Sie sind nicht verbunden. Der Newsletter enthält möglicherweise Benutzerinformationen, sodass diese möglicherweise nicht korrekt angezeigt werden.

Bibel-Entdecker-Brief NT – 16 – Römer-Brief

Bibel-Entdecker-Brief NT – 16 – Römer-Brief
logo_acymailing_step_email.png

Online-Bibelkreis

 Link

05.04.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 6

 

 

Der Lohn der Sünde ist der Tod;
aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus,
unserem Herrn.

Röm 6,23

Unsere Herausforderung

>> Der Römer-Brief <<

Schlüsseldokument christlicher Lehre


Liebe Bibel-Entdecker,


in der Apostelgeschichte wird berichtet, wie Paulus in der heutigen Türkei und in Griechenland Gemeinden gründete. Dabei hatte er immer das Fernziel vor Augen, nach Rom und sogar über Rom hinaus bis nach Spanien zu reisen (Röm 15,24).


Dieser Plan erfüllte sich jedoch nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hatte. Am Ende seiner dritten Missionsreise wurde er in Jerusalem festgenommen. Nach einiger Zeit im Gefängnis verlangte er als römischer Bürger, dass sein Fall vor dem kaiserlichen Gericht in Rom verhandelt werde. Daraufhin wurde er als Gefangener nach Rom gebracht. Dort genoss er eine Zeit lang viele Freiheiten, bevor er schließlich hingerichtet wurde.


Der Römerbrief ist eines der wichtigsten Bücher der Bibel und ein „Schlüsseldokument“ der christlichen Lehre. In ihm werden die Grundlagen des Glaubens ausführlich behandelt. Deshalb ist er auch der längste Brief des Neuen Testaments.


Er entstand am Ende der dritten Missionsreise des Paulus in Korinth. Paulus schreibt ausgewogen über Lehre und Praxis. Er schreibt unter anderem über:


  • die Sündhaftigkeit des Menschen (Röm 3,12),
  • die rettende Kraft des Evangeliums von Jesus Christus (Röm 6,1–14),
  • die Rechtfertigung allein aus Glauben (Röm 3,21–24),
  • die Befreiung von der Macht der Sünde (Röm 8),
  • das Volk Israel, das ebenfalls Jesus Christus als Retter braucht (Röm 9–11),
  • das neue Leben in Jesus Christus (Röm 12–15).


In der Reformationszeit gab vor allem der Römerbrief der Kirche neue Impulse. Man erkannte, dass man sich die Errettung nicht durch Taten verdienen kann. Gott hat alles getan, um schuldige Sünder für unschuldig zu erklären (d.h. zu rechtfertigen).


Abschließend möchte ich zwei wesentliche Begriffe kurz erläutern:


Sünde:

Sie bezeichnet den Zustand der Entfremdung des Menschen von Gott. Ursprünglich lebte der Mensch in Gemeinschaft mit Gott. Durch die Sünde wurde diese Gemeinschaft zerstört.

 

Erlösung:

In neutestamentlicher Zeit war dieses Wort vor allem im Zusammenhang mit Sklaven und Kriegsgefangenen bekannt. Durch Zahlung eines Lösegelds konnten sie „erlöst“, also freigekauft werden. Jesus Christus hat uns durch die Zahlung seines Lebens als Lösegeld von der Macht der Sünde, des Todes und des Teufels losgekauft.


Röm 5,8:Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

6

16

56 n. Chr.

Paulus

  

Kapitel

Inhalt

1–8

(1) LehreGerechtigkeit aus Glauben

9–11

(2) Historie: Die Stellung Israels

12–15

(3) Praxis: Praktische Auswirkungen

16

Abschluss



Der „Römerweg“


Der „Römerweg“ besteht aus fünf Versen aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer und veranschaulicht das Evangelium auf eindrückliche Weise.

 

(1) Gottes Urteil über den Menschen

Röm 3,10:Da ist kein Gerechter, auch nicht einer.


(2) Die Stellung des Menschen

Röm 3,23:Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.


(3) Gottes Liebe zu den Menschen

Röm 5,8:Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.


(4) Gottes Gnade durch Jesus Christus

Röm 6,23:Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesu, unserem Herrn.


(5) Der Auftrag: Glaube an den Herrn Jesus!

Röm 10,9:Wenn du mit deinem Munde Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet.



Ein kurzer, aber empfehlenswerter Beitrag zu diesen Versen findet sich hier:

https://www.kostenlosebibel.de/index.php/download/der-roemerweg-5-schritte-zum-ewigen-leben




(1) Lehre: Gerechtigkeit aus Glauben (1–8)


Nach einer kurzen Einleitung behandelt Paulus in Kapitel 1 das Problem der Sünde. Zunächst wendet er sich an die Überheblichen (1,22–32). In Kapitel 2 wendet er sich an die Moralisten (2,1–16) sowie an die Juden (2,17–29). In Kapitel 3 stellt Paulus die Gerechtigkeit Gottes und die Sündhaftigkeit der Menschen heraus.


Röm 3,12: „Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!


Dann zeigt er eine Lösung des Sündenproblems auf (Röm 3,21 ff.): Der Mensch wird durch den Glauben gerechtfertigt, nicht durch Werke des Gesetzes. Dieser Gedanke der Rechtfertigung aus Glauben wird in Kapitel 4 weiter ausgeführt und am Beispiel Abrahams erläutert. In Kapitel 5 werden Adam und Jesus einander gegenübergestellt.


Röm 5,19:Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.


In Kapitel 6 beginnt Paulus mit dem Bild der Taufe. Alle, die auf Jesus Christus getauft sind, sind in seinen Tod getauft. Durch die Taufe sind wir also mit Jesus Christus begraben worden und durch seine Auferstehung dürfen wir in einem neuen Leben wandeln.


Röm 6,11: „Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!


Wie wir einst der Sünde gedient haben, so sind wir nun berufen, Gott in Gerechtigkeit zu dienen. Die Kapitel 7 und 8 vertiefen das Thema der Sünde. Obwohl wir der Sünde gestorben sind, scheint sie in unserem Leben noch viel zu oft lebendig zu sein. Wie gut, dass Paulus uns trotz aller Schwierigkeiten versichert:


Röm 8,1: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.




(2) Historie: Die Stellung Israels (9–11)


In den Kapiteln 9 bis 11 geht es um die Stellung Israels. Ursprünglich war das Gesetz nur für Israel bestimmt und nicht für die Heiden. Die Stammväter Abraham, Isaak und Jakob waren von Gott erwählt, während die anderen Völker getrennt von Gott lebten. Die frohe Botschaft von Jesus Christus gilt jedoch allen Menschen. Ein großer Teil der Juden lehnte den Messias ab. Sie wurden deshalb aus dem Ölbaum (Segensbereich Gottes) „ausgebrochen“ (Röm 11,17). An ihrer Stelle wurden wilde Ölzweige (Nichtjuden bzw. Heiden) „eingepfropft“.


Röm 11,25: „Denn ich will nicht, meine Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt bleibt, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Israel ist zum Teil Verstockung widerfahren, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist.


Gott hat sein Volk nicht verstoßen. Weil es jedoch den Messias verworfen hat, hat es seine Vorrangstellung vor allen Völkern verloren. Von jetzt an sind Juden und Heiden in Bezug auf das Heil gleichgestellt. Die Erlösung geschieht für Juden und Heiden allein durch den Glauben an das stellvertretende Opfer Jesu Christi für unsere Sünden. Es gibt keinen anderen Weg zu Gott.


 


(3) Praxis: Praktische Auswirkungen (12–15)


Ab Kapitel 12 beginnt der praktische Teil des Briefes. Welche Auswirkungen haben die im ersten Teil des Briefes genannten Tatsachen auf das christliche Leben? Zunächst sollen wir unser Leben „als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darbringen“ (Röm 12,1). In den Versen 9–21 zählt Paulus eine ganze Reihe von Wirkungen auf, die der Heilige Geist in unserem Leben entfalten soll. In Kapitel 13 weist Paulus die Christen an, sich den staatlichen Regierungen unterzuordnen – sofern die Gesetze nicht gegen das Wort Gottes verstoßen.


All diese „guten Werke“ tut der Christ nicht, um gerettet zu werden, sondern weil er gerettet ist. Es geht um eine gute Vater-Sohn- bzw. Vater-Tochter-Beziehung, in der wir dem Willen unseres geistlichen Vaters gerne gehorchen. Diese Beziehung ist von Liebe und nicht von Gehorsam geprägt. Paulus schreibt sogar:


Röm 13,10: „(…) So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.


In Kapitel 14 geht es um zwischenmenschliche Beziehungen. Ein Christ soll „den Schwachen im Glauben annehmen, ohne über Gewissensfragen zu streiten“ (Röm 14,1). Wir sollen einander nicht richten oder verachten, denn wir werden alle vor dem „Richterstuhl des Christus“ stehen. Dort muss jeder für sein Leben vor Gott Rechenschaft ablegen.


Die beiden letzten Kapitel handeln von den Reiseplänen des Paulus sowie von Grüßen und Segenswünschen. Paulus schließt den Brief mit einem Lobpreis Gottes.


Röm 16,25–27: „Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, 26 das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bei allen Heiden bekannt gemacht worden ist zum Glaubensgehorsam 27 — ihm, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit! Amen.


 – Kurzvideo –

 

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

Vom Newsletter abmelden: Abmelden