemeinsame Entdeckungsreise durch das Alte Testament. Es umfasst 39 Bücher, 929 Kapitel und 23.186 Verse. Wir haben uns viel vorgenommen. Aber ich bin sicher, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen können.


Wir beginnen mit dem Buch der Anfänge, der Genesis bzw. 1. Mose. Ohne dieses Buch macht der Rest der Bibel wenig Sinn. In 1. Mose erfahren wir von der Erschaffung des Himmels und der Erde. Wir erfahren auch, wie die Sünde in die Welt kam.


Wenn du also das nächste Mal vor der Frage stehst: Wie kann Gott Kriege, Krankheit, Armut und Leid zulassen?“, kannst du auf 1Mo 3 verweisen. Wir leben nicht mehr im Paradies, wie Gott es ursprünglich geplant hatte, sondern in einer gefallenen Schöpfung.


Das Buch 1. Mose besteht aus zwei Hauptteilen:


(1) Die Urzeit: Kapitel 1–11

Von der Schöpfung bis Abraham

Hier wird berichtet, wie mächtig und schön Gott Himmel, Erde und alle Lebewesen geschaffen hat. Leider war schon das erste Menschenpaar ungehorsam. Es hörte nicht auf Gott, sondern auf die Schlange. Durch dieses Fehlverhalten kam die Sünde in die Welt, und die Menschen mussten das Paradies verlassen.

 

(2) Die Zeit der Patriarchen: Kapitel 12–50

Von Abraham bis Joseph

In diesen Kapiteln erfahren wir, dass sich eine Lösung für das Problem der Sünde anbahnt. Gott beruft Abraham. Abraham wird zum Segen für alle Völker. Über Abraham, Isaak und Jakob entsteht das Volk Israel.


In diesem ersten Rundbrief konzentriere ich mich auf den ersten dieser beiden Hauptteile, die Urzeit.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

AT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

1

50

ca. 1400 v. Chr.

Mose

  

Kapitel

Inhalt

1–2

Die Erschaffung der Welt

3–5

Der Sündenfall

6–9

Die Sintflut

10–11

Der Turmbau zu Babel

12–14

Abraham und Lot

15–17

Gottes Bund mit Abraham

18–20

Gericht über Sodom

21–25

Abraham und Isaak

25–27

Isaak und Rebekka

27–36

Jakob, Lea und Rahel

37–50

Joseph und seine Brüder

  


Wie passt die Bibel zu aktuellen wissenschaftlichen Theorien?


Wissenschaftliche Theorien sind Veränderungen und Korrekturen unterworfen. Die Bibel hingegen ist die geoffenbarte und unveränderliche Wahrheit Gottes.


Während die Bibel nicht mit der Absicht geschrieben wurde, wissenschaftliche Theorien zu untergraben, wurden einige dieser Theorien gerade mit dem Ziel entwickelt, das Wort Gottes infrage zu stellen oder seine Aussagen anzugreifen. Entweder stimmen diese Theorien mit der Bibel überein – oder sie sind schlichtweg falsch.


Die Beschreibung Gott schuf die Himmel und die Erde“ in 1Mo 1,1 führt zu drei grundlegenden Schlussfolgerungen:


  1. Die Schöpfung geschah vor Tausenden, nicht vor Millionen von Jahren.

  2. Die Schöpfung geschah ex nihilo, d.h. Gott schuf alles aus dem Nichts.

  3. Die Schöpfung war etwas Besonderes, Bewusstes und Gewolltes.


Ist 1. Mose ein historisches Buch? Diese Frage beantwortet Jesus Christus selbst. Für ihn waren die in 1. Mose genannten Personen und Ereignisse historische Tatsachen:

  • Mt 19,4: Die Erschaffung des Menschen
  • Mt 23,35: Der Mensch Abel
  • Mt 24,36 ff.: Die Sintflut
  • Mt 24,37: Der Mensch Noah


(Aus: John F. MacArthur, Basisinformationen zur Bibel, CLV-Verlag)

 

 


Die Erschaffung der Welt (1–2)


Die Bibel beginnt nicht mit dem Versuch, die Existenz Gottes zu beweisen, sondern stellt fest, dass unsere Existenz von Gott abhängt. Durch einen Willensakt und ein göttliches Wort hat er die ganze Schöpfung ins Dasein gerufen. Er formte unseren Planeten, füllte ihn mit Leben und hauchte schließlich einem Klumpen Erde seinen Lebensodem ein, wodurch dieser zu Adam wurde.


Dieser Schöpfungsakt wird in den ersten beiden Kapiteln der Bibel aus zwei sich ergänzenden Perspektiven geschildert. Insgesamt dauert es sechs Tage, bis Himmel, Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen erschaffen sind. Den siebten Tag erklärte Gott zum Ruhetag. Damit hat Gott uns ein Vorbild gegeben. Auch für den Menschen ist es gut und gesund, sechs Tage zu arbeiten und am siebten Tag zu ruhen.


Gott beendete sein Schöpfungswerk mit folgenden Worten:


1Mo 1,31: Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.




Der Sündenfall (3–5)


Die anfängliche Harmonie im Paradies endete in einer tragischen Trennung. Warum? Weil der Mensch sündigte. Gott hatte Adam ein einziges Gebot gegeben, um sein Herz zu prüfen:


1Mo 2,16–17: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!


Der Vater der Sünde“ ist der Teufel, ein von Gott abgefallener Engel. Im Paradies bediente er sich der Schlange, um den Menschen die Sünde schmackhaft zu machen. Das erste Menschenpaar gab der Versuchung des Teufels nach und aß von der verbotenen Frucht. Damit lehnten sie sich bewusst gegen Gottes Gebot auf. Durch diese Rebellion kam die Sünde in die Welt und trennte die Menschen von Gott. In diesem Zusammenhang wird das erste Tieropfer erwähnt, das dargebracht wurde, um die Sünde zu bedecken.


1Mo 3,21: Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.


Die Rebellion des Menschen gegen Gottes Gebote trennt auch uns von Gott. Denn Gott ist heilig und rein; er kann keine Gemeinschaft mit der Sünde dulden. Doch schon damals hatte Gott den Plan gefasst, seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde zu schicken, um das Problem der Sünde zu lösen. Das Kommen Jesu als Mensch war bereits vor Anbeginn der Zeit geplant. Den Fluch des Sündenfalls milderte Gott durch eine Verheißung an Eva:


1Mo 3,15: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.


Eines Tages würde ein Nachkomme Evas aufstehen und der Schlange (dem Teufel) den Kopf zertreten. Diese Verheißung erfüllte sich rund 4.000 Jahre später in Jesus Christus.


Doch die Sünde war nun auf der Erde und führte zum ersten Mord.


1Mo 4,8b: Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.




Die Sintflut (6–9)


Als die Bosheit der ersten Menschen immer weiter zunahm, fasste Gott einen Entschluss:


1Mo 6,7: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe!


Der einzige gerechte Mensch auf Erden war Noah mit seinen Söhnen Sem, Ham und Japhet. Noah erhielt den Auftrag, eine Arche zu bauen. In dieser sollte er von jeder Tierart ein Paar mitnehmen. Dann ging er mit seinen drei Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche. Beim anschließenden Gericht durch Wasser tötete Gott alle Menschen und Tiere auf der Erde.


Ein Jahr und zehn Tage nach dem Einsetzen der Regenfälle verließen Noah, seine Familie und alle Tiere die Arche auf dem Gebirge Ararat. Gott wollte mit ihnen einen Neuanfang machen. Dazu schloss er mit Noah einen Bund und setzte den Regenbogen als Zeichen dieses Bundes ein.


Gott erteilt Noah den gleichen Auftrag, den er schon dem ersten Menschenpaar in 1Mo 1 erteilt hat:


1Mo 9,1b: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde!




Der Turmbau zu Babel (10–11)


Doch die Menschen lehnten sich abermals gegen den Willen Gottes auf und sprachen:


1Mo 11,4: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!


Bis dahin hatten die Menschen nur eine Sprache gesprochen. Das sollte sich nun ändern. Denn nach dem Gericht mit Wasser folgte nun das Gericht der Sprachverwirrung. Erst dieses Gericht führte dazu, dass sich die Menschen dem Willen Gottes beugten und die ganze Erde bevölkerten.

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 


Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.


Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

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