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Bibel-Entdecker-Brief NT – 02 – Matthäus-Evangelium 10–18

Bibel-Entdecker-Brief NT – 02 – Matthäus-Evangelium 10–18
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Online-Bibelkreis

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11.01.2026 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Lukas 1

 

„(…) Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen?
Sie sprachen: Etliche für Johannes den Täufer; andere aber für Elia; noch andere für Jeremia oder einen der Propheten.
Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Da antwortete Simon Petrus und sprach:
Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“

(Mt 16,13-16‍) 

Unsere Herausforderung

>> Das Matthäus-Evangelium (10–18) <<

Wer ist Jesus Christus für dich?


Liebe Bibel-Entdecker,


wie müssen sich die Jünger geängstigt haben, als sie mitten in der Nacht mit dem Boot auf dem See Genezareth unterwegs waren und „Not litten von den Wellen“. Plötzlich sahen sie ein „Gespenst“ auf dem Wasser gehen … oder war es etwas anderes? Sie blickten in die Dunkelheit und trauten ihren Augen kaum, denn sie sahen ihren Rabbi (Lehrer) Jesus über das Wasser zu ihnen kommen (Mt 14,24–25).


Wir sind nun im zweiten Teil des Matthäus-Evangeliums angelangt. Jesus hatte keinen festen Wohnsitz, von dem aus er seine Reisen unternahm. Stattdessen zog er von Dorf zu Dorf und von Stadt zu Stadt und verkündete die Frohe Botschaft vom Reich der Himmel. Auf einer solchen Reise fragte er seine Jünger: „Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen?“


Offenbar lösten die Botschaft und die Wunder Jesu bei den Zuhörern ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Seine Jünger antworteten: „Etliche für Johannes den Täufer; andere aber für Elia; noch andere für Jeremia oder einen der Propheten.“


Dann wurde Jesus persönlich: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“


Petrus, der schon von Anfang an ein recht voreiliges Mundwerk hatte – im Guten wie im Schlechten –, antwortete auch hier ohne nachzudenken: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“


In diesem Fall traf er den Nagel auf den Kopf. Petrus hatte eins und eins zusammengezählt. Er kannte die Prophezeiungen des Alten Testaments. Und er kannte sicher auch die besonderen Umstände von Jesu Geburt. Schließlich war er schon eine ganze Weile mit Jesus durch Israel gezogen. Er hatte die Wunder und Wunderheilungen miterlebt und war sogar selbst Teil eines solchen Wunders geworden, als er aus dem Boot stieg und zu Jesus über das Wasser ging (Mt 14,27–31).


Was denkst du über Jesus? Ist er für dich der „Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“? Oder ist er für dich nur ein großer Prophet, Lehrer oder Wunderheiler? Jesus ist die zentrale Gestalt der Bibel. Deshalb ist es äußerst wichtig, wie wir zu dieser Person stehen. 


Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.


Holger Volz

– Überblick –

Abfassung

40–60 n. Chr.

 

Kapitel

Inhalt

1–4

Geburt und Beginn des öffentlichen Wirkens

5–7

Die Bergpredigt

8–9

Zeichen und Wunder

10

Die Aussendung der zwölf Apostel

13

Gleichnisse vom Reich Gottes

14–18

Jesus offenbart sich

19–23

Der Weg zum Kreuz

24–25

Die Endzeitrede Jesu

26–28

Kreuzigung und Auferstehung




10: Die Aussendung der zwölf Apostel


Mat 9,37–38: „Da sprach [Jesus] zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!


Im letzten Vers von Kapitel 9 weist Jesus seine Jünger an, um mehr Arbeiter zu bitten. Um diese Bitte jedoch ehrlich vortragen zu können, müssen die Gläubigen gewillt sein, selbst hinzugehen. Deshalb sehen wir jetzt, wie der Herr seine zwölf Jünger beruft. Zwar hatte er sie schon vorher ausgewählt, doch nun beruft er sie zu einem besonderen evangelistischen Einsatz im Volk Israel.

 

Die Apostel sollten das Reich Gottes verkünden. Ihre Verkündigung würde von Wundern begleitet werden, die der Heilige Geist durch sie wirken würde (10,8). Sie sollten die frohe Botschaft kostenlos verkünden und mit Verfolgung rechnen. Doch diese Verfolgung sollten sie nicht fürchten. Denn ihr Auftrag war weit größer. Es ging nicht um die Erhaltung irdischen Lebens, sondern um die Eintrittskarte zum ewigen Leben. Wenn sie ihr eigenes Leben auf Erden gering achteten, würden sie das wahre, ewige Leben finden.


Mat 10,38–39: „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!



 

13: Sieben Gleichnisse vom Reich Gottes


Hier stoßen wir auf sieben Gleichnisse, mit denen Jesus seinen Zuhörern weitere Details des Reichs der Himmel vorstellt, das sich nun auf der Erde ausbreitet. Es sind diese:

  1. Das Gleichnis vom Sämann (13,3–9)
  2. Das Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen (13,24–30)
  3. Das Gleichnis vom Senfkorn (13,31–32)
  4. Das Gleichnis vom Sauerteig (13,33–35)
  5. Das Gleichnis vom Schatz im Acker (13,44)
  6. Das Gleichnis von der kostbaren Perle (13,45)
  7. Das Gleichnis vom Fischnetz (13,47–50) 

Weshalb spricht Jesus in Gleichnissen? Weil die Herzen des Volkes verstockt waren und sie Jesus als den kommenden Messias ablehnten. Deshalb verkündet er seine Lehre auf eine verborgene Weise, die nur von seinen Jüngern verstanden werden kann. Möge der Heilige Geist auch uns ganz persönlich ansprechen und uns die Herrlichkeit Gottes vor Augen führen.


 

14–18: Jesus offenbart sich


Zwölf Brote für 9.000 Männer?


Neben der bereits eingangs erwähnten Sturmstillung lesen wir in Kapitel 14 von der Speisung der 5.000. Dieses Wunder führt uns die Schöpferkraft Gottes erneut vor Augen: Fünf Brote und zwei Fische reichen aus, um zwölf Körbe zu füllen – nachdem zuvor 5.000 Männer, ihre Frauen und Kinder gesättigt wurden. Falls dieses Wunder jemandem entgangen sein sollte, wird in Kapitel 15 von einer ähnlichen Begebenheit berichtet: 4.000 Männer, ihre Frauen und Kinder werden mit sieben Broten und einigen Fischen satt.


Ab Kapitel 15 begegnen wir immer wieder den Pharisäern und Schriftgelehrten, also der religiösen Elite der damaligen Zeit. Es sind diese beiden Gruppen, die sich bewusst und mit aller Kraft gegen Jesus stellten, weil sie Angst hatten, durch seine Lehre ihre Macht und ihren Einfluss zu verlieren. Sie waren es auch, die das Volk schließlich dazu aufwiegelten, Jesus kreuzigen zu lassen.



Das Gleichnis vom verlorenen Schaf (18)


Aus der Vielzahl der Begebenheiten im Matthäus-Evangelium möchte ich noch das Gleichnis vom verlorenen Schaf herausgreifen. Denn es verdeutlicht, mit welcher Liebe Gott seine Kinder umgibt. Er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht.

 

Mat 18,12–14: „Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren. 14 So ist es auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass eines dieser Kleinen verlorengeht.

 

Gott ist voller Barmherzigkeit. Er weiß um jeden unserer Irrwege. Und dennoch geht er uns nach und versucht alles, um uns wieder zu seiner Herde zu bringen. Denn er weiß, dass es für uns keinen besseren Ort gibt als diesen.

 


Abschluss

 

Wir stehen nun mitten im ersten Evangelium, dem Evangelium des Königs. Vielleicht liest du dieses Evangelium zum ersten Mal und vieles ist dir neu und unklar. Das ist ganz normal und geht allen Bibel-Entdeckern so. In den Versen steckt so viel Inhalt, dass man bei jedem Lesen nur einen Teil davon aufnehmen kann. Deshalb ist es so spannend, die Bibel immer wieder zu lesen. Mit der Zeit entdeckt man immer wieder Neues und lernt Jesus Christus immer besser kennen.

 

Vielleicht gibt es auch schon Themen, die du gerne in einer Gesprächsrunde ansprechen möchtest. Deshalb möchte ich dich noch einmal auf unseren regelmäßigen Online-Bibelkreis aufmerksam machen. Du bist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Bring gerne deine Fragen, Anregungen und Ideen mit. Wir werden uns genügend Zeit nehmen, damit jeder zu Wort kommt.


 – Kurzvideo –

– Online-Bibelkreis –

Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr  

 

Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.

 

Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.


Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.

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