| | Online-Bibelkreis ▷ Link
| 11.01.2026 | 20:00–21:30 Uhr Thema: Lukas 1 |
„Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Mt 4,17) |
|
|---|
Unsere Herausforderung >> Das Matthäus-Evangelium (1–9) <<
|
|
|---|
Jesus ist der verheißene Messias |
„Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten!“ (Mt 2,2)
Liebe Bibel-Entdecker,
mit dieser Frage kamen die Weisen aus dem Morgenland zu König Herodes nach Jerusalem. Doch Herodes dachte gar nicht daran, seine Macht mit einem anderen König zu teilen. Als er diesen Hinweis hörte, schmiedete er sofort einen Plan, um den „König der Juden“ zu töten.
Der Evangelist Matthäus verkündet seinen Lesern, dass Jesus Christus der von den Propheten des Alten Testaments verheißene Retter und König („Messias“ oder „Christus“) Israels ist. Nun war es an der Zeit, von den eigenen Wegen umzukehren und sich dem Messias zuzuwenden. Doch die religiöse Elite jener Zeit sah ihre Macht und ihren Einfluss in Gefahr. Obwohl sie die Zeichen und Wunder sahen, die Jesus tat, widersetzten sie sich ihm aktiv und überredeten schließlich sogar die Volksmenge, den Tod Jesu zu fordern.
Morgen beginnen wir mit dem ersten Buch des Neuen Testaments (NT), dem Matthäus-Evangelium. Es ist das erste von vier Evangelien, die uns aus unterschiedlichen Perspektiven Wichtiges aus dem Leben Jesu Christi auf dieser Erde erzählen.
Ich wünsche dir eine gesegnete Lektüre.
Holger Volz
Für die nächsten sechs Monate haben wir uns ein großes Projekt vorgenommen. 260 Kapitel der Bibel in 183 Tagen. Das ist anspruchsvoll, aber durchaus machbar. Um es etwas interessanter zu gestalten, werden wir die Bücher des Neuen Testaments nicht einfach der Reihe nach lesen, sondern in chronologischer Reihenfolge, das heißt nach ihrem Entstehungsdatum.
Große Projekte begleiten mich gedanklich oft schon lange im Voraus und ich freue mich immer sehr, wenn es endlich losgeht. Am Anfang bin ich voller Motivation und Tatendrang. Doch wie sieht es nach ein paar Tagen, Wochen oder Monaten aus? Bin ich dann noch motiviert? Ist meine tägliche „Stille Zeit“ (Bibellese und Gebet) dann zu einer festen Routine geworden, die mir lieb geworden ist und die ich nicht mehr missen möchte? Im Alten Testament weist König Salomo darauf hin, wie wichtig es ist, Projekte zu Ende zu führen. Es ist gut, etwas Neues zu beginnen, aber noch besser, es auch zu Ende zu bringen.
Prediger 7,8: „Der Ausgang einer Sache ist besser als ihr Anfang.“ |
|
|
|---|
Kapitel | Inhalt | 1–4 | Geburt und Beginn des öffentlichen Wirkens | 5–7 | Die Bergpredigt | 8–9 | Zeichen und Wunder | 10–11 | Die Aussendung der Zwölf Apostel | 13 | Gleichnisse vom Reich Gottes | 14–18 | Jesus offenbart sich | 19–23 | Der Weg zum Kreuz | 24–25 | Die Endzeitrede Jesu | 26–28 | Kreuzigung und Auferstehung |
Die vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) sind keine Biografien, sondern zeigen, wer Jesus Christus war, was er gelehrt und was er getan hat. Das Matthäus-Evangelium bildet eine Brücke zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Bereits die ersten Verse führen uns zurück zu Abraham, dem Stammvater des Volkes Israel. Außerdem wird deutlich, dass der bedeutende israelitische König David zu den Vorfahren Jesu gehörte.
Matthäus war Jude und arbeitete als Zöllner für die römische Besatzungsmacht. Jesus berief ihn persönlich in seine Nachfolge und machte ihn zu einem seiner zwölf Apostel. Sein Name bedeutet „Geschenk Gottes“. An anderen Stellen wird er auch Levi genannt.
1–4: Geburt und Beginn des öffentlichen Wirkens |
Eine besondere Geburt
Da das Matthäus-Evangelium den Messias als König vorstellt, beginnt das 1. Kapitel mit einem Geschlechtsregister. Dieses ist notwendig, um den Erbanspruch auf den Thron Davids zu beweisen. Im Anschluss berichtet Matthäus von der Weihnachtsgeschichte, also der jungfräulichen Geburt Jesu in Bethlehem. In Kapitel 2 lesen wir von den Weisen aus dem Morgenland, dem bösen Plan des Königs Herodes und von der Flucht nach Ägypten. Nach dem Tod des Herodes kehrt Jesus mit seinen Eltern in das Dorf Nazareth zurück.
Eine besondere Ausstattung Zwischen Kapitel 2 und 3 liegt eine lange Zeitspanne, denn ab Kapitel 3 sehen wir Jesus als erwachsenen Mann von etwa 30 Jahren. Nachdem er von Johannes dem Täufer im Jordan getauft worden war (3,13–17), lesen wir:
Mt 3,16b: „Der Himmel öffnete sich und der Geist Gottes stieg wie eine Taube herab und kam auf ihn“.
Ein besonderer Dienst
Mit 30 Jahren beginnt Jesus sein öffentliches Wirken, zu dem er vom Vater beauftragt wurde. Gott existiert von Ewigkeit her in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist (Dreieinigkeit bzw. Trinität). Obwohl es drei Personen sind, gibt es nur einen Gott. Die Bibel berichtet im ersten Kapitel des Buches Genesis (1. Mose), dass Gott das gesamte Universum, alle Menschen und Tiere geschaffen hat. Gott war jedoch nicht Teil seiner Schöpfung, auch wenn er immer wieder durch Zeichen und Wunder in sie eingegriffen hat. Diese Trennung zwischen Schöpfer und Schöpfung wird durch Jesus aufgehoben, denn in ihm wird Gott Mensch wie wir und wohnt mitten unter uns (vgl. Joh 1,1 und 1,11).
Deshalb haben wir es bei Jesus nicht mit einem gewöhnlichen Menschen zu tun, sondern mit einem Menschen, der zugleich Gott ist. Dies wird in den Kapiteln ab Matthäus 4 deutlich: Zunächst wird Jesus nach 40 Tagen Fasten vom Teufel bzw. Satan versucht (Kapitel 4). Mit der Kraft Gottes kann Jesus diesen drei Versuchungen widerstehen und antwortet dem Teufel jeweils mit einem Zitat aus dem Alten Testament. Anschließend lesen wir, dass Jesus umherzog und die Menschen zur Herzensumkehr aufrief, „denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen“ (4,17).
|
Nachdem er seine ersten Jünger berufen hatte, lehrte er sie in der Bergpredigt, was es mit dem „Reich der Himmel“ auf sich hat (Kapitel 5–7). Die Jünger waren allesamt Juden und kannten das Gesetz des Mose aus dem Alten Testament. Jesus legte ihnen jedoch ein Gesetz vor, das in geistlicher Hinsicht weit über die Gebote des Alten Testaments hinausging. In diesen neuen Geboten ging es nicht mehr nur um das äußere Handeln, sondern auch um die dahinterstehende Herzenshaltung.
Die Bergpredigt ist eine der zentralen Reden Jesu. In den Kapiteln 5 bis 7 haben wir diese umfangreiche Rede gelesen. Eine große Menschenmenge hörte ihm zu, als er seinen Jüngern einige wichtige Themen vor Augen führte. Fasten, Beten und der Umgang mit Geld waren nur einige der Themen, die Jesus ansprach. Die wohlüberlegten Worte, die Jesus wählte, erreichten jedoch nicht nur die Ohren seiner Jünger und der Menge. Weil Matthäus sie in seinem Evangelium festgehalten hat, kommen sie durch die Bibel auch direkt zu uns.
Der wohl bekannteste Abschnitt der Bergpredigt ist das Vaterunser (Mt 6,9–13). Auf dieses Gebet, das auch heute noch von großer Bedeutung ist, möchte ich näher eingehen. Das Vaterunser (auch „Gebet des Herrn“ genannt) ist ein Gebet, das Jesus selbst nie gebetet hat. Er hat es seinen Jüngern als Modell gegeben, nach dem sie ihre eigenen Gebete gestalten können. Es ist keine Vorschrift, genau diese Worte zu verwenden.
Mt 6,9: „Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.“
Gebete sollten mit einem Blick auf Gott beginnen. Wir sollten sie mit Anbetung beginnen, indem wir Gott Ehre und Lob bringen und ihm für alles danken, was er uns geschenkt hat.
Mt 6,10: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“
Nachdem wir Gott angebetet haben, sollten wir für seine Anliegen beten. Wir erkennen an, dass Gott weiß, was das Beste ist. Und so ordnen wir uns seinem Willen unter.
Mt 6,11: „Gib uns heute unser tägliches Brot.“
Nachdem wir die Anliegen Gottes an erste Stelle gesetzt haben, können wir nun auch unsere eigenen Anliegen vor Gott bringen. Mit dieser Bitte erkennen wir unsere Abhängigkeit von Gott an, der uns das tägliche Brot gibt – sei es in geistlicher oder materieller Hinsicht.
Mt 6,12: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.“
Dieser Satz bezieht sich nicht auf die Vergebung von Sünden. Diese Vergebung wird uns durch den Glauben an den Sohn Gottes zuteil. Es geht um die Heilung von Beziehungen. Um die Beziehung zu Gott und die Beziehung zu den Mitmenschen. Wenn Gläubige nicht bereit sind, denen zu vergeben, die ihnen Unrecht getan haben, wie können sie dann erwarten, Gemeinschaft mit ihrem Vater im Himmel zu haben, der ihnen großzügig ihre Sünden vergeben hat?
Mt 6,13: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“
Diese Bitte drückt die Anerkennung der völligen Abhängigkeit von Gott für die Bewahrung aus. Es ist das Gebet all jener, die sich danach sehnen, durch die Kraft Gottes von der Sünde abgehalten zu werden. Der letzte Satz ist ein Lobpreis Gottes und bildet somit einen angemessenen Abschluss für dieses Gebet.
Wenn du das nächste Mal das Vaterunser betest, dann sprich es so langsam, dass du über jeden einzelnen Punkt nachdenken kannst. Und wenn du einmal nicht weißt, was du beten sollst, dann nimm dieses Gebet als Vorlage, um deine Gedanken zu lenken.
|
Nachdem Gott durch Jesus die neuen Gebote verkündet hat, ist es für Jesus an der Zeit, öffentlich zu bezeugen, wer er wirklich ist: der Sohn Gottes. Deshalb lesen wir in den Kapiteln 8 und 9 von einigen Zeichen und Wundern, die kein normaler Mensch hätte vollbringen können:
- Heilung eines Aussätzigen (8,1–4)
- Heilung des Dieners des Hauptmanns (8,5–13)
- Heilung der Schwiegermutter des Petrus (8,14–17)
- Heilung von Besessenen (8,28–34 und 9,32–34)
- Stillung des Sturms auf dem See Genezareth (8,23–27)
- Heilung eines Gelähmten (9,1–8)
- Heilung zweier Blinder (9,27–31)
Die Vielzahl der Wunder macht deutlich, dass es Gott wichtig war, den Menschen zu zeigen, wer Jesus war. Er war nicht nur ein Mensch, sondern der Christus bzw. der Messias, auf den die Menschen seit alttestamentlicher Zeit gewartet hatten.
Nun war der lang ersehnte Messias zu seinem Volk gekommen. Wie würde das Volk auf sein Kommen reagieren?
| |
|
|---|
| Jeden zweiten Sonntag von 20:00 bis 21:30 Uhr |
Alle zwei Wochen hast du die Möglichkeit, am Online-Bibelkreis in Zoom teilzunehmen. Wir besprechen dort fortlaufend ein Bibelbuch. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zu Wort zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist.
Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein. So wird das Gespräch persönlicher und wir können uns leichter ansprechen.
Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden. Auf dem Smartphone wirst du gegebenenfalls zum Download der Zoom-App aufgefordert.
| | |
|
|---|
Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.
Du suchst eine Gemeinde in Deiner Nähe? Schreibe mir einfach. Ich werde versuchen, etwas passendes zu finden.
|
|
|---|
|
|