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| 22.02.2026 | 20:00–21:30 Uhr Thema: Lukas 4 |
„So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.“ Jak 2,17 |
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Unsere Herausforderung >> Der Jakobus-Brief <<
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Echter Glaube hat Auswirkungen |
Liebe Bibel-Entdecker,
nachdem wir nun die erste Hälfte der Apostelgeschichte hinter uns haben, machen wir einen Schnitt und schieben zwei Briefe ein: den Jakobus-Brief und den Galater-Brief. Danach fahren wir mit der Apostelgeschichte fort.
Der Jakobus-Brief steht zwar nicht an erster Stelle der neutestamentlichen Briefe, ist aber zeitlich der erste Brief, der im Kanon der Bibel überliefert ist. Der Brief ist gewissermaßen ein Appell an die Christen, einen echten und ernsthaften Glauben zu haben. Die Nachfolger Jesu sollen die geistlichen Wahrheiten nicht nur kennen, sondern auch leben. Dabei ist wichtig, dass dieser Glaubensgehorsam nicht erzwungen wird, sondern eine freiwillige Selbstverpflichtung ist.
Der Verfasser ist Jakobus, der Halbbruder Jesu. Es handelt sich also nicht um den Apostel Jakobus, der von König Herodes getötet wurde (Apg 12). Jakobus glaubte zunächst nicht an Jesus (Joh 7,5). Dann aber sah er ihn nach seiner Auferstehung und war auch am Pfingsttag dabei (1Kor 15,7 und Apg 1,14). Er wurde zu einer führenden Persönlichkeit der Jerusalemer Gemeinde. Im Jahr 62 starb er als Märtyrer.
Als Seelsorger wollte Jakobus die Christen ermutigen und zugleich ermahnen. Er betonte, dass der Glaube praktische Auswirkungen im Leben haben muss. Damit unser Christsein lebendig und authentisch sein kann, braucht es zwei Grundpfeiler: - Den Glauben als Grundlage des Errettung (vgl. Römer-Brief)
- Die Rechtfertigung vor Gott geschieht durch Glauben, nicht durch Werke.
- Den Glauben als Auswirkung des Errettung (vgl. Jakobus-Brief).
- Echter Glaube bleibt jedoch nicht ohne Wirkung.
Jakobus ermutigt seine Leser, Prüfungen und Versuchungen im Leben zu bestehen, da diese zu einem Wachstum im Glauben führen.
Der Jakobus-Brief wird von einigen Auslegern als Perlenkette bezeichnet. Denn trotz seiner Kürze behandelt er eine Vielzahl von Themen. Ich persönlich finde diesen Brief sehr wertvoll, da er einen deutlichen Kontrast zum heute so verbreiteten lauen Christentum darstellt. Viele Namenschristen verlassen sich auf ihre Kindertaufe oder darauf, dass sie sich irgendwann einmal für Jesus Christus entschieden haben. Wenn ihr Leben ansonsten jedoch in weltlichen Bahnen verläuft, sollten sie sich von Jakobus warnen lassen. Möglicherweise ist ihr Glaube tot und im Endgericht wertlos.
Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.
Holger Volz |
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NT-Buch | Kapitel | Abfassung | Verfasser | 20 | 5 | 44–49 n. Chr. | Jakobus (Halbbruder von Jesus) |
Kapitel | Inhalt | 1–2 | Täter sein, nicht bloß Hörer | 3 | Umgang mit Worten | 4–5 | Auswirkungen des Glaubens | 5 | Die Kraft des Gebets |
Errettet allein aus Glauben Der Schlüsselvers des Buches findet sich in 2,17 (siehe E-Mail-Kopf). Mit dieser Aussage bildet der Jakobus-Brief ein starkes Gegengewicht zum Römer-Brief, der die Errettung allein durch den Glauben betont. Das Wort, das Martin Luther im Hinblick auf den Jakobus-Brief irritiert hat, steht in Jak 2,24.
Jak 2,24: „So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.“
Aber Martin Luther lag mit seiner Beurteilung des Briefes („eine stroherne Epistel“) falsch. Er kämpfte gegen diejenigen, die die Errettung aus Glauben UND Werken lehrten. Ihm war es wichtig, zu betonen, dass die Errettung allein aus Glauben und ohne Werke geschieht („sola fide“).
Eph 2,8–9: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“
Röm 3,23–24: „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, 24 sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
In der Bibel finden wir jedoch beide Seiten: die Errettung allein durch Glauben und die Errettung, der Werke folgen. Diese Werke sind aber keine Voraussetzung, sondern eine Folge der Errettung.
Der Jakobus-Brief will seine Leser nicht entmutigen oder ihnen die Heilsgewissheit nehmen. Vielmehr will er sie zu einem aktiven christlichen Lebensstil motivieren, in dessen Mittelpunkt Jesus Christus steht.
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Glaube und Werke
Zu Beginn seines Briefes ermutigt Jakobus die Leser, Anfechtungen aller Art zu ertragen. Diese Anfechtungen können von außen (Verfolgung) oder von innen (Begierden) kommen. Das höchste Ziel unserer Frömmigkeit formuliert Jakobus wie folgt:
Jak 1,27: „Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren.“
In Kapitel 2 geht Jakobus auf sein Hauptthema „Glaube und Werke“ ein. Der Glaube ist gut und wichtig, aber ohne Werke, die aus ihm hervorgehen, ist er tot. Werke sind nicht die Wurzel der Errettung, sondern ihre Frucht. Jakobus vergleicht Menschen, der nur Glauben, aber keine Werke hat, mit Dämonen, denn auch sie glauben – und zittern. Anschließend nennt er zwei Vorbilder aus dem Alten Testament: Abraham und Rahab. Beide wurden durch Werke gerechtfertigt, aber nicht durch die Werke allein, sondern durch den Glauben, der ihnen zugrunde lag.
Jak 2,23: „Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“. (vgl. 1Mo 15,6)
In Kapitel 3 warnt Jakobus vor der Macht der Zunge.
Jak 3,9: „Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind.“
Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind. Darum sollten wir unsere Zunge zum Lob Gottes und zur Ermutigung anderer einsetzen und sie nicht als Waffe gebrauchen.
In Kapitel 4 werden wir zu zwei Dingen aufgefordert:
Jak 4,7-8: „So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; 8 naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“
In Kapitel 5 steht das Gebet im Mittelpunkt.
Jak 5,16b: „Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“
Gleich zu Beginn seines Briefes fordert Jakobus die Leser dazu auf, „im Glauben“ zu beten und nicht zu zweifeln (1,6). In Kapitel 4 warnt er sie davor, nichts zu haben, „weil ihr nicht bittet“ (4,2). Dann weist er auf den Wert des ernsthaften Gebets hin. Auch hier finden wir wieder ein Vorbild aus dem Alten Testament: Elia. | |
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