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Bibel-Entdecker-Brief NT – 11 – Apostelgeschichte 15–20

Bibel-Entdecker-Brief NT – 11 – Apostelgeschichte 15–20
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Online-Bibelkreis

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08.03.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 4,31 ff

 

 

Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, (…)

Apg 16,31

Unsere Herausforderung

>> Apostelgeschichte (15–20) <<

Die alles entscheidende Frage


Liebe Bibel-Entdecker,


der Kerkermeister in der Apostelgeschichte stellt die wichtigste Frage, die es in diesem Leben zu beantworten gilt. Es geht nicht um den Job, den Ehepartner, den nächsten Urlaub oder die politische Ausrichtung. All diese Fragen greifen viel zu kurz, da sie sich nur auf das Hier und Jetzt beziehen. Als Reaktion auf eine Nahtoderfahrung stellt er die Frage:


Apg 16,30: „Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?


Die Nacht hatte für den Gefängniswärter in Philippi seltsam begonnen. Zwei Wanderprediger waren ohne Gerichtsurteil in sein Gefängnis geworfen worden. Doch statt ihre Unschuld zu bezeugen oder über ihre missliche Lage zu klagen, sangen und beteten die beiden bis Mitternacht. Trotz allem konnte der Kerkermeister gut einschlafen. Doch um Mitternacht riss ihn ein heftiges Erdbeben aus dem Schlaf. Erschrocken stellte er fest, dass alle Gefängnistüren offen standen. Um dem sicheren Todesurteil zu entgehen, nahm er sein Schwert und wollte sich das Leben nehmen.


Da forderte Paulus ihn auf, das Schwert beiseite zu legen, denn alle Gefangenen seien noch da. Der Kerkermeister erkannte sofort, dass hier etwas Übernatürliches vor sich ging. Nachdem er eine Fackel erhalten hatte, sprang er in die Gefängniszelle des Paulus, fiel ihm zu Füßen und stellte diese wunderbare Frage. Die Antwort, die er von Paulus erhielt, war ebenso wunderbar:


Apg 16,31: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!


 

Nach der Betrachtung der Briefe an Jakobus und an die Galater sind wir nun wieder zurück in der Apostelgeschichte, wo wir mit Kapitel 15 unsere Bibellese fortsetzen.


Es ist spannend zu sehen, wie sich die Briefe in das zeitliche Geschehen der Apostelgeschichte einfügen. Im Jakobus-Brief und im Galater-Brief haben wir uns mit dem Thema „Glaube und Werke“ beschäftigt. Jakobus betonte, dass ein Glaube ohne Werke tot ist. Wer in seinem Herzen an Jesus glaubt und ihm nachfolgen will, dessen erster Wunsch ist es, Christus ähnlicher zu werden. Bei diesem Streben entsteht zwangsläufig Frucht im Leben des Christen. Diese Frucht (bzw. die guten Werke) ist jedoch keine Voraussetzung für die Errettung des Gläubigen, sondern ihre Folge.


Die Christen in Galatien drohten wieder in die jüdische Gesetzlichkeit zurückzufallen. Deshalb ist Paulus in seinem Brief an sie sehr streng, da er fürchtet, sie könnten aus der Gnade fallen. Das zentrale Thema des Briefes ist die christliche Freiheit. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass wir als Christen tun und lassen können, was wir wollen, sondern dass wir nicht mehr dem mosaischen Gesetz unterstehen. Christus hat uns vom Gesetz losgekauft (Gal 3,13) und durch den Glauben an Jesus sind wir zu „Söhnen Gottes“ geworden (Gal 3,26). Genau diesem Thema begegnen wir im 15. Kapitel der Apostelgeschichte, als Paulus und Barnabas von ihrer ersten Missionsreise nach Antiochia zurückkehren. Von dort waren sie zwei Kapitel zuvor aufgebrochen.


Die Apostelgeschichte bildet das Bindeglied zwischen vielen in der Bibel überlieferten Briefen. In ihr lernen wir die Gemeinden kennen und können Paulus auf seinem Lebensweg begleiten. Wir lernen sein großes Herz für die Menschen und seinen Wunsch kennen, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Für dieses Ziel geht Paulus große Risiken ein und scheut keine Mühen. Mehrfach landet er im Gefängnis und steht mehrfach dem Tode nahe. Aber er weiß, wofür er all das auf sich nimmt.


Phil 3,13-15a: „Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, 14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. 15 Lasst uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein. (…)


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

5

28

62 n. Chr.

Lukas, der Arzt

  

Kapitel

Inhalt

1–12

Petrus steht im Vordergrund
Verkündigung des Evangeliums in Jerusalem

13–28

Paulus steht im Vordergrund
Verbreitung des Evangeliums in die Welt



 

15–20: Überblick


Konzil in Jerusalem (15)

 

Paulus und Barnabas sind noch in Antiochia, als Leute aus Judäa kommen und verkünden, dass sich auch Heiden beschneiden lassen müssten, um gerettet zu werden. Die darauf folgende Auseinandersetzung führte dazu, dass Paulus und Barnabas nach Jerusalem zogen, um mit den dort anwesenden Aposteln zu besprechen, an welche Gesetze sich gläubige Nicht-Juden nun zu halten hätten.


Auch in Jerusalem kam es darüber zu einem Streit, der erst durch die Reden von Petrus und Jakobus beigelegt werden konnte. Schließlich einigte man sich darauf, dass sich die Heiden „von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht“ fernhalten sollten (Apg 15,29).


 

Zweite Missionsreise (16–18)

 

Die zweite Missionsreise des Paulus beginnt in Kapitel 16. Zuvor kommt es jedoch zu einer schmerzlichen Trennung zwischen Paulus und Barnabas. Sie streiten darüber, ob Johannes Markus (der spätere Verfasser des Markus-Evangeliums) mitgenommen werden soll.


Paulus bricht daraufhin mit Silas auf und trifft in Lystra einen jungen Mann namens Timotheus, der ihn auf seiner weiteren Reise begleitet. Die Reisegesellschaft erhält einen göttlichen Ruf in die römische Kolonie Philippi im heutigen Griechenland – das Evangelium kommt somit zum ersten Mal nach Europa. Dort begegnet Paulus der Purpurhändlerin Lydia. Nach einer Dämonenaustreibung gerät Paulus mit der örtlichen Volksmenge in Konflikt, wird inhaftiert, aber bereits am nächsten Tag wieder freigelassen.


Apg 16,14: „Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.


Kapitel 17 beschreibt die Weiterreise des Paulus durch Thessalonich. Aufgrund eines Aufstandes gegen ihn muss er jedoch bald nach Beröa weiterreisen. Schließlich gelangt er nach Athen, wo er auf dem Areopag das Evangelium verkündet.


Apg 17,30: „Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun.


Als letzte Station seiner Reise erreichen Paulus und seine Begleiter in Kapitel 18 die reiche Handelsstadt Korinth. Dort begegnen sie Aquila und Priscilla, die später für Paulus ihr Leben riskieren (Röm 16,3) und in ihrem Haus eine Gemeinde haben. Hier wird Paulus in besonderer Weise gedrängt, „den Juden zu bezeugen, dass Jesus der Christus ist“ (Apg 18,5). Die darauf folgende Auseinandersetzung führt schließlich zu der äußerst harten Aussage des Paulus:


Apg 18,6: „Euer Blut sei auf eurem Haupt! Ich bin rein davon; von nun an gehe ich zu den Heiden!


Später in diesem Kapitel beendet Paulus seine zweite Missionsreise und kehrt nach Antiochia zurück.


 

Dritte Missionsreise (19–20)

 

Doch schon einen Abschnitt später (Apg 18,23) bricht Paulus erneut auf, um seine dritte und letzte Missionsreise zu beginnen.


Er bleibt drei Jahre in Ephesus, wo viele Menschen zum Glauben kommen (Kapitel 19). Schließlich kommt es auch dort zu Unruhen und Paulus muss weiterziehen. So gelangt er in Kapitel 20 nach Troas, wo er den aus dem Fenster gestürzten Eutychus wieder zum Leben erweckt. Danach reist er nach Milet weiter , wo er erneut mit den Ältesten von Ephesus zusammentrifft.


Apg 20,28: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat!



Hinweis:

Ganz am Ende der Bibel finden sich einige Landkarten, auf denen die Missionsreisen des Paulus eingezeichnet sind. Mit der Landkarte vor Augen kann man sich vielleicht besser vorstellen, welche Anstrengungen Paulus auf sich genommen hat, um all diese Orte ohne Auto, Flugzeug oder Motorboot zu erreichen.


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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