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Bibel-Entdecker-Brief NT – 07 – Apostelgeschichte 1–7

Bibel-Entdecker-Brief NT – 07 – Apostelgeschichte 1–7
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Online-Bibelkreis

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08.02.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 3

 

 

Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist

und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem

und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!

Apg 1,8

Unsere Herausforderung

>> Die Apostelgeschichte (1–7) <<

Die Apostel übernehmen das Ruder


Liebe Bibel-Entdecker,


die Apostelgeschichte ist das einzige von Gott inspirierte Buch über die Kirchengeschichte. Lukas, der als sorgfältiger Historiker gilt, liefert darin einen zuverlässigen Bericht über die Anfänge des Christentums. Durch die Apostelgeschichte lernen wir die Urgemeinde kennen. Wir erfahren von ihren Freuden und Sorgen, ihren Siegen und Niederlagen – und vor allem von ihrer raschen Ausbreitung über die ganze zivilisierte Welt.


Die Apostelgeschichte bildet sozusagen eine Brücke zwischen den Evangelien und den Briefen des Neuen Testaments. Würden wir direkt vom Leben Jesu in den Evangelien zu den Briefen wechseln, wäre das ein gewaltiger Sprung. Welche Gemeinden werden in den Briefen angesprochen und wie sind sie entstanden? Die Apostelgeschichte beantwortet diese und viele andere Fragen. Sie ist nicht nur die Brücke zwischen dem Leben Christi und dem Leben der Christen, sondern auch die Brücke zwischen Judentum und Christentum, zwischen Gesetz und Gnade. Sie erzählt von der allmählichen Erweiterung des Horizonts – von einer kleinen jüdischen Bewegung mit Zentrum in Jerusalem hin zu einer weltweiten Glaubensgemeinschaft.


Die erste Gemeinde in Jerusalem trug noch die frischen Spuren Gottes. Nichts war eigenmächtig verändert worden, nichts musste mühsam geflickt oder repariert werden. Das heißt allerdings nicht, dass es eine makellose Gemeinde war. Sie wies jedoch alle Merkmale auf, die eine geistlich gesunde Gemeinde nach dem Willen Gottes haben sollte.

Die einleitenden Worte verbinden die Apostelgeschichte deutlich mit dem Lukas-Evangelium. In beiden Fällen sind der Verfasser Lukas und der Adressat Theophilus. Im ersten Kapitel wird der Bericht an der Stelle wieder aufgenommen, an der das Evangelium aufgehört hat – mit Ausnahme weniger Einzelheiten über die Worte des Herrn nach seiner Auferstehung.


Während das Evangelium zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesu hinführt, beginnt die Apostelgeschichte mit diesen herrlichen Ereignissen und entfaltet ihre Folgen. Das Evangelium teilt uns mit, „was Jesus anfing zu tun und zu lehren“ (Apg 1,1). Die Apostelgeschichte berichtet, wie Jesus durch die Sendung des Heiligen Geistes vom Vater weiterwirkt, indem er durch ihn in den Aposteln und den Gläubigen wirkt.

 

Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT-Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

5

28

60–64 n. Chr.

Lukas, der Arzt

  

Kapitel

Inhalt

1–12

Petrus steht im Vordergrund
Verkündigung des Evangeliums in Jerusalem

13–28

Paulus steht im Vordergrund
Verbreitung des Evangeliums in die Welt


 

Kurz vor seiner Himmelfahrt sagte Jesus zu seinen Jüngern, dass der Heilige Geist auf sie kommen und sie zu seinen Zeugen machen werde. Das Wort „Zeuge“ kommt in der Apostelgeschichte 21-mal vor – öfter als in jedem anderen Buch der Bibel. Ein persönliches Glaubenszeugnis ist die Grundlage, auf der eine Gemeinde wachsen kann. Jeder Christ ist berufen, Zeugnis abzulegen für das, was Gott durch den Heiligen Geist in seinem Leben wirkt. Es ist erstaunlich, dass die ersten Christen das Evangelium innerhalb einer Generation in die gesamte damals bekannte Welt getragen haben.


 

Jerusalem zur Zeit der Apostel

 

Jerusalem war schon zur Zeit Jesu eine Großstadt mit 100.000 bis 120.000 Einwohnern. Zu den großen Festen (Passah, Wochenfest und Pfingsten), Laubhüttenfest) stieg die Einwohnerzahl jedoch auf das Zehnfache. Dann kamen Juden aus allen Teilen der bekannten Welt nach Jerusalem.


So mussten die jungen Gläubigen von Anfang an Antworten auf die vielen Einwände finden, die von jüdischer Seite gegen den Glauben an Jesus vorgebracht wurden. Wie sind die Christen der ersten Gemeinde damit umgegangen? Und was können wir von ihnen lernen?

  1. In jeder Evangelisationspredigt der ersten Gemeinde tauchte das Bekenntnis zur Auferstehung Jesu auf.
  2. Auch Zitate aus dem Alten Testament waren fester Bestandteil jeder Predigt. Die Jünger gingen also auf ihre Zuhörer (Juden) ein und holten sie dort ab, wo sie standen.

 

Eines aber haben die Apostel nie getan:

  • Sie haben den Menschen niemals nach dem Mund geredet.
  • Sie haben niemals Abstriche an der Wahrheit Gottes gemacht.

 

Die Apostel haben den Menschen die ganze Wahrheit Gottes gesagt.

 


 

1–12: Verkündigung des Evangeliums in Jerusalem


Die Taten der Apostel / Die Taten des Heiligen Geistes (1)


Die Apostelgeschichte ist das einzige Buch der Bibel, das die Entstehung der Kirche beschreibt. Sie enthält einen wertvollen Bericht darüber, wie zunächst die Gemeinde in Jerusalem und anschließend viele weitere Gemeinden im gesamten Römischen Reich entstanden sind.


Nach der Kreuzigung und Auferstehung des Herrn Jesus erschien dieser seinen Jüngern 40 Tage lang.


Apg 1,3: „Ihnen erwies er sich auch nach seinem Leiden als lebendig durch viele sichere Kennzeichen, indem er ihnen während 40 Tagen erschien und über das Reich Gottes redete.

 

Apg 1,9: „Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg.


Nach seiner Himmelfahrt dauerte es weitere zehn Tage, bis Jesus seinen Jüngern den Heiligen Geist sandte. Diese Ausgießung des Heiligen Geistes geschah am Wochenfest (auch Pfingsten genannt; griech. „pentekostos", der fünfzigste Tag), also am 50. Tag nach dem Passahfest bzw. nach der Kreuzigung.




Die Entstehung der Gemeinde (2)


Zu Pfingsten waren Menschen aus allen Ländern in Jerusalem versammelt. Gerade an diesem Fest ereignete sich das Pfingstwunder, die Ausgießung des Heiligen Geistes.

 

Apg 2,2–4a:Es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. 4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt …


Die Menschen sahen und hörten, was unter den Jüngern geschah. Ohne Facebook, SMS oder andere Einladungsaktionen kamen Tausende zusammen. Petrus stand auf, erhob seine Stimme und sprach zu der Volksmenge.

 

Unabhängig davon, wie sie bis dahin gelebt hatten, reagierten die Menschen demütig und entschlossen sich zur Umkehr. An diesem Tag machten 3.000 Menschen einen Neuanfang, taten Buße, ließen sich taufen und empfingen die Gabe des Heiligen Geistes. Das Entstehen und Wachsen der ersten Gemeinde war kein Menschenwerk, sondern das Werk Gottes.


Petrus hatte nicht das Ziel, eine Gemeinde zu gründen. Er hatte keine Ahnung, was durch seine Worte geschehen und ausgelöst werden würde. Petrus war zum einen auf Jesus konzentriert. Er wollte Jesus als den auferstandenen Christus bezeugen. Andererseits war er auf seine Zuhörer konzentriert, die er zur Buße, Vergebung und Wiedergeburt führen wollte. Das waren die Prioritäten des Petrus. Dass dadurch die Gemeinde entstand und wuchs, war nicht seine Sache und ist auch nicht unsere Sache, sondern letztlich immer Gottes Sache.




Das Wirken des Heiligen Geistes (3–7)

 

Im 3. Kapitel lesen wir von einem Wunder, als Petrus und Johannes einen gelähmten Bettler am Tempel heilten.


Apg 3,6: „Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!


Wiederum sammelte sich das Volk um Petrus, der die Situation nutzte, um in einer weiteren Predigt den Juden Jesus als den erwarteten Messias vorzustellen.

In Kapitel 4 begegnen wir der ersten Verfolgung, als die religiöse Elite Petrus und Johannes voller Zorn ins Gefängnis werfen lässt. Am nächsten Tag werden die beiden Apostel vor den Hohen Rat geführt. Petrus, „vom Heiligen Geist erfüllt“ (4,8), nutzte auch diese Situation, um Jesus als den einzigen Retter der Welt zu verkünden.

Apg 4,12: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!


Doch das beharrliche Gebet der Gemeinde führte schließlich zur Freilassung der beiden Apostel. Während dieser Ereignisse wuchs die Zahl der Gläubigen auf etwa 5.000 an.


Doch wo der Geist Gottes wirkt, bleibt auch Satan nicht untätig. Nach der ersten Hochzeit treten schon nach kurzer Zeit die ersten Probleme auf, sowohl von innen als auch von außen.

 

Die inneren Probleme beschreibt Lukas im 5. Kapitel:


Apg 5,1: „Ein Mann aber mit Namen Ananias …

Apg 5,4b:Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!


Später in diesem Kapitel lesen wir, dass die Apostel erneut in Gewahrsam kamen, aber durch einen Engel des Herrn wieder freigelassen wurden (Verse 17–19).

Die Kapitel 6 und 7 bilden den Auftakt zu den äußeren Problemen. In Kapitel 6 kommt es zu einer falschen Anklage gegen Stephanus. Kapitel 7 berichtet von dem wunderbaren Zeugnis, das Stephanus vor dem Hohen Rat ablegte. Die Folge dieses Zeugnisses waren jedoch keine Bekehrungen, sondern eine aufgebrachte, im Herzen verhärtete Menge, die Stephanus vor die Stadt trieb und steinigte.


Dieses Ereignis war jedoch nicht der Anfang vom Ende, sondern vielmehr der Beginn der Missionstätigkeit außerhalb Jerusalems. Bis dahin hatte die Gemeinde nämlich fast ausschließlich in Jerusalem existiert.‍


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

 

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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