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| 11.01.2026 | 20:00–21:30 Uhr Thema: Lukas 1 |
„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Mt 28,18–20)
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Unsere Herausforderung >> Das Matthäus-Evangelium (19–28) <<
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Liebe Bibel-Entdecker,
der Einzug in Jerusalem bedeutet für Jesus den Beginn des letzten Abschnitts seines Lebens. Neben den vielen Wundern, die er während seines öffentlichen Wirkens vollbracht hat, ist das Reiten auf einem Esel ein weiterer Beweis dafür, dass er der angekündigte Messias Israels ist. Es war unmöglich, ihn mit einem anderen zu verwechseln.
Sacharja 9,9: „(…) Jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin.“
Aus menschlicher Sicht würde man sich einen erhabenen und mächtigen König vorstellen, der auf einem Kriegsross an der Spitze eines Heeres in die Hauptstadt einzieht. Aber ein demütiger und sanftmütiger König – diese Vorstellung ist den Menschen völlig fremd.
Dieses Bild können wir auf uns selbst übertragen. Jesus Christus klopft voller Demut und Sanftmut an die Tore unseres Herzens. Nimmst du ihn mit Freuden auf?
Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.
Holger Volz |
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Kapitel | Inhalt | 1–4 | Geburt und Beginn des öffentlichen Wirkens | 5–7 | Die Bergpredigt | 8–9 | Zeichen und Wunder | 10 | Die Aussendung der zwölf Apostel | 13 | Gleichnisse vom Reich Gottes | 14–18 | Jesus offenbart sich | 19–23 | Der Weg zum Kreuz | 24–25 | Die Endzeitrede Jesu | 26–28 | Kreuzigung und Auferstehung |
Ankündigung seines Leidens
Schon einige Zeit vor seinem Einzug in Jerusalem bereitete Jesus seine Jünger auf den Augenblick seines Sterbens vor. Insgesamt dreimal deutet er dies an:
Mt 16,21: „Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse.“
Mt 17,22b–23a: „Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferweckt werden.“
Mt 20,18-19: „Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferstehen.“
Einzug in Jerusalem (21)
Zu Beginn der letzten Woche im Leben Jesu nähert er sich mit seinen Jüngern dem östlich von Jerusalem gelegenen Ölberg (Kapitel 21). Um die Prophezeiung Sacharjas zu erfüllen, lässt er sich einen Esel bringen und reitet auf ihm in die Stadt. Eine große Menschenmenge jubelt ihm mit Palmzweigen zu.
Am folgenden Montag vollzieht Jesus seine erste Amtshandlung in Jerusalem: die Reinigung des Tempels (21,12–16). Viele Händler hatten diesen heiligen Ort in einen Marktplatz verwandelt. Die Nacht verbringt Jesus außerhalb von Jerusalem in Bethanien (21,17). Am Dienstagmorgen kehrt er in die Stadt zurück und hat im Tempel eine Auseinandersetzung mit den obersten Priestern und Ältesten (21,23). Die religiösen Führer stellen ihm die Frage: „In welcher Vollmacht tust du dies?“ (21,23). Jesus antwortet zunächst mit einer Gegenfrage: „Woher war die Taufe des Johannes?“ (21,25). Da sich die religiöse Elite weigert, diese Frage zu beantworten, gibt er ihnen auch keine Antwort auf ihre Frage. Vielmehr stellt er ihnen drei weitere Gleichnisse vor Augen, um ihnen zu zeigen, dass ihre Handlungen weit vom Willen Gottes entfernt sind.
In Kapitel 23 lesen wir von einer langen Strafrede Jesu gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Achtmal lesen wir: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer“ bzw. „Wehe euch, ihr blinden Führer!“. Jesus nimmt kein Blatt vor den Mund und weist sie deutlich darauf hin, dass ihre Bosheit sie im Endgericht in die Hölle bringen wird (23,33).
| 24–25: Die Endzeitrede Jesu |
In Kapitel 24 verlässt Jesus wieder den Tempel, um mit seinen Jüngern an den Ölberg zu gehen. Mit Blick auf Jerusalem und den Zweiten Tempel hält er dort vor seinen Jüngern seine zweite große Rede, die sogenannte Endzeitrede (Kapitel 24–25). Jesus leitet die Rede durch eine prophetische Aussage ein.
Mt 24,2: „Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!“
Diese Aussage weckte in den Jüngern zwei dringliche Fragen (24,3): - „Wann wird dies geschehen?“
- „Was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?“
In der nun folgenden Endzeitrede verfolgt Jesus jedoch nicht das Ziel, seinen Jüngern Zeiten und Zeitpunkte bis ins letzte Detail aufzuschlüsseln. Vielmehr will er ihnen grobe Richtlinien an die Hand geben, wie sie (bzw. die Christen kommender Generationen) sich in allen Umständen zu verhalten haben.
Einleitende Worte
Jesus beginnt seine Rede mit einer ernsten Warnung vor Verführung (Mt 24,4–5). Das Thema „Zukunft“ weckt seit jeher die Sensationslust der Menschen. Doch die Jünger sollen nüchtern bleiben und nicht über das Wort Gottes hinausgehen. Anschließend macht Jesus einige allgemeine Aussagen, die auf das gesamte Gemeindezeitalter zutreffen (Mt 24,6–14). Einerseits spricht er von Kriegen, Hungersnöten, Seuchen und Erdbeben, andererseits von falschen Propheten und Lieblosigkeit. Diese Dinge traten während des gesamten Gemeindezeitalters immer wieder auf, doch – wie die Wehen einer Schwangerschaft – werden sie immer stärker.
Beantwortung der ersten Frage
Jesus geht nun auf die erste Frage seiner Jünger ein: „Wann wird es geschehen, dass kein Stein des Tempels mehr auf dem anderen bleibt?“. In den Versen 24,15–22 spricht er prophetisch über die Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. durch die Römer. Er fordert seine Jünger, die zu diesem Zeitpunkt in Jerusalem leben werden, dazu auf, aus der Stadt zu fliehen, sobald sie den „Greuel der Verwüstung“ an heiliger Stätte stehen sehen. Die Bedeutung dieses Greuels erschließt sich uns, wenn wir die Parallelstelle im Lukas-Evangelium heranziehen.
Luk 21,20: „Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.“
Dank dieser Prophezeiung Jesu wurden bei der Zerstörung Jerusalems durch die Römer keine Christen getötet, da sie in letzter Sekunde aus der Stadt fliehen konnten.
Beantwortung der zweiten Frage
Die zweite Frage der Jünger betraf das Zeichen, anhand dessen sie Jesu Wiederkunft und das Ende der Weltzeit erkennen könnten. Den Jüngern war bewusst, dass diese Ereignisse zusammenfallen, weshalb sie nur von einem Zeichen sprachen. Jesus beantwortete diese Frage in den Versen 24,29–35, wobei auch Vers 27 relevant ist:
Mat 24,27: „Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.“
In diesen Versen werden kosmische Zeichen beschrieben, die für alle Menschen auf der Erde deutlich sichtbar sein werden. Anschließend wird Jesus Christus „auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ auf die Erde kommen. Dies ist der "Tag des Herrn", der Tag des Gerichts und der Rettung. An diesem Tag werden die „Schafe von den Böcken“ geschieden (25,32). Zu den Schafen spricht Jesus Vers 34, zu den Böcken hingegen Vers 40:
Mat 25,34: „Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!“
Mat 25,41: „Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!“
Abschließende Worte
In Kapitel 25 ruft Jesus seine Jünger zur Wachsamkeit auf. Allein der Vater im Himmel kennt den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft Christi. Alle Versuche, diesen Zeitpunkt zu berechnen, sollten wir daher strikt ablehnen. Das Kapitel beginnt mit zwei Gleichnissen der Warnung. Während das Gleichnis von den zehn Jungfrauen die geistliche Bereitschaft thematisiert, fordert das Gleichnis von den anvertrauten Talenten dazu auf, die von Gott erhaltenen Gaben zu seiner Ehre einzusetzen.
| 26–28: Kreuzigung und Auferstehung |
In den letzten drei Kapiteln des Evangeliums geht es um das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte. Dieses Ereignis ist der eigentliche Grund, weshalb Jesus auf diese Erde gekommen ist: um zu sterben. Warum hat Jesus dieses Leiden auf sich genommen? Vielleicht hast du noch das Faltblatt „Das Evangelium von Jesus Christus“ aus dem „Bibel-Starter-Kit“ zur Hand. Lies es dir ruhig noch einmal durch, denn dieses Thema ist ganz entscheidend für dein Leben.
Verrat (26)
In Kapitel 26 planen die obersten Priester und Schriftgelehrten, Jesus zu töten. Dies sollte möglichst unbemerkt geschehen, weshalb sie einen Verräter brauchten, der ihnen eine günstige Gelegenheit zur Ergreifung mitteilen konnte. Judas Iskariot, einer der zwölf Apostel Jesu, nahm das Angebot an, Jesus zu verraten.
Am Donnerstagabend feierte Jesus mit seinen Aposteln das Passahmahl. Im Verlauf dieser Feier setzte er das „Mahl des Herrn“ (auch „Abendmahl“ genannt) mit Brot und Wein ein. Dieses Mahl sollen alle Nachfolger Jesu fortan feiern, um sich in dankbarer Anbetung regelmäßig an das Sterben Jesu für unsere Sünden zu erinnern. Nach dem Passahmahl ging Jesus mit elf seiner Apostel in den Garten Gethsemane, der zwischen Jerusalem und dem Ölberg liegt. Judas Iskariot hatte die Gruppe bereits verlassen und war zu den obersten Priestern gegangen. In diesem Garten rang Jesus mit seinem Vater im Himmel. Er wusste, wie schwer es sein würde, als sündloser Sohn Gottes für die Sünden der Menschen am Kreuz zu sterben. Aber er wusste auch, dass es keinen Plan B gab, dass es keine andere Möglichkeit gab, die Menschen vor der endgültigen Verurteilung im Endgericht zu bewahren. Mitten in der Nacht kam Judas Iskariot mit den obersten Priestern und einer Schar Soldaten in den Garten und nahm Jesus fest.
Jesus wurde vom jüdischen Hohen Rat verurteilt und an Pilatus übergeben. Da dieser jedoch keine Schuld feststellen konnte, hetzten die obersten Priester das Volk auf. Gegen diese große Schar von Juden, die unablässig „Kreuzige ihn, kreuzige ihn“ riefen, war auch Pilatus machtlos. Er entschied basisdemokratisch und ging auf den Willen des Volkes ein.
Kreuzigung (27)
Jesus wurde am Freitagmorgen um 9 Uhr zwischen zwei Räubern gekreuzigt. Zwischen 12 und 15 Uhr kam eine Finsternis über das ganze Land. Danach schrie Jesus – er war also noch bei vollen Kräften – und gab den Geist auf. Gegen 17 Uhr wurde der tote Leib Jesu von Joseph von Arimathia in dessen Grab gelegt, wo er bis zum dritten Tag, also bis zum Sonntag, blieb.
Auferstehung (28)
Doch Jesu Leib blieb nicht im Grab. Am Sonntagmorgen kam ein „Engel des Herrn“ vom Himmel herab und wälzte den Stein vom Eingang des Grabes weg (28,2). Als er die beiden Frauen sah, die verwundert vor dem Grab standen, sprach er zu ihnen:
Mt 28,5b–6a: „Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“.
Damit werden wir in der kommenden Woche das Matthäus-Evangelium abschließen. Während seines irdischen Lebens zog Jesus durch das Land Israel und verkündete das Evangelium. Bei seiner Himmelfahrt übertrug er diesen Auftrag seinen Jüngern. Wenn du Jesus Christus nachfolgen willst, dann gilt dieser Auftrag auch dir:
Mt 28,18-20: „Und Jesus trat herzu, redete mit [seinen Jüngern] und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ | |
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| Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr |
Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist.
Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.
Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.
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Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.
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