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Bibelleser-Brief AT – 47 – Maleachi

Bibelleser-Brief AT – 47 – Maleachi
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 Zoom-Meeting

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29.12.2025 | 20:00–21:30 Uhr

Thema: Nehemia

Bibelleseplan

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Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht (…).

Mal 3,1

Unsere Herausforderung

>> Der Prophet Maleachi <<

Vielen Dank, dass du dabei warst!


Liebe Bibel-Entdecker,


dies ist nun der letzte „Bibel-Entdecker-Brief“ zum Alten Testament. Ich persönlich fand es äußerst spannend und habe bei der Bibellese einige tolle Entdeckungen gemacht. Auch in den Zoom-Meetings hatten wir einen tollen Austausch, auch wenn wir zeitweise nur sehr wenige waren. Ich hoffe, du konntest ebenfalls einiges aus der Bibellese und den Rundbriefen mitnehmen.


Ab Januar widmet sich der „Bibel-Entdecker-Brief“ dem Neuen Testament. In sechs Monaten wollen wir die Bücher Matthäus bis Offenbarung durchlesen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn du dabei bleibst. Wenn du jedoch nicht mehr mitmachen möchtest, kannst du dich jederzeit über den Abmelde-Link ganz unten im Rundbrief abmelden.



Ich wünsche dir eine wirklich gesegnete Weihnachtszeit. Nicht nur mit Blick auf Geschenke und Essen, sondern mit Blick auf den eigentlichen Grund des Festes: Jesus Christus. Er wurde Mensch, um am Kreuz für unsere Sünden zu sterben. Drei Tage später ist er auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Jetzt dürfen wir in der Erwartung leben, dass Jesus Christus bald wiederkommen wird, um uns zu sich zu nehmen. Bist du dabei?


Der Herr segne dich.


Holger Volz

– Überblick –

Zeit

433–424 v. Chr.

 

Kapitel

Inhalt

1

Gottes Liebe / Unreine Opfer

2

Gott ermahnt sein Volk

3

Der Bote des Herrn und der Messias



Das Buch Maleachi („Mein Bote“) ist das letzte der abschließenden Reihe von Prophetenbüchern des Alten Testaments. Der Dienst Maleachis wird von den meisten Auslegern in die letzte Lebenszeit Nehemias oder kurz nach dessen Tod eingeordnet.


So wie die Propheten Haggai und Sacharja das Volk dafür tadelten, dass es den Bau des zweiten Tempels vernachlässigt hatte, so tadelte Maleachi nach der Fertigstellung des zweiten Tempels die Priester und das Volk dafür, dass ihr Gottesdienst degeneriert war und sie Gott weder im Alltag noch im Tempel die ihm zustehende Ehre und Anbetung darbrachten.


Maleachi wies das Volk im Namen Gottes auf seine Sünden hin. Allerdings durfte er auch auf das Kommen des Messias Israels und seines Vorboten hinweisen. Nach Maleachis Prophetie brachte Gott ein Schweigen von etwa 400 Jahren über Israel. Als nächster Prophet nahm Johannes der Täufer den prophetischen Mantel wieder auf und diente als Wegbereiter Christi.




1: Gottes Liebe / Unreine Opfer


Das Volk hatte einen Tiefpunkt seiner Geschichte erreicht. Zwar verspürte es den starken Wunsch, in die Heimat zurückzukehren, doch sein Verlangen, Gott treu nachzufolgen, war leider viel schwächer. Nur ein Jahrhundert nach der Rückkehr in ihre Heimat hatten sich sowohl im Volk als auch bei den Priestern aufgrund religiöser Routine Hartherzigkeit gegenüber der Liebe Gottes entwickelt. Dies führte zu einer weitverbreiteten Abkehr vom Gesetz.



Gottes Liebe zu seinem Volk (1,1–5)


Das Buch beginnt mit einem Zuruf des Herrn. Es ist, als würde der Chef einer großen Firma die Sprechanlage anschalten und seinen Mitarbeitern zurufen: „Alle sofort in mein Büro! Es gibt etwas mitzuteilen!“ Es ist ein Weckruf. Überraschenderweise beginnt Gottes Rede jedoch nicht mit Tadel, sondern mit einer Liebeserklärung.

 

Mal 1,2: „Ich habe euch geliebt, spricht der HERR. Aber ihr fragt: »Worin hast du uns geliebt?«“


Doch das Volk ist in seiner gegenwärtigen Situation stark bedrängt und kann diese Liebe Gottes nicht spüren. Gott kennt die Situation und reagiert deshalb nicht mit Zorn auf die Gegenfrage des Volkes. Erinnert ihr euch an Esau und Jakob? Sie waren Zwillinge. Einer von ihnen war genauso schlecht wie der andere. Man könnte sogar sagen, dass Jakob (bzw. Israel) der Schlimmere von beiden war, denn er war ein Betrüger. Es gab jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen Jakob und Esau. Gott hatte Jakob bereits im Mutterleib zum Segen auserwählt, während er Esau verworfen hatte. Gott liebt sein Volk Israel noch immer und wird es nicht verlassen.



Unreine Opfergaben (1,6–14)


Nach diesem eindrucksvollen Beweis seiner Zuneigung kann Gott seine Ansprache fortsetzen. Die Herzen des Volkes sind nun geöffnet. Sie können jetzt auch mit tadelnden Worten besser umgehen. Ein Kind muss die Kritik seines Vaters nicht fürchten, wenn es sich geliebt weiß.


Die Anbetung ist nicht mehr gottgemäß, das Volk ist gleichgültig und nachlässig geworden. Es lässt die Ehre Gottes als seines Vaters sowie die Ehrfurcht vor ihm als dem Herrn vermissen. Sie bringen verunreinigtes Brot (1,7) sowie blinde und lahme Tiere (1,8) auf dem Altar dar. Sie sollten lieber die Tempeltüren schließen (1,10) und den Gottesdienst ausfallen lassen, um den Namen des Herrn nicht weiter zu entheiligen (1,12). Wie sieht es heutzutage mit unserer Anbetung aus? Bringen auch wir im übertragenen Sinne „Geraubtes, Lahmes und Krankes“ vor Gott (1,13)?


Mal 1,11: „Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll mein Name groß werden unter den Heidenvölkern, und überall sollen meinem Namen Räucherwerk und Gaben, und zwar reine Opfergaben, dargebracht werden; denn groß soll mein Name unter den Heidenvölkern sein!




2: Gott ermahnt sein Volk


Tadel gegen die religiösen Leiter (2,1–9)


Die Priester und Leviten hatten zwei Hauptaufgaben: Die Durchführung der Anbetung und die Lehre des Gesetzes. In beiden Punkten haben sie kläglich versagt. In der Folge fehlte es dem Volk mit der Zeit an klaren Richtlinien. Der geistliche Abfall des Volkes war somit die unmittelbare Folge des Versagens der Priester und Leviten. Deshalb richtet sich die Mahnung Gottes in erster Linie an die religiösen Leiter. Gott stellt ihrem Treiben die Kennzeichen eines gottesfürchtigen Leviten gegenüber. Diese weisen allesamt auf den großen Hohepriester Jesus Christus hin.

  1. Er hat Ehrfurcht vor dem Namen Gottes (2,5).
  2. Das Gesetz der Wahrheit ist in seinem Mund (2,6).
  3. Auf seinen Lippen ist nichts Verkehrtes zu finden (2,6).
  4. Er wandelt mit Gott in Frieden und Aufrichtigkeit (2,6).
  5. Er bringt viele zur Umkehr von ihrer Missetat (2,6).
  6. Aus seinem Mund erfragt man das Gesetz (2,7).
  7. Er ist ein Bote des Herrn der Heerscharen (2,7).



Scheidungen und Mischehen im Volk (2,10–17)


In den Versen 10–17 geht es um zerrüttete eheliche Beziehungen im Volk. Gott hatte sich am Sinai das Volk zur Frau genommen und ihm das Gesetz als Heiratsurkunde und Ehevertrag gegeben. Er wachte eifersüchtig über seine Frau und sah jeden Götzendienst als Ehebruch an.


Die Männer in Israel hatten sich in der damaligen Zeit in doppelter Hinsicht versündigt. Viele hatten ihre Frauen aus dem eigenen Volk geschieden und in die Ungewissheit entlassen, um sich anschließend mit Frauen aus anderen Nationen zu verheiraten. Damit begingen sie sowohl menschlichen als auch geistlichen Ehebruch, da sie sich von Gott abwandten und den Göttern ihrer heidnischen Frauen anhingen. Das wollte Gott nicht.


Mal 2,16: „Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, und dass man sein Gewand mit Frevel bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen; darum hütet euch in eurem Geist und werdet nicht untreu!



3: Der Bote des Herrn und der Messias


Der kommende Tag des Herrn (3,1–6)

 

Nun antwortet Gott auf die ruchlose Herausforderung aus dem letzten Vers des vorherigen Kapitels („Wo ist denn der Gott des Gerichts?“). „Siehe“, ich werde euch meinen „Boten“ (hebr. Maleachi) schicken, und ich werde unmittelbar auf ihn folgen. Das Kommen des Herrn wird nicht für alle Menschen ein „Happy End“ sein, sondern der Tag des Gerichts! Nach diesem Gericht wird ein Überrest in Juda und Jerusalem übrigbleiben, der dem Herrn mit seiner Opfergabe gefallen wird.

Mal 3,2: „Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des [Silber-]Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher.


 

Das Volk hat Gott beraubt (3,7–12)

 

Das Volk hat den Herrn beraubt, indem es den vorgeschriebenen Zehnten nicht gegeben hat. Dieser war im Gesetz Moses verankert und diente der Finanzierung des Dienstes am Heiligtum Gottes. Zudem ermöglichte er die Unterstützung der Ärmsten im Volk.


Mal 3,10: „Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!


 

Der Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten (3,13–21)

 

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen falschen Bekennern und wahren Gläubigen. Aus Sicht der falschen Bekenner ist es umsonst, dem Herrn zu dienen. Doch der Herr kennt uns alle vollkommen. Ihm können wir nichts vormachen. Er sieht diejenigen, die sich „miteinander besprechen", weil sie den Herrn fürchten (3,16). Es sind die echten Gläubigen, die auch unter großem Druck und Verfolgung entschlossen sind, am Herrn festzuhalten. Gott notiert sich die Namen dieser Leute in ein Gedenkbuch. Er wird sie nicht vergessen und sie werden am letzten Tag offenbar werden.

 

Am Gerichtstag wird die große Trennung erfolgen. Dieser Tag wird schrecklich sein und im Feuer geoffenbart werden (3,19). Alle Gesetzlosen, Übermütigen und Ungläubigen werden wie Stoppeln auf dem Feld verbrennen. Den Gläubigen hingegen wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen (3,20). Für die Leute zur Zeit Maleachis wies das Prophetenwort zunächst auf das kommende Gericht über den Tempel in Jerusalem hin.

 

Mal 3,20: „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung [wird] unter ihren Flügeln [sein]; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!


 

Der Prophet Elia (3,22–24)

 

In den letzten Versen wird dem Volk ein klarer Vorbote des kommenden Untergangs angekündigt. Wenn dieser Bote auftritt, wird das Volk erkennen, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und die Zeit der Entscheidung gekommen ist.

 

Sie alle kannten aus der Geschichte Israels den Propheten Elia, der im Nordreich zur Zeit Ahabs und Isebels darauf hinwies, dass es einen gerechten und richtenden Gott gibt. Dieser Gott griff dann auch nachdrücklich ein. Und dieser Gott wird nun noch einmal einen Propheten wie Elia senden. Dieser zweite Prophet wird wie Elia aussehen, wie Elia leben und wie Elia reden. Er wird aus der Einsamkeit heraustreten und das Volk ansprechen.

 

Mal 3,23–24: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt; 24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!


Der zweite Prophet im Geist und in der Kraft Elias war Johannes der Täufer. Er selbst wusste nicht, dass er der „zweite Elia“ war, denn er bekannte es nicht, als er danach gefragt wurde. Er taufte mit Wasser zur Buße und wies auf den nach ihm Kommenden hin, auf Jesus Christus, der mit Heiligem Geist und Feuer taufen würde.

 

Jesus sagte in Mt 11: „Wenn ihr es annehmen wollt.“ Aber sie wollten es nicht. Sowohl der Bote als auch der Herr des Bundes wurden verworfen und umgebracht. Für uns als heutige Gläubige steht fest: Elia ist schon gekommen. Wir brauchen ihn nicht noch einmal zu erwarten. Wenn wir den Herrn gefunden haben und errettet sind, dann brauchen wir nur noch auf ihn zu warten und nicht mehr auf einen dritten Elia.




Abschluss der Bibellese


Das Buch Maleachi wird auch das „Buch der frechen Fragen“ genannt. Und das aus gutem Grund: Nirgendwo sonst in der Bibel werden so viele Fragen an Gott gestellt. Natürlich ist es gut, wenn wir zu Gott ehrlich sind, ihm unser Herz ausschütten und ihm Fragen stellen, wenn wir eine Situation nicht verstehen. Die Fragen zur Zeit Maleachis waren jedoch nicht ernst gemeint, sondern einfach frech. Hätten sich die Menschen ein wenig mit den Schriften des Alten Testaments auseinandergesetzt, hätten sie den größten Teil ihrer Fragen leicht selbst beantworten können. Eigentlich wollten sie gar keine Antwort von Gott hören. Sie wollten ihre eigenen Wege gehen und nutzten die Fragen nur als Vorwand, um ihre bösen Taten zu rechtfertigen.


Wir haben im letzten Jahr das gesamte Alte Testament durchgelesen. Daher hoffe ich, dass du auf jede dieser Fragen eine klare biblische Antwort parat hast. Solltest du noch Unklarheiten haben, kannst du mich gerne per E-Mail kontaktieren.


 – Kurzvideo –

– Zoom-Meeting –

29.12.2025 |  20:00 – 21:30 Uhr  |  Thema: Nehemia

 

Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. Um das Meeting zu starten, kannst du den folgenden Link verwenden (auf dem Smartphone wirst du ggf. zum Download der Zoom-App aufgefordert). 

 


 

 

https://kostenlosebibel.de/zoom

 

 

Eine kleine Bitte: Gib bei der Anmeldung in Zoom mindestens deinen Vornamen ein und schalte (wenn möglich) deine Kamera ein, damit das Gespräche persönlicher wird und wir uns leichter ansprechen können.

Wir sind eine überkonfessionelle Bibelmission, die im deutschen Sprachraum Bibel und christliche Schriften kostenlos verbreitet. Wir werben keine Mitglieder und gründen keine Gemeinden. Unser alleiniges Ziel ist es, die Gute Botschaft von Jesus Christus als dem Retter der Welt zu verbreiten.

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