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Bibel-Entdecker-Brief NT – 14 – 2. Korinther-Brief

Bibel-Entdecker-Brief NT – 14 – 2. Korinther-Brief
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Online-Bibelkreis

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22.03.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 5,17 ff

 

 

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung;

das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!

2Kor 5,17

Unsere Herausforderung

>> 2. Korinther-Brief <<

Das Leben als Christ


Liebe Bibel-Entdecker,


für mich persönlich ist der zweite Brief des Apostels Paulus an die Korinther einer der schwierigsten Briefe im Neuen Testament. Während der erste Brief klar, vielfältig und tiefgründig ist, wirkt der zweite Brief auf den ersten Blick wie aufgewärmt – gerade so, als wäre er der zweite Teil eines guten Films.


Wenn wir uns jedoch darauf einlassen, finden wir eine ganze Reihe hochaktueller Themen, die wie Edelsteine funkeln. Je öfter man einen Edelstein reibt, desto mehr glänzt er. So ist es auch mit dem Wort Gottes. Egal, welche Vorurteile wir gegenüber der Bibel oder einem Teil von ihr haben: Wenn wir uns damit beschäftigen, entdecken wir die Größe Gottes darin. Denn Gott ist der wahre Autor dieser Texte.

 

Die Bibel wurde über einen Zeitraum von 1400 Jahren von etwa 40 Autoren verfasst. Trotzdem bilden alle Bücher eine wunderbare Einheit. Wer sich intensiv mit ihr befasst, wird erkennen, dass der eigentliche Autor Gott selbst ist. Durch den Heiligen Geist hat er Menschen dazu bewegt, dieses Wort zu Papier bzw. Papyrus zu bringen.

 

Im ersten Brief an die Korinther geht es um die Gemeinde. Im zweiten Brief geht es um den christlichen Dienst. Paulus spricht über das Glaubensleben, über Treue, Heiligung und Finanzen. Dabei gibt er uns einen tiefen Einblick in sein persönliches Leben als „unzeitiger“ Apostel. Er erzählt von seinen Leiden und davon, wie Gott ihm erschien und ihn für kurze Zeit in den dritten Himmel entrückte.


Beginnen wir also unseren „Deep Dive“ in den zweiten Korinther-Brief.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

8

13

55–56 n. Chr.

Paulus

  

Kapitel

Inhalt

1–2

Gott tröstet in Bedrängnis

3–5

Die Herrlichkeit des Neuen Bundes

6–7

Erlösung / Christliches Leben

8–9

Geldsammlung

10–11

Gemeindezucht / Paulus´ Autorität

12–13

Paulus kommt vorbei



Glaubens-TÜV


2Kor 13,5: „Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!


Wie steht es um deinen Glauben an Jesus Christus und deinen Alltag als Christ? Gibt es (wie beim Auto-TÜV) kleine oder vielleicht auch größere Mängel? Reflektiere deinen Glauben anhand der folgenden Liste und notiere dir, wo du aktuell Veränderung brauchst. Fallen dir noch weitere Aspekte ein, schreibe auch diese auf und besprich deine derzeitige Situation mit Jesus.


  • Eine aktive Beziehung zu Jesus pflegen durch Gebet.
  • Regelmäßig in der Bibel lesen und daran glauben.
  • Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen besuchen.
  • Menschen von Jesus erzählen.
  • Lebenspläne und Entscheidungen mit Jesus besprechen.
  • So leben wollen, wie Gott es will.
  • Vor Gott Buße tun und Fehler in Ordnung bringen.
  • Die Zeit sinnvoll nutzen.
  • Mitmenschen helfen, lieben und vergeben.
  • Zweifel, Ängste und Sorgen Jesus anvertrauen.
  • Mit der Wiederkunft Jesu rechnen und auf sie warten.



(Aus: „Die Bibel – Kompass für dein Leben“, Bibel-Center Breckerfeld)



 

Gott tröstet in Bedrängnis (1–2)


Wie so oft beginnt Paulus seinen zweiten Brief an die Korinther mit einem Gruß und einem Segenswort. In Kapitel 1 berichtet er von den Bedrängnissen, in denen er und seine Mitarbeiter sich befinden. Paulus leidet jedoch nicht, weil er sich etwas hat zuschulden kommen lassen, sondern er erträgt die „Leiden des Christus“ (1,5), also den Gegenwind von Juden und Heiden gegen das Evangelium. Er dankt dem „Gott allen Trostes“ (1,3), der ihn auch in den schwierigsten Situationen reichlich tröstet.


In Kapitel 2 erklärt Paulus, warum er nicht wie geplant nach Korinth gereist ist. Er wollte den Gläubigen die unweigerlich auf seine Ermahnung folgende Trauer ersparen. Deshalb entschloss er sich, einen Brief zu schreiben. Die genauen Gründe für diese Ermahnungen nennt Paulus in den Versen 5–11. Dabei bezieht er sich in Vers 5 möglicherweise auf den Mann, der im 1. Korinther-Brief (Kapitel 5) eine schwere Sünde begangen hat. Offenbar haben die Gläubigen in Korinth diesen Mann aus der Gemeinde ausgeschlossen. Nun, da er Buße getan hat, sollen die Korinther ihn wieder aufnehmen und stärken.


Besonders schön sind die Verse 14–16, die unseren schwachen christlichen Dienst aus Gottes Perspektive beschreiben.


2Kor 2,15: „Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verlorengehen.




Die Herrlichkeit des Neuen Bundes (3–5)


In Kapitel 3 vergleicht Paulus die Herrlichkeit des Neuen Bundes mit der des Alten Bundes. Schon der Alte Bund hatte eine Herrlichkeit, weshalb Mose sein Gesicht verhüllen musste (3,13; vgl. 2Mo 34,29 ff), damit sich das Volk nicht fürchtete. Wie viel größer ist die Herrlichkeit des Neuen Bundes in Jesus Christus!


2Kor 3,18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.


Und weil das so ist, lässt sich Paulus trotz aller Bedrängnisse nicht entmutigen (Kapitel 4).


2Kor 4,16: „Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.


Wie kann Paulus so denken? Indem er nicht auf dieses Leben, sondern auf die Ewigkeit schaut. Verglichen mit der ewigen Herrlichkeit ist jede zeitliche Bedrängnis „leicht“ (4,17).


So wie Paulus in Kapitel 3 den Alten und den Neuen Bund verglichen hat, so vergleicht er in Kapitel 5 den alten und den neuen Menschen. Wer sich zu Jesus Christus bekehrt, wird geistlich zu einer neuen Schöpfung (5,17). Ohne Jesus bin ich „durch Sünden und Übertretungen“ geistlich tot (vgl. Eph 2,1). Wenn aber Jesus Christus unsere Schuld bezahlt hat und durch seinen Heiligen Geist in uns lebt, dann haben wir das ewige Leben geschenkt bekommen. Dennoch müssen wir am Ende vor den „Richterstuhl des Christus“ treten (5,10). Wenn Gott uns aber gerecht gesprochen hat, brauchen wir dort nichts mehr zu fürchten.


 


Erlösung / Christliches Leben (6–7)


Kapitel 6: Wenn du durch den Glauben an Jesus Christus eine neue Schöpfung geworden bist, dann ruft Paulus dich zur Absonderung auf.


2Kor 6,14: „Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?


Selbstverständlich sollen wir den Kontakt mit Ungläubigen nicht völlig meiden, da wir ihnen sonst die Frohe Botschaft nicht verkünden könnten. Wir sind jedoch aufgefordert, nicht mehr alles mitzumachen, was die Welt tut. Denn weil der Heilige Geist im Gläubigen wohnt, ist sein Leib ein „Tempel des lebendigen Gottes (6,16).


In Kapitel 7 drückt Paulus seine Freude darüber aus, dass sein erster Brief an die Korinther die Gemeinde „zur Buße betrübt hat“ (7,9). In seinem ersten Brief musste Paulus an einigen Stellen harte Kritik üben. Dies hat bei den Korinthern jedoch nicht zu einer negativen Form der Betrübnis geführt, sondern zu einer positiven, da sie Buße getan und die von Paulus angesprochenen Problempunkte bereinigt haben.




Geldsammlung (8–9)


Die Kapitel 8 und 9 handeln von der Geldsammlung. Korinth war eine reiche Stadt, während die Gläubigen in Jerusalem Mangel litten. Paulus bittet die Korinther nun um einen finanziellen Ausgleich (8,13). In Kapitel 9 werden zwei Punkte genannt, die Spender beachten sollten:


2Kor 9,6: „Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.


2Kor 9,7: „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!


 


Gemeindezucht / Paulus´ Autorität (10–11)


Kapitel 10: Paulus hatte es vorgezogen, den Korinthern einen Brief zu schreiben, statt mit der Rute zu ihnen zu kommen. Diese Abwesenheit nahmen einige zum Anlass, seinen Dienst herabzuwürdigen. Er ermahnt sie, nicht auf das zu schauen, was vor Augen ist (10,7). Denn die Waffen eines Soldaten Jesu Christi sind nicht fleischlich (10,4).


In Kapitel 11 führt Paulus diesen Gedanken weiter aus. Zunächst warnt er vor falschen Aposteln, die einen anderen Jesus und ein anderes Evangelium verkünden.


2Kor 11,14: „Der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.


Dann kommt er auf seinen Dienst zu sprechen. Ja, er war ein Diener Christi und kann eine lange Liste von Leiden aufzählen, die er um des Evangeliums willen erduldet hat (11,24–27).




Paulus kommt vorbei (12–13)


In Kapitel 12 erwähnt Paulus ein besonderes Ereignis, das ihn zweifelsfrei als Apostel bestätigt. Er wurde (vermutlich vor den Toren von Damaskus, als Jesus Christus ihm begegnete) in den dritten Himmel entrückt. Wie genau das geschah, kann er nicht sagen, aber er hörte dort „unaussprechliche Worte“, die kein Mensch sagen darf (12,3–4).


2Kor 12,7: „Und damit ich mich wegen der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.


Was genau mit dem „Pfahl fürs Fleisch“ gemeint ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Auf jeden Fall sorgte dieser Pfahl dafür, dass Paulus sich aufgrund seiner Erscheinung nicht überhob.


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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