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Bibel-Entdecker-Brief NT – 10 – Galater-Brief

Bibel-Entdecker-Brief NT – 10 – Galater-Brief
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Online-Bibelkreis

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08.03.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 4,31 ff

 

 

„Weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird.

Gal 2,16

Unsere Herausforderung

>> Der Galater-Brief <<

Aus Glauben gerettet


Liebe Bibel-Entdecker,


ein Vorurteil von Außenstehenden gegenüber Christen ist oft, dass sie gesetzlich leben müssen und nichts „Spaßiges“ mehr tun dürfen. Als Christ weiß ich, dass dieses Vorurteil nicht stimmt. Wenn ich Jesus Christus nachfolge, dann mache ich natürlich nicht mehr bei allem mit, vor allem nicht bei Dingen, die aus Gottes Sicht Sünde oder Verfehlung sind.

 

Aber Gott gibt uns keine lange Liste von Gesetzen, an die wir uns halten müssen. Denn er hat uns „zur Freiheit berufen“ (Gal 5,13). Wir müssen uns nicht länger der Sünde und dem Teufel unterwerfen, die uns zerstören wollen. Stattdessen dürfen wir Gott dienen, der nur das Beste für uns im Sinn hat und uns deshalb vor mancherlei Gefahren bewahren will.


Im Jakobus-Brief haben wir gesehen, wie wichtig es ist, dass der Glaube in unserem Leben auch Folgen hat, nämlich gute Werke. Diese „Werke“ retten uns zwar nicht, aber sie sind ein Zeichen dafür, dass Gott uns bereits gerettet hat und sein Werk in uns begonnen hat.


Die junge Gemeinde der Galater hatte das Problem, dass Irrlehren in die Gemeinde hineingetragen wurden. Von den nicht-jüdischen Gläubigen wurde erwartet, dass sie die jüdischen Gesetze befolgten. Dadurch wurden die Gläubigen verwirrt und mussten unnötige Lasten tragen.


Paulus machte den Gläubigen deutlich, dass Jesus Christus uns zur Freiheit berufen und von den Fesseln des Gesetzes befreit hat. Durch den Glauben an Jesus Christus werden wir gerettet, nicht durch gute Werke. An der „Frucht des Geistes“ (Gal 5,22) können Außenstehende erkennen, dass wir eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus haben.

 

Röm 8,2: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.


Der Galater-Brief spielte in der Geschichte des frühen Christentums eine wichtige Rolle. Er ist ein ernsthafter und leidenschaftlicher Versuch, das Christentum davor zu bewahren, zu einer messianischen Sekte des gesetzestreuen Judentums zu werden.


Wie die Galater auf diesen Brief reagierten, ist nicht überliefert. Doch das Evangelium der Gnade ohne Werke des Gesetzes siegte und das Christentum wurde zur Weltreligion. 

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

9

6

49–50 n. Chr.

Paulus

  

Kapitel

Inhalt

1–2

Die Autorität des Paulus

3–4

Gesetz und Verheißung

5–6

Freiheit in Christus



Die Frucht des Geistes


Wenn Paulus in Galater 5 die „Werke des Fleisches“ der „Frucht des Geistes“ gegenüberstellt, so verwendet er für erstere bewusst den Plural „Werke“ und für letztere den Singular „Frucht“.


Gal 5,19-21: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; 21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.


Gal 5,22-23: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. 23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.


Stelle dir einen Ackerbauern vor. Er kann das Feld vorbereiten, säen, düngen, bewässern und schließlich ernten. Er kann also eine ganze Menge tun. Aber er kann keine Frucht bringen. Denn das Wachstum der Pflanze kommt allein von Gott.


Dieses Bild lässt sich auf Gal 5 übertragen. Während der Mensch die Werke selbst tun kann, kann er die Frucht nicht selbst hervorbringen. Sie kann nur durch den Heiligen Geist hervorgebracht werden. Das Thema „Frucht bringen“ ist sehr wichtig, denn es geht um die Ausprägung eines christusähnlichen Charakters. Der Jünger möchte Jesus ähnlicher werden und dadurch Gott verherrlichen.


Joh 15,8: „Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.




1–2: Die Autorität des Paulus


Es ist ein scharfer Brief, den Paulus an die Gemeinden in Galatien richtet. Paulus kommt direkt zur Sache, ohne einleitende Worte, Lob oder Dank. Offensichtlich sieht er hier die größte Dringlichkeit und will sein Anliegen nicht durch Formalitäten abschwächen.


Die Gemeinde in Galatien hatte viele Probleme. Bevor Paulus jedoch auf die einzelnen Punkte eingehen konnte, musste er zunächst seine Autorität klären. Denn offenbar gab es viele, die an seinem Apostelamt zweifelten. Bereits im ersten Vers stellt Paulus klar, was er nicht ist: ein Apostel der Menschen. Und im gleichen Atemzug macht er deutlich, dass Jesus Christus und Gott ihn zum Apostel berufen haben.


Paulus betont, dass es nur ein Evangelium gibt. Er verflucht jeden (Engel oder Mensch), der etwas anderes verkündet als das, was die Apostel bereits verkündet haben.


In Kapitel 2 geht Paulus auf das Verhältnis von Juden und Heiden ein. Als Jude hat er erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes, sondern durch den Glauben an Jesus Christus gerettet wird. Insofern gibt es durch das Evangelium keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Nicht-Juden in Bezug auf die Errettung. Für beide führt der Weg zum Heil über Golgatha.


Gal 2,20: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.



 

3–4: Gesetz und Verheißung


Den Galatern war der gekreuzigte Christus „vor die Augen gemalt worden“ (3,1). Dennoch hatten sie in so kurzer Zeit das geistliche Leben, das sie begonnen hatten, durch ein fleischliches ersetzt. Zwar hatten sie an Jesus Christus geglaubt, sich ihm aber nicht zur Führung ihres Lebens anvertraut. Stattdessen fielen sie in die Gesetzlichkeit zurück.


Paulus führt hier zwei Zitate aus dem Alten Testament an:


Gal 3,10: „(…) Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun.“ (vgl. 5Mo 27,26)


Gal 3,11: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ (vgl. Hab 2,4)


Das Gesetz kann unsere Unreinheiten wie ein Spiegel zeigen, aber es kann uns nicht reinmachen.


In Kapitel 4 bringt Paulus erneut seine Sorge um die Galater zum Ausdruck. Er befürchtet sogar, am Ende vergeblich unter ihnen gearbeitet zu haben (4,11).


 

 

5–6: Freiheit in Christus

 

In Kapitel 5 stellt Paulus den Galatern eine interessante Frage: Welchen Gebrauch machen sie von ihrer Freiheit in Christus? (5,1) Begeben sie sich freiwillig wieder unter das Joch des Gesetzes? Das wäre, als würde ein entlassener Gefangener wieder ins Gefängnis zurückkehren wollen. Paulus warnt eindringlich, dass jeder, der zum Gesetz zurückkehren will, von der Gnade in Christus Jesus abgeschnitten ist (5,4). Ein solcher Mensch ist aus der Gnade gefallen, er hat sein Heil aus eigener Entscheidung verloren und das Geschenk der Errettung zurückgegeben.

 

Der Abschnitt 5,16–5,26 ist einer der interessantesten des Galater-Briefs. Hier werden die „Werke des Fleisches“ der „Frucht des Geistes“ gegenübergestellt. Paulus ruft zu einem Wandel im Geist auf.

 

Gal 5,16: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

 

Im 6. Kapitel werden wir zu gegenseitiger Hilfe aufgefordert. Es lehrt uns das richtige Verhalten gegenüber einem Bruder, der einen Fehltritt begangen hat. Paulus verdeutlicht den Galatern, dass ihr jetziges Verhalten die Grundlage dafür sein wird, was sie später ernten werden. Deshalb ist es so wichtig, „im Gutestun nicht müde [zu] werden“ (6,9).


Gal 6,7: „Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.


Abschließend kommt Paulus noch einmal auf sein Hauptthema, das Kreuz, zu sprechen. Er will auf nichts stolz sein, was er selbst getan hat. Er rühmt sich nur des Kreuzes, „durch das mit die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“ (6,14). Zwischen Nicht-Christen und Christen besteht ein grundlegender Unterschied darin, wonach sie streben und was sie in der Zukunft erwartet. Ganz anders verhält es sich mit Nicht-Juden und Juden („Beschneidung“). Während Gott diese beiden Gruppen im Alten Bund (Gesetz) grundlegend unterschieden hat, gibt es diese Trennung im Neuen Bund (Gnade) nicht mehr.

 

Gal 6,15: „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Schöpfung.


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

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