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Bibel-Entdecker-Brief NT – 08 – Apostelgeschichte 8–14

Bibel-Entdecker-Brief NT – 08 – Apostelgeschichte 8–14
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Online-Bibelkreis

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22.02.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 4

 

 

Aber alle, die ihn hörten, staunten und sprachen: Ist das nicht der,

welcher in Jerusalem die verfolgte, die diesen Namen anrufen () …?

 Saulus aber wurde noch mehr gestärkt und beunruhigte die Juden,

die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass dieser der Christus ist.

Apg 9,21-22

Unsere Herausforderung

>> Die Apostelgeschichte (8–14) <<

Der große Aufbruch


Liebe Bibel-Entdecker,


während sich die ersten Kapitel der Apostelgeschichte in und um Jerusalem abspielen, wendet sich der zweite Teil den Nationen zu. Während Gott im ersten Teil vor allem Petrus zur Verkündigung des Evangeliums gebraucht, tritt im zweiten Teil Saulus (ab Kapitel 13 Paulus genannt) in den Vordergrund.


Ursprünglich war Saulus ein strenggläubiger Pharisäer, dessen oberstes Ziel es war, die Gemeinde Jesu zu verfolgen und wenn möglich zu zerstören. In Kapitel 8 lesen wir, dass er der Steinigung des Stephanus zustimmte. Er führte die Verfolgung der Gemeinde an, „schleppte Männer und Frauen fort und brachte sie ins Gefängnis“ (Apg 8,3).


Doch die Verfolgung der Christen in Jerusalem allein genügte ihm nicht. Denn die Christen flohen aus der Stadt in die umliegenden Gebiete und verkündeten dort das Evangelium. Das wollte Saulus unbedingt verhindern. Deshalb bat er um die Erlaubnis, auch in Damaskus alle Christen gefangen zu nehmen und gefesselt nach Jerusalem zu führen. Doch es kam anders.


Apg 9,3: „Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.


Noch vor den Toren der Stadt hatte Saulus eine persönliche Begegnung mit dem, den er am wenigsten erwartet hatte: Jesus Christus selbst. Saulus wurde von einem hellen Licht umstrahlt und vom Pferd geworfen. Aus dem Licht heraus hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach:


Apg 9,4: „Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?


Wer spricht da? Offensichtlich eine göttliche Stimme. Aber Saulus verfolgte doch gar nicht Gott, sondern lediglich Menschen, die an Jesus glaubten. Bis zu diesem Moment war er noch fest davon überzeugt, dass Jesus ein falscher Prophet war, der den Abfall vom jüdischen Glauben lehrte. Diese Überzeugung änderte sich jedoch schlagartig, als er auf die Frage „Wer bist du, Herr?“ die Antwort Gottes erhielt.


Apg 9,5: „(…) Ich bin Jesus, den du verfolgst.


Saulus dachte, Jesus sei tot und er müsse nur die Jünger zerstreuen, um dieser neuen Lehre ein Ende zu bereiten. Doch nun wurde er von Jesus direkt angesprochen. Offenbar war Jesus sehr wohl noch am Leben. Und nicht nur das: Jesus identifizierte sich offenbar auch mit seinen Jüngern. Wer Menschen verfolgt, die an Jesus Christus glauben, verfolgt Jesus Christus selbst. Das musste Saulus nun einsehen. Er stellte seine zweite Frage:


Apg 9,6: „(…) Herr, was willst du, dass ich tun soll? (…)


Er erhält die Antwort, dass er nach Damaskus gehen soll. Doch nicht so, wie ursprünglich geplant. Saulus wurde durch die Erscheinung für einige Zeit mit Blindheit geschlagen, sodass er in die Stadt geführt werden musste. Was für ein Gegensatz: Statt andere gefangen nach Jerusalem zu führen, wird Saulus an der Hand nach Damaskus geführt.


Gott bereitet einen Mann aus Damaskus namens Ananias vor. Er soll zu Saulus gehen und ihm die Hände auflegen. Nach anfänglichem Zögern geht Ananias schließlich zu Saulus und tut, was Gott ihm aufgetragen hat.


Apg 9,17-18: „Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist! 18 Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen.


Dieser Saulus wird später von Gott gebraucht, um das Evangelium von Jesus Christus zu Heiden und Königen zu tragen. Ab Kapitel 13 spielt er die Hauptrolle bei der Verbreitung der Frohen Botschaft in der damals bekannten Welt.


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

5

28

60–64 n. Chr.

Lukas, der Arzt

  

Kapitel

Inhalt

1–12

Petrus steht im Vordergrund
Verkündigung des Evangeliums in Jerusalem

13–28

Paulus steht im Vordergrund
Verbreitung des Evangeliums in die Welt



Es ist immer wieder spannend, sich mit der ersten jüdischen Gemeinde in Jerusalem sowie den ersten heidnischen Gemeinden in Antiochia und an anderen Orten zu beschäftigen. Die Jünger hatten ihr ganzes Leben Gott geweiht – sie waren keine „Teilzeitchristen“. Jeder von ihnen setzte sein Vermögen und sogar sein Leben für Gott ein. Aus der Überlieferung wissen wir, dass elf der zwölf Apostel nicht eines natürlichen Todes gestorben sind (die einzige Ausnahme ist der Apostel Johannes, der auf die Insel Patmos verbannt wurde).


Wenn wir also heute meinen, wir könnten unser Christsein wie ein Hobby neben anderen Hobbys leben, dann sind wir auf dem Holzweg. Natürlich dürfen wir Hobbys haben und selbstverständlich haben wir auch eine Familie und einen Alltag. Aber das Christsein ist viel mehr als ein Hobby, weil es alle Bereiche unseres Lebens beeinflusst. Jesus will nicht nur ein Teil deines Lebens sein, sondern dein Herr.




1–12: Verkündigung des Evangeliums in Jerusalem


Das Evangelium kommt zu den Heiden


Nachdem Saulus in Kapitel 9 Jesus Christus begegnet ist, steht in den folgenden Kapiteln wieder Petrus im Mittelpunkt. Gott ebnet den Weg, sodass nun auch die Heiden, also alle Nichtjuden, das Evangelium hören können.


In Kapitel 10 hat Petrus eine Vision. Gott macht ihm darin klar, dass die Heiden von nun an nicht mehr als „unrein“ zu betrachten sind, sondern dass Jesus Christus für alle Menschen gestorben ist, die an sein Erlösungswerk glauben – egal, ob sie Juden oder Heiden sind. Gleichzeitig bereitet Gott den Hauptmann Kornelius auf die Begegnung mit Petrus vor. Schließlich betritt Petrus das Haus des Kornelius und predigt das Evangelium.


Apg 11,44: „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.


Durch die Predigt des Petrus kam es zu einem „zweiten Pfingstereignis“, denn auch dieses Mal lobten alle Anwesenden Gott in verschiedenen Fremdsprachen, genau wie zu Beginn in Jerusalem. Da Gott die Vision nur Petrus gezeigt hatte, wussten die führenden Jünger in Jerusalem noch nichts von dieser Offenbarung. Als Petrus später nach Jerusalem kam, kam es deshalb zu einer Auseinandersetzung, die aber schließlich mit den Worten endete:


Apg 11,18b: „So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben!


Bis dahin hatten die an Jesus Christus Glaubenden noch keinen festen Namen. Das sollte sich nun ändern, denn „in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt“.


Die Freude in Kapitel 11 wird durch den Hass des Königs Herodes auf die Gemeinde überschattet. Im ersten Teil von Kapitel 12 lesen wir, wie Herodes den Apostel Jakobus töten lässt. Die letzten Verse des Kapitels berichten vom Gericht Gottes über Herodes. Die Verse zwischen diesen beiden Ereignissen zeigen, wie souverän Gott in die Geschicke der Menschen eingreift. Während Jakobus getötet wird (und somit in die Gegenwart Gottes gelangt), rettet Gott Petrus aus dem Gefängnis, indem er ihm einen Engel schickt.


 

Die 1. Missionsreise des Paulus

 

Ab Kapitel 13 berichtet Lukas von der ersten der drei Missionsreisen des Paulus. Durch den Heiligen Geist werden Barnabas und Paulus zu dieser Reise berufen. Gott begleitet sie und unterstützt die Verkündigung mit vielen Zeichen und Wundern. Paulus macht es sich zur Regel, bei dieser Reise zuerst die Synagogen der Stadt aufzusuchen und dort zu predigen. Die Verkündigung des Evangeliums führte meist zu einer Spaltung der Gesellschaft: Die einen nahmen das Evangelium an, die anderen leisteten erbitterten Widerstand. In diesem Kapitel ändert Lukas nun auch den Namen des Saulus.


Apg 13,9: „Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll Heiligen Geistes, (…)


In Kapitel 14 wird berichtet, dass Paulus in Lystra gesteinigt wird (Apg 14,9). Doch durch Gottes Gnade überlebte er und setzte seinen Dienst fort.


Am Ende der ersten Missionsreise findet in Jerusalem das erste Apostelkonzil statt, auf dem das Verhältnis zwischen Juden und Heidenchristen endgültig geklärt wird.


Apg 15,19–20: „Darum urteile ich, dass man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll, 20 sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.


Das Thema „Taufe“

In der Apostelgeschichte wird das Thema Taufe immer wieder aufgegriffen. Vielleicht wurdest du bereits als Kind getauft. Vielleicht hast du Jesus Christus kennengelernt und möchtest ihm nun auch bei diesem Thema gehorsam sein. Dann fragst du dich, ob du dich taufen lassen sollst. Ich habe hier drei Bibelstellen aus der Apostelgeschichte zusammengestellt, in denen es um die Taufe geht:


Apg 8,36–38: „Der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? 37 Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist! 38 Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.


Apg 9,18: „Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und [Saulus] konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen.


Apg 16,33: „Und [der Kerkermeister] nahm sie zu sich in jener Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen; und er ließ sich auf der Stelle taufen, er und all die Seinen.


In allen drei Bibelstellen geht es um erwachsene Menschen, die das Wort Gottes gehört und verstanden haben. Sie haben sich bewusst von ihrem alten Leben abgewandt und wollen ein neues Leben mit Jesus Christus beginnen.


Röm 6,3–4: „Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? 4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.


Dieser Vorgang wird als „Glaubenstaufe“ bezeichnet – im Gegensatz zur „Kindertaufe“, die in den großen Kirchen praktiziert wird. Die Bibel spricht an mehreren Stellen davon, dass die Taufe ein öffentliches Zeichen für eine bereits im Herzen vollzogene Wandlung ist. Von der Finsternis zum Licht, vom Tod zum ewigen Leben.


Wenn du also den Herrn Jesus in dein Herz aufgenommen hast und ein „Kind Gottes“ bist, dann möchte ich dir zwei Schritte empfehlen:

  • Suche dir eine christliche Kirche oder Gemeinde, in der Gottes Wort verkündigt wird und in der Menschen Gott von ganzem Herzen nachfolgen.
  • Lass dich taufen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (vgl. Mt 28,19).


Wenn du noch Fragen zu diesem Thema hast, kannst du mir gerne schreiben oder das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Zoom-Meetings setzen.

 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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