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Bibel-Entdecker-Brief NT – 05 – Lukas-Evangelium 5–12

Bibel-Entdecker-Brief NT – 05 – Lukas-Evangelium 5–12
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Online-Bibelkreis

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25.01.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 2

 

 

Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen

und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft

und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!«

Lk 10,25+27

Unsere Herausforderung

>> Das Lukas-Evangelium (5–12) <<

Wer ist mein Nächster?


Liebe Bibel-Entdecker,


das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist eines der Gleichnisse, die nur im Lukas-Evangelium überliefert sind. Es ist auch eines der bekanntesten Gleichnisse, die Jesus erzählt hat. Ein Jude, der das Alte Testament sehr gut kannte, kam zu Jesus und stellte ihm die entscheidende Frage:


Lk 10,27:Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?


Eine edle Frage – wenn sie nur ernst gemeint wäre. Leider stellte der Gesetzesgelehrte diese Frage nicht aus ehrlichem Interesse, sondern um einen Vorwand zu finden, Jesus anzuklagen. Offenbar hoffte er, dass Jesus die Gebote Gottes an Mose verwerfen und ein neues Gesetz lehren würde. Dann hätten die Pharisäer endlich einen Grund, Jesus vor Gericht zu stellen und zu töten. Doch wie antwortete Jesus auf diese Frage? Stellte er eine eigene Lehre auf, die dem Alten Testament widerspricht? Ganz und gar nicht! Vielmehr ließ er den Pharisäer die Frage selbst aus dem Alten Testament beantworten.


Lk 10,27:Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!“ (vgl. 3Mo 19,18 und 5Mo 6,5).


Jesus bestätigt dies und stellt somit keine eigene Lehre auf. Damit hat der Gesetzesgelehrte nicht gerechnet. Durch diese Gegenfrage Jesu wurde er nicht nur entwaffnet, sondern auch selbst angeklagt. Ihn, der in Wirklichkeit einen Vorwand suchte, um Jesus zu töten. Und diesen Vorwand suchte er nicht, um Gott die Ehre zu geben – nein, die Pharisäer fürchteten vielmehr um ihren religiösen Einfluss. Jesus reagierte souverän. Er klagte den Gesetzesgelehrten nicht an. Er hielt ihm einfach den Spiegel vor und wies ihn genau auf die Gebote hin, die er von anderen mit aller Härte einforderte – nach denen er aber selbst nicht leben wollte. Wie schade, dass er sich diese Worte nicht zu Herzen genommen hat. Denn schon im nächsten Vers versucht er, sein bisheriges Verhalten zu rechtfertigen, indem er eine weitere Frage aufwirft.


Und wer ist mein Nächster?


Diese Frage ist der Ausgangspunkt für das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,30–37). Möge Gott uns helfen, sein Wort ernst zu nehmen und es auf unser Herz wirken zu lassen. Der Gesetzesgelehrte in Lukas 10 benutzte die Gebote, um das einfache Volk einzuschüchtern und seine religiöse Stellung zu sichern.


Jesus Christus ist gekommen, um das Gesetz zu erfüllen. Er kam weder als Priester noch als Levit. Er kam als einfacher Mensch, der von der religiösen Elite verachtet wurde – in der Bildsprache des Gleichnisses ist er der Samariter. Jesus kam, um uns auf unserem Weg von Gott weg in die Welt hinein zu retten. Lässt du dir von ihm helfen? Lässt du dich von ihm mit Öl und Wein salben, die ein Bild des Heiligen Geistes und der Freude sind? Und tust du das auch mit deinem Nächsten?


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

NT Buch

Kapitel

Abfassung

Verfasser

3

24

60–64 n. Chr.

Lukas, der Arzt

  

Kapitel

Inhalt

1–4

Die ersten Lebensjahre Jesu

5–8

Jesus in Galiläa

9–18

Reiseberichte

19–24

Jesus in Jerusalem




5–8: Jesus in Galiläa


In Kapitel 5 vollbringt Jesus mehrere Wunder, die die Blicke der Menschen auf ihn richten. Die Berufung von Petrus, Jakobus und Johannes in die Apostelschaft geschieht durch einen wunderbaren Fischzug am helllichten Tage. Dieser Fischzug ist ein geistliches Bild für die Evangelisation. Petrus erkennt daraufhin sofort die Gottheit Jesu und zugleich seine eigene Sündhaftigkeit. Doch Jesus ermutigt ihn und gibt ihm mit der Berufung zugleich einen klaren Auftrag.


Lk 5,8: „Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch!"


Lk 5,10: „Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen!"


Anschließend heilt Jesus einen Aussätzigen (Reinigung von Sünde) und einen Gelähmten (Überwindung der eigenen Unfähigkeit). In Kapitel 6 steht das Lehren im Vordergrund. Jesus fordert seine Jünger dazu auf, ihre Feinde zu lieben (6,27) und "die andere Backe hinzuhalten" (6,29). Nachfolger Jesu sollen barmherzig sein und die Goldene Regel beachten.


Lk 6,31: „Wie ihr wollt, dass euch die Leute behandeln sollen, so behandelt auch ihr sie gleicherweise!"


Jesus warnt außerdem vor dem Richten. „Denn mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird euch wieder zugemessen werden." (6,38). Schließlich fordert er seine Nachfolger dazu auf, ihr geistliches Haus auf ein festes Fundament zu bauen, damit es bei der nächsten Überschwemmung nicht fortgerissen wird.


Neben einer Totenauferweckung und einer Heilung aus der Ferne lesen wir in Kapitel 7 von der Salbung Jesu im Haus eines Pharisäers. Während Jesus dort zu Tisch lag, kam eine stadtbekannte Sünderin zu ihm und salbte seine Füße mit einem außerordentlich teuren Salböl. Wie konnte Jesus so etwas zulassen? War es nicht eine ungeheuerliche Verschwendung? Und wusste Jesus nicht, wer diese Frau war? Doch Jesus machte dem Pharisäer mit einem Gleichnis eine wichtige Lehre deutlich: „Wem viel vergeben wurde, der liebt viel. Wem wenig vergeben wurde, der liebt wenig" (7,47).


In Kapitel 8 wird das Gleichnis vom Sämann erzählt. Es verdeutlicht, dass es vier Arten von Untergrund gibt, auf die der Same des Evangeliums fallen kann:

  1. Weg: Der Same wird vom Teufel weggenommen.
  2. Felsen: Der Same entwickelt keine Wurzeln und trocknet aus.
  3. Dornen: Der Same wird von Sorgen, Reichtum und Vergnügungen erstickt.
  4. Gutes Erdreich: Der Same trifft auf ein vorbereitetes Herz und bringt reichlich Frucht.




9–18: Reiseberichte


Nachfolge (9–12)

 

Ab Kapitel 9 steht das Thema Nachfolge im Fokus. Jesus sendet seine Jünger in Kapitel 9 aus, um das Reich Gottes zu verkünden. Er schickt sie aber nicht einfach los, sondern stattet sie mit geistlichen Gaben aus, die sie einsetzen sollen (9,1). Später in diesem Kapitel spricht Jesus die folgenden bekannten Verse:


Lk 9,23-26: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen (...)"


In Vers 51 lesen wir, dass Jesus gegen Ende seines Dienstes „sein Angesicht [entschlossen] nach Jerusalem richtete". Jesus kam als der Messias auf die Erde, um in Jerusalem für die Sünden aller zu sterben, die an ihn glauben. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, müssen auch wir unseren Blick entschlossen auf das "Endziel unseres Glaubens", die "Errettung der Seelen" richten (vgl. 1Petr 1,9). Denn Jesus mahnt seine Jünger eindringlich:


Lk 9,62: „Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!"


In Kapitel 10 sendet er 70 Jünger aus, um das Evangelium zu verkünden. Sie sollen sich nicht in erster Linie über die geistlichen Gaben freuen, die Jesus ihnen gegeben hat, sondern darüber, "dass [ihre] Namen im Himmel geschrieben sind".


Zu Beginn des 11. Kapitels finden wir das „Vaterunser". Jesus lehrt seine Jünger das Gebet und ermutigt sie, beharrlich zu beten:


Lk 11,9: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!"

 

Im 12. Kapitel steht das „Gleichnis vom reichen Narren" (12,13–21), das nur bei Lukas überliefert ist. Es warnt vor Habsucht und übermäßigem Reichtum, die leicht zu einem Fallstrick in der Nachfolge werden können. Auch sollen wir uns nicht übermäßig sorgen, sondern in allem auf Gottes Güte vertrauen.


Lk 12,31: „Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!"

 


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


 

Meeting-ID: 862 0129 5507

Kenncode: 337937

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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